Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Chinas Inflation so hoch wie seit 17 Monaten nicht

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Schweinefleisch verteuerte sich in China um 39,1 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Verbraucherpreise in China sind im Juli um 2,8 Prozent gestiegen. Die Teuerung zeigte damit den höchsten Wert seit 17 Monaten, da vor allem die Lebensmittelpreise die Inflation antrieben, wie Daten der nationalen Statistikbehörde zeigten. Im Juni hatte die Teuerung 2,7 Prozent erreicht. Volkswirte hatten auch für Juli diesen Wert erwartet.
Lebensmittel verteuerten sich im Juli um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schon im Juni hatten sie um 8,3 Prozent zugelegt. Gemüse machte einen Preissprung um 39,1 Prozent, Schweinefleisch um 27 Prozent. Andere Produkte als Lebensmittel wurden um 1,3 Prozent teurer.

Die chinesischen Erzeugerpreise sanken dagegen im Juli zum ersten mal seit drei Jahren und schürten damit Deflations-Sorgen. Der Erzeugerpreis-Index PPI sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozent, teilte das Nationale Statistik-Büro mit. Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage eine Abnahme von 0,1 Prozent erwartet. Diese Entwicklung erhöht nach Ansicht von Beobachtern den Druck auf die Regierung in Peking, mit Anreizen die Konjunktur anzufachen. Durch die im In- und Ausland zurückgehende Nachfrage sind die chinesischen Hersteller zu Preiskürzungen gezwungen, was zu Gewinneinbußen führt. Damit fehlt Geld für Investitionen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Quelle: n-tv.de