Der Börsen-TagBetrugsverdacht bei Hunderttausenden Mercedes erhärtet
Die Betrugsvorwürfe gegen den Daimler-Konzern im Diesel-Skandal erhärten sich einem Bericht der "Zeit" zufolge. Daimler
Sowohl beim Transporter Vito als auch bei der C-Klasse werde im Straßenverkehr in die Abgasreinigung nur ungenügend Harnstofflösung, so genanntes AdBlue, eingespritzt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Behördenkreise.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte am 23. Mai den Rückruf von weltweit rund 5000 Fahrzeugen des Mercedes-Vans Vito mit 1,6-Liter-Motor der Schadstoffklasse Euro 6 wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen angeordnet.
Insgesamt könnten allerdings bis zu 900.000 Fahrzeuge betroffen sein, berichtete die "Zeit". Daimler wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äußern und verwies auf laufende Gespräche mit den zuständigen Behörden.
Bundesverkehrsminister Scheuer hatte sich Ende Mai mit Daimler-Chef Dieter Zetsche getroffen und eine 14-tägige Frist zur Klärung der Vorwürfe eingeräumt. Zetsche werde Scheuer am kommenden Montag erneut treffen, teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin mit.