Der Börsen-TagBoomende Sparpläne schieben Fondsanbieter kräftig an
Der Sparkassen-Fondsanbieter Deka profitiert von der Nachfrage von Privatanlegern nach Sparplänen und hebt seine Gewinnprognose an. Dank der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr rechnet das Institut im Gesamtjahr nun mit einem wirtschaftlichen Ergebnis von rund 800 Millionen Euro statt der bisher angepeilten 700 Millionen Euro. Das ist allerdings immer noch ein Rückgang im Vergleich zu den 963 Millionen Euro aus dem Vorjahr. "Immer mehr Menschen erkennen über die letzten Jahre hinweg die Bedeutung des Kapitalmarkts für ihren Vermögensaufbau", konstatierte Deka-Chef Georg Stocker am Dienstag.
Im ersten Halbjahr steigerte das Wertpapierhaus das Ergebnis um fünf Prozent auf 546 Millionen Euro. Die Erträge kletterten um 7,5 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro, was vor allem an einem höheren Provisionsergebnis lag. Das Zinsergebnis war dagegen rückläufig. Da die Deka zugleich mehr Geld für Personal und Digitalisierung ausgab, verschlechterte sich die Aufwand-Ertrag-Relation auf 59,7 von 56,9 Prozent. Wesentlicher Treiber war erneut das Privatkundengeschäft, in dem der Absatz auf 19,5 Milliarden Euro von 18,7 Milliarden Euro zulegte.