Der Börsen-TagBund lässt CoBa-Ausstieg prüfen
Gut zehn Jahre nach der Rettung der Commerzbank denkt die Bundesregierung über einen Ausstieg nach
Ein Berater soll nicht nur die Strategie der Commerzbank analysieren, sondern auch Empfehlungen abgeben, wie der Bund künftig mit seiner gut 15-prozentigen Beteiligung an dem Frankfurter Geldhaus umgehen soll. Das geht aus der Ausschreibung hervor, die auf dem "Deutschen Vergabeportal" veröffentlicht wurde.
Die Commerzbank, deren Aktienkurs angesichts mauer Geschäftsaussichten in den vergangenen Monaten auf Talfahrt gegangen ist, will im Herbst eine neue Strategie präsentieren. Die Deutsche Finanzagentur, seit Integration der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) Anfang 2018 auch für die Beteiligungen des Bundes im Finanzsektor zuständig, sucht einen externen Berater, der diese Strategie bewerten soll.
Der Staat war in der Finanzkrise vor zehn Jahren bei der zweitgrößten deutschen Privatbank eingestiegen. Um sich ohne Verlust von seinem Anteil von 15,6 Prozent zu trennen, müsste der Bund etwa 26 Euro je Aktie erhalten. Davon ist das Commerzbank-Papier meilenweit entfernt: Nun verlieren die Titel erneut 3,4 Prozent auf 5,21 Euro. Das Allzeit-Tief ist in Reichweite.