Der Börsen-Tag"Bundesfinanzminister Lindner macht es sich zu einfach"
Die deutsche Wohnungswirtschaft hat Bundesfinanzminister Christian Lindner für seine Aussage kritisiert, dass die Bundesregierung keine finanziellen Spielräume zur Unterstützung des Wohnungsbaus habe. Überfällig sei hingegen eine Zinsverbilligung, wie sie auch in anderen europäischen Ländern stattfindet, um den Einsturz beim bezahlbaren Wohnungsneubau aufzuhalten, wie Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, sagt. Im Gegenzug müssten dafür entsprechend abgesenkte Mieten garantiert werden. "Bundesfinanzminister Christian Lindner macht es sich zu einfach, wenn er lediglich in Aussicht stellt, dass die Länder ja die Grunderwerbssteuer senken könnten und ansonsten keinerlei Unterstützung seitens der Bundesregierung kommen wird, um nicht die Zinspolitik der EZB gegen die Inflation zu konterkarieren", sagt er. Angesichts des dramatischen Einbruchs beim Wohnungsbau sei dies "entschieden zu kurz gesprungen", so Gedaschko. Keiner erwarte allgemeine Zinssenkungen. Notwendig sei hingegen ein neues Versprechen für bezahlbaren Wohnungsneubau in Deutschland.