Der Börsen-TagChinas Immobilienaktien heben ab
Zur Wochenmitte ist an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Erneut deutlich aufwärts geht es an den chinesischen Handelsplätzen, nachdem die People's Bank of China (PBOC) einen weiteren Zinssatz gesenkt hat: Die einjährige mittelfristige Kreditfazilität wurde auf 2,0 von 2,3 Prozent reduziert. Die PBOC hatte dies am Dienstag bei der Vorstellung einer Reihe anderer Zinssenkungen und Stimuli zur Unterstützung der strauchelnden heimischen Wirtschaft bereits avisiert.
In Shanghai steigt der Composite-Index um weitere 1,7 Prozent. In Hongkong rückt der Hang-Seng-Index um zwei Prozent vor. Gestern hatten beide Indizes in Reaktion auf die Unterstützungsmaßnahmen über vier Prozent gewonnen. Nutznießer der jüngsten Zinssenkung sind erneut Immobilienwerte. Longfor Group verbessern sich um 1,8 und China Vanke um 3,9 Prozent.
Der japanische Aktienmarkt wird derweil vom Yen gebremst, der gegenüber der gleichen Zeit am Vortag etwas aufgewertet hat. Der Nikkei tendiert gut behauptet bei 37.991 Punkten. Die Blicke der Anleger seien auf den Freitag gerichtet, heißt es. Dann wählt die Regierungspartei LDP einen Nachfolger für Partei- und Regierungschef Fumio Kishida. Die drei aussichtsreichsten Kandidaten verfolgten sehr unterschiedliche wirtschafts- und geldpolitische Ziele, merken die Analysten von JP Morgan dazu an.
Behauptet tendiert der australische Aktienmarkt. Die Inflation der Verbraucherpreise in Australien hat sich zwar im August abgeschwächt, und die "getrimmte" mittlere Inflationsrate bewegt sich mit 3,4 Prozent nun innerhalb der Zielspanne der Reserve Bank of Australia (RBA), wie ING feststellt. Für einen geldpolitischen Kurswechsel reiche das aber nicht aus. Dazu müsste nach Ansicht der Analysten die Inflationsrate mehrere Monate in Folge unter 3 Prozent liegen. Gestern hatte die RBA wie weithin erwartet den Leitzins unverändert belassen.