Der Börsen-TagDAX hastet von Rekord zu Rekord

Die europäischen Börsen dürften zum Auftakt auf der Stelle treten. Der DAX wird 0,2 Prozent höher erwartet und mit 17.585 Punkten indiziert - das wäre erneut ein Rekordhoch. Der Euro-Stoxx-50 wird mit 4886 Zählern fast unverändert gesehen. Die Vorgaben aus den USA und Asien sind gemischt, hier hätten sich die Anleger auf Einzelunternehmen konzentriert, heißt es im Handel.
Bei den übergeordneten Themen rücken die Zinserwartungen wieder in den Vordergrund, denn am Donnerstag steht der PCE-Deflator auf dem Kalender. Er gilt als einer der wichtigsten Inflationsindikatoren, auf den auch die US-Notenbank achtet. Sollte er höher ausfallen als erwartet, passend zu zuletzt vielfach stärkeren US-Wirtschaftsdaten, könnten die Zinssenkungshoffnungen zeitlich noch weiter nach hinten rücken.
Konjunkturseitig steht am Nachmittag die Revision des US-BIP im vierten Quartal auf dem Kalender. Eine etwaige Aufwärtsrevision könnte die Zinssenkungserwartungen noch weiter nach hinten verschieben.
Bei den Branchen stehen die Autohersteller mit dem Ausstieg von Apple aus der Entwicklung von E-Autos besonders im Blick. Dies könne positiv als Wegfall eines Konkurrenten oder negativ als geringe Erwartung an das Marktpotenzial gesehen werden, heißt es im Handel.
Vorbörslich um 3,7 Prozent nach unten geht es für Lanxess. Das Chemieunternehmen hat am Vorabend eine Wertminderung von 413 Millionen Euro auf den Firmenwert mitgeteilt. Auf das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen soll sie keine Auswirkung haben, dieses erwarte man im Rahmen der Markterwartung. "Das ist negativ, aber der Markt dürfte nach den schwachen Zahlen von IFF vorgewarnt gewesen sein", meint ein Händler mit Blick auf den US-Aromenhersteller. Sollte die Kursreaktion deutlich negativ ausfallen, könnten davon auch die Aromenhersteller Symrise und Givaudan tangiert werden.