Der Börsen-TagChinas aggressive Außenpolitik ist Damoklesschwert über Dax
An den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler mit einem wenig veränderten Handelsbeginn. Dax und EuroStoxx50 dürften ein paar Punkte abbröckeln, hieß es in Frankfurt. Gut eineinhalb Stunden vor Ertönen der Glocke notierte der Dax bei 15.169 Zählern.
Während die abnehmenden Corona-Infektionszahlen die Konjunkturerwartungen stützen, bleiben auch die Spannungen um die aggressive chinesische Außenpolitik ein Damoklesschwert über den Märkten. Am Morgen gaben die Börsen in Shanghai und in Sydney wegen der Spannungen nach. "Deutschland ist stark China-lastig, China der größte Handelspartner", so ein Händler.
Mit einem Auge schauen Börsianer zudem auf die Parlamentswahl in Schottland. Da die Schottische Nationalpartei (SNP) die absolute Mehrheit wohl verfehlen werde, erwarten sie aber keine Kursturbulenzen beim Pfund Sterling. Denn damit wäre ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum unwahrscheinlicher. Parallel dazu berät die Bank von England (BoE) über ihre Geldpolitik. Analysten erwarten eine Drosselung der Wertpapierkäufe.
Vom Umfeld kommen ansonsten aber keine stärkeren Impulse: Die Vorlagen aus Asien sind insgesamt uneinheitlich, der Euro wird weiterhin eng an der Marke von 1,20 US-Dollar gehandelt, und die Renditen bewegen sich ebenfalls nur wenig. Daneben bleiben die Blicke auf die Berichtssaison gerichtet.