Der Börsen-TagDAX landet als Ping-Pong-Ball im roten Bereich
Teils deutliche Kursgewinne an den asiatischen Börsen haben den deutschen Aktienmarkt zunächst gestützt. Doch am Nachmittag schmolzen die Gewinne immer mehr. Es fehlten auch die Impulse aus den USA, weil die Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen blieb.
Der DAX ging mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 15.825 Punkte aus dem Handel. Sein Tageshoch lag bei immerhin 15.959 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte ebenfalls 0,1 Prozent tiefer bei 4276 Stellen.
Spekulationen auf ein Ende der Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten nach eher durchwachsenen Arbeitsmarktdaten hätten die Märkte in Asien nach oben geschoben, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets. Zudem sende der angespannte chinesische Immobiliensektor leichte Entspannungssignale. Der Projektentwickler Country Garden hat Medienberichten zufolge einen Zahlungsaufschub durch die Gläubiger erhalten. Trotz der Kursgewinne zu Wochenbeginn bewege sich der DAX weiter in seiner bewährten "Ping-Pong-Zone" zwischen 15.750 und 16.000 Punkten, fuhr Molnar fort.
Der Beginn der Automobilmesse (IAA) in München lenkte den Blick auf die Autowerte. Die VW-Vorzugsaktien notierten kaum verändert, BMW gewannen 0,3 Prozent. Mercedes-Benz verteuerten sich um 1,0 Prozent. Auf der IAA zeigt BMW zum ersten Mal ein seriennahes Auto seiner vollelektrischen "Neuen Klasse", die 2025 auf den Markt kommt. Ein Händler wertete dies als potenziell positiv für die Stimmung.
Siemens stiegen nach einem positiven Analystenkommentar um 0,5 Prozent. Der Experte Nicholas Green von Bernstein Research rät, im aktuellen Umfeld auf Unternehmen zu setzen, die in den Bereichen Elektrotechnik sowie Automatisierung und Software aktiv sind. Hier sei Siemens am breitesten aufgestellt.
Im SDAX sackten Borussia Dortmund um 6,0 Prozent ab. Der BVB hatte am Freitag gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim einen bereits sicher geglaubten Sieg aus den Händen gegeben und war damit auf Platz neun der Tabelle der Fußball-Bundesliga abgerutscht.