Der Börsen-TagCharttechnische Widerstände bremsen
Mit einem uneinheitlichen Geschäft am deutschen Aktienmarkt rechnen Händler am Dienstag. Die klaren Vorgaben vom Wochenstart an Wall Street seien ausgeblieben. Klare Aufwärtstrends hätten angesichts der Konsum-Feiertage wie Black Friday nur die Aktien der Onlinehändler gezeigt. Der breite Markt und auch die stark im Fokus stehenden Tech-Werte seien X unauffällig und tendenzlos gewesen.
Zudem gehe nach rund vier Wochen Rally vielen Indizes die Luft aus. Strategen gehen daher an den globalen Aktienmärkten zunächst von einer Konsolidierung in den kommenden Tagen aus. Viele Börsenbarometer wie der DAX bei über 16.000 hätten zudem charttechnische Widerstände angelaufen. Ein Weiterkommen dürfte daher nur mit neuen und entsprechend ausfallenden Fundamentaldaten möglich sein.
Diese habe es am Montag mit den US-Neubauverkäufen gegeben. Wie erhofft seien diese schwach ausgefallen, was eine lockere Zinspolitik der US-Notenbank erwarten lässt. Die 10-jährigen US-Renditen sanken darauf zeitweise unter den Bereich von 4,40 Prozent. Im Fokus stehen nun viele andere Daten, die Rückschlüsse auf die weitere Zinsrichtung geben. Vor allem die Inflationsdaten aus der Eurozone im Wochenverlauf und der PCE-Deflator aus den USA am Donnerstag seien entscheidend. Am Dienstag schaut man aber zunächst auf das Gfk-Konsumklima, das angesichts des Chaos in der deutschen Finanzpolitik weiter extrem negativ bleiben dürfte. Am Vormittag veröffentlicht die EZB ihre Geldmenge M3 und die Kreditvergabe an Unternehmen. Rückgänge wären hier kein gutes Zeichen für die Wirtschaftsaktivität.