Der Börsen-TagBritisches Pfund steht im Fokus
Mit dem Fall auf neue Zweieinhalbjahrestiefs am Freitag steht das britische Pfund auch zum Wochenauftakt weiter im Blick. Die britische Währung notiert zum Euro zwar wenig verändert. Das könnte aber nur eine Atempause sein: "Gelingt es der Regierung nicht zeitnah, einen überzeugenden Konsolidierungskurs festzulegen, dürfte neben dem Druck der Finanzmärkte auch der innenpolitische Druck zunehmen", sagt Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank.
Neben dem Pfund hatten auch britische Anleihen am Freitag schwach auf Meldungen reagiert, die Regierung könnte die Pläne zur Erhöhung der Einkommenssteuer aufgeben. Zuvor hatte das überparteiliche "Office for Budget Responsibility" seine Prognose für das Haushaltsdefizit von 35 auf etwa 20 Milliarden Pfund gesenkt. "Die Marktreaktionen deuten allerdings darauf hin, dass die Marktakteure skeptisch sind, ob der am 26. November anstehende Herbsthaushalt nicht auf zu optimistischen Wachstumsprognosen basiert", sagt Stephan. Die Rendite 10-jähriger britischer Staatsanleihen stieg am Freitag um 13 Basispunkte auf 4,57 Prozent.