Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagChinesische Immobilienwerte unter Druck

02.09.2024, 08:41 Uhr

Überwiegend mit Verlusten starten die Börsen in Ostasien und Australien in die neue Woche. Positive Vorgaben der Wall Street, wo heute wegen eines Feiertags nicht gehandelt wird, stützen nicht. Grund für die eher gedämpfte Stimmung sind nach Angaben aus dem Handel chinesische Konjunkturdaten, die durchwachsen ausgefallen sind.

Der am Wochenende veröffentlichte offizielle Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie ist im August den vierten Monat in Folge gesunken, wenn auch nur leicht. Er hat sich damit noch etwas weiter nach unten von der Expansionsschwelle bei 50 Punkten entfernt. Der Index des Dienstleistungssektor verbesserte sich dagegen minimal auf 50,2. Der am Montag veröffentlichte Caixin-Einkaufsmanagerindex, der die Entwicklung bei kleineren Unternehmen abbildet, stieß auf 50,4 von 49,8 vor, verbesserte sich also in den Wachstumsbereich. Anleger halten sich aber auch in Erwartung wichtiger Konjunkturdaten im Wochenverlauf zurück. Den Höhepunkt stellt dabei der US-Arbeitsmarktbericht für August am Freitag dar.

In Sydney sinkt der S&P/ASX-200 um 0,1 Prozent. In Shanghai sinkt der Composite-Index um 0,6 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong gibt um 1,8 Prozent nach, hatte aber am Freitag kräftig zugelegt. Verkauft werden an den chinesischen Börsen Aktien von Immobilienunternehmen, nachdem China Vanke für das erste Halbjahr einen Nettoverlust ausgewiesen hat. Die Aktie verbilligt sich um 4,6 Prozent. Ebenfalls in Hongkong stürzen New World Development nach einer Gewinnwarnung um 13,4 Prozent ab, Longfor verlieren 3,8 Prozent. Poly Real Estate geben in Schanghai um 2,8 Prozent nach.

An der Tokioter Börse hat der Nikkei anfängliche Gewinne von gut 1 Prozent abgegeben und liegt nun 0,1 Prozent im Minus bei 38.593 Punkten. Marktteilnehmer vermuten Gewinnmitnahmen, nachdem der Index im frühen Handel erstmals seit einem Monat die Marke von 39.000 Punkten überwunden hatte.