Der Börsen-TagChinas riesiger Stahlsektor rückt in den Fokus
Die asiatischen Börsen geben aufgrund der anhaltenden politischen Turbulenzen in Südkorea nach. Sie folgen damit den US-Börsen, denn unter dem Eindruck nachgebender Technologie-Werte und in Erwartung der US-Arbeitsmarkt-Daten schlossen diese am Donnerstag im Minus. Die japanische Börse tendiert schwächer. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 39.097,26 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 2.728,43 Zählern. In Japan lassen offenbar auch die neuesten Zahlen für Verbraucherausgaben die Stimmung der Anleger sinken. Wie das japanische Innenministerium mitteilt, sanken die Ausgaben der Verbraucher im Oktober zwar langsamer als erwartet, jedoch blieben die allgemeinen Konsumtrends nach wie vor schwach und stellen weiterhin eine Herausforderung für die Politik dar. Die Händler machen sich Gedanken über die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung der Bank of Japan am 18. und 19. Dezember, nachdem am Mittwoch veröffentlichte Medienberichte darauf hindeuteten, dass die BOJ in diesem Monat eine Pause einlegen könnte, was die Markterwartungen verwirrte.
Der Shanghai Composite gewinnt 1,2 Prozent auf 3.410,36 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 1,6 Prozent auf 3.983,10 Punkte. China hat die Öffentlichkeit um Rückmeldungen zu den neuen Leitlinien zur Messung von Emissionen im Stahlsektor gebeten. Dies teilt das Umweltministerium mit. Das Land hatte bereits im September den Entwurf eines Plans zur Ausweitung seines Emissionshandelssystems auf den Stahl-, Zement- und Aluminiumsektor bis Ende dieses Jahres veröffentlicht und damit Hunderte von Unternehmen unter Druck gesetzt, ihre Überwachungskapazitäten aufzustocken. Der riesige chinesische Stahlsektor ist für etwa 17 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Landes verantwortlich. Chinas Stahlhersteller erzeugen durchschnittlich 2,3 Tonnen Kohlendioxid pro Tonne produzierten Stahls, was über dem weltweiten Durchschnitt von 1,4 Tonnen liegt, so der Think Tank Asia Research & Engagement.