Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagBrüsseler Prognose zur Eurozonen-Inflation macht bedenklich

10.02.2022, 12:00 Uhr

Die Inflation im Euroraum fällt einer Prognose der EU-Kommission zufolge in diesem Jahr deutlich höher aus als zuvor erwartet. 2022 wird die Euro-Inflation schätzungsweise den Höchststand von 3,5 Prozent im Jahresdurchschnitt erreichen, wie aus der jährlichen Winterprognose der Brüsseler Kommission hervorgeht. In der Herbstprognose war die Brüsseler Behörde noch von 2,2 Prozent ausgegangen.

Für 2023 wird dann eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent erwartet. Das läge dann wieder unterhalb der von der EZB angestrebten Zwei-Prozent-Marke. Im der gesamten EU soll die Inflation in diesem Jahr schätzungsweise 3,9 Prozent erreichen und 2023 auf 1,9 Prozent sinken. Die Teuerung hält sich seit Monaten auf vergleichsweise hohem Niveau, vor allem angetrieben durch hohe Energiepreise.

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(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)