Der Börsen-TagBritische Inflation sinkt stärker als erwartet
Die britische Inflation ist im November unerwartet stark gefallen und nährt damit die Spekulationen auf eine bevorstehende Zinssenkung der Bank of England (BoE). Die Verbraucherpreise stiegen um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt mitteilt. Dies ist der niedrigste Wert seit März. Im Oktober hatte die Teuerungsrate noch bei 3,6 Prozent gelegen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 3,5 Prozent gerechnet. Auch die britische Notenbank selbst hatte mit 3,4 Prozent einen etwas höheren Wert prognostiziert. Das Pfund gab nach den Daten gegenüber dem Dollar nach.
Die britische Notenbank entscheidet am Donnerstag über ihre Geldpolitik. An den Finanzmärkten wird mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt auf 3,75 Prozent erwartet. Die neuen Inflationsdaten dürften die Befürworter einer lockereren Geldpolitik bestärken.