Der Börsen-TagChina hält Gazprom über Wasser
Der russische Gasriese Gazprom hat im vergangenen Jahr trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs durch weggefallene Gas-Exporte nach Europa mehr verdient. Der Nettogewinn stieg 2025 um sieben Prozent auf 1,3 Billionen Rubel (17,3 Milliarden US-Dollar), wie das Unternehmen mitteilte. Grund dafür war ein stärkerer Rubel, der sich positiv auf die in Fremdwährungen gehaltenen Schulden auswirkte. Der Umsatz fiel jedoch um 8,8 Prozent auf 9,77 Billionen Rubel. Das um Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereinigte Ergebnis (Ebitda) ging um sechs Prozent auf knapp drei Billionen Rubel zurück.
Gazprom gilt als das russische Unternehmen, das am stärksten von den Folgen des Ukraine-Krieges und den Sanktionen des Westens betroffen ist. Reuters-Berechnungen zufolge brachen die Gasexporte des Konzerns nach Europa im Jahr 2025 um 44 Prozent ein und fielen damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte der 1970er-Jahre. Gleichzeitig stiegen die Gasexporte nach China dem Unternehmen zufolge um fast 25 Prozent. Die Gasverkäufe im russischen Heimatmarkt legten um acht Prozent zu.