Der Börsen-TagChina-Schub dürfte schnell verpuffen
An den ostasiatischen und australischen Börsen setzt sich im späten Geschäft mehrheitlich eine positive Tendenz durch. Nach der Ankündigung von Stützungskäufen durch staatliche Fonds in China setzen Anleger offenbar auf ein Mehr an Unterstützung in der Volksrepublik. Es machen Berichte die Runde, dass sich chinesische Behördenvertreter mit Präsident Xi Jinping getroffen haben sollen, um weitere unterstützende Maßnahmen zu erörtern. Die chinesische Wertpapieraufsicht wolle mehr staatlich unterstützte Fonds ermutigen, am lokalen Markt zu kaufen.
Die strukturellen Probleme des Landes würden so einfach ausgeblendet, heißt es am Markt. An anderer Stelle heißt es kritisch, die Maßnahmen dürften nicht nachhaltig sein. Weil privaten Anlegern die Kaufgründe fehlten, spring der Staat als Käufer ein. "Nach unserer Ansicht läuft der Schub durch die Marktinterventionen innerhalb weniger Tage aus", so die APAC-Strategen bei Saxo Markets.
Während der Shanghai Composite um weitere 0,7 Prozent steigt, liegt der HSI in Hongkong 0,2 Prozent im Minus. Am Devisenmarkt zählt der Renminbi zu den Profiteuren der staatlichen Maßnahmen. Allerdings habe die Notenbank signalisiert, dass man vor den Neujahresfeierlichkeiten den Anstieg des Renminbi begrenzen wolle.
In Tokio gibt der Nikkei 0,4 Prozent auf 36.015 Punkte nach. Der festere Yen belastet die exportlastigen Bereiche. Der südkoreanische Kospi zeigt sich 1 Prozent fester. In Australien hat der S&P/ASX-200 den Handel 0,5 Prozent höher beendet.