Der Börsen-Tag"Black Friday"? Aber nicht an der Börse
Der Dax steuert auf die perfekte Handelswoche zu: An den bisherigen vier Handelstagen konnte der deutsche Börsenleitindex jeweils mit Aufschlägen schließen. Notierte er vergangenen Freitag zwischenzeitlich unter der 23.000er-Marke, lag das gestrige Tageshoch über 23.800 Punkten. Aus dem Geschäft ging er dann mit einem Plus von 0,2 Prozent und 23.768 Zählern.
Zeigte gestern das GFK-Konsumklima ein zweischneidiges Bild, erreichen heute die Schnäppchentage ihren Höhepunkt. Die Erwartungen der Händler sind dabei gespalten. Der Einzelhandelsverband HDE rechnet mit einem Umsatzrückgang für die Tage um den Black Friday. Erwartet würden Einnahmen von 5,8 Milliarden Euro und damit zwei Prozent weniger als vor einem Jahr, hatte der HDE prognostiziert. Optimistischer ist der Digitalverband Bitkom. Er geht davon aus, dass die Verbraucher auf der Jagd nach Billig-Angeboten etwa zehn Prozent mehr Geld ausgeben als noch vor Jahresfrist. Rund 312 Euro wollten die Befragten im Mittel in die Sonderangebote investieren, hatte der Verband auf Basis einer Umfrage unter mehr als 1000 Internetnutzern erklärt - 2024 seien es noch 280 Euro gewesen.
Gleichzeitig dürften die Verbraucherpreise in Deutschland im November wieder gestiegen sein. Ökonomen rechnen mit einer Inflationsrate von 2,4 Prozent. Im Oktober lag sie noch bei 2,3 Prozent. Für den Anstieg dürften vor allem höhere Energiekosten sorgen. Aber auch die Preise für Dienstleistungen dürften überdurchschnittlich zulegen.