Der Börsen-TagBullard verunsichert US-Anleger
Neu entflammte Inflationssorgen vergraulen die Anleger an der Wall Street. Nachdem sich der Rauch nach den jüngsten Zinssignalen der US-Notenbank (Fed) eigentlich bereits verzogen hatte, gießt Fed-Vertreter James Bullard Öl ins Feuer. Der Dow-Jones-Index fällt 1,3 Prozent auf 33.379 Punkte. Der S&P-500 gibt knapp ein Prozent auf 4180 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßt 0,6 Prozent auf 14.071 Punkte ab.
Bullard plädiert für eine Zinswende bereits im kommenden Jahr. Mit dem nach der Corona-Krise einsetzenden Aufschwung seien auch erhöhte Inflationsgefahren verbunden, sagt der Chef des Notenbankbezirks St. Louis dem Fernsehsender CNBC. Zuletzt hatten Signale der Fed für erste Zinsschritte 2023 die Anleger vorsichtiger werden lassen.
"Zum Wochenausklang geht es mit den Kursen an der Wall Street nach unten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte. "Der Dow Jones hat bislang knapp zwei Prozent verloren, Tech-Werte notieren dagegen auf bisheriger Wochensicht etwa ein halbes Prozent im Plus", erläutert er. "Es könnte die schlechteste Handelswoche seit Januar werden. Aber auf dem nach wie vor hohen Niveau ist das durchaus zu verkraften."