Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDAX stoppt erst einmal den Abwärtstrend

27.06.2023, 17:36 Uhr

Die Frankfurter Börse hat einmal mehr einen zähen Handelstag hinter sich. Die Anleger agierten weiterhin vorsichtig und verwiesen auf die Gefahr, dass die Notenbanken bei der Straffung der Geldpolitik überziehen könnten. "Damit könnte die Konjunktur ein zweites 'Rezessionsbein' ausbilden", befürchtete ein Börsianer.

Im Fokus standen die Aussagen vom Notenbankertreffen im portugiesischen Sintra. In den USA wurden wichtige Konjunkturindikatoren veröffentlicht, so das Verbrauchervertrauen und vor allem die Neubauverkäufe. Positiv aufgenommen wurden die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, sie deuten eher auf eine weiche als auf eine harte Landung der US-Wirtschaft hin.

Der DAX ging nach sechs Tagen mit Verlusten mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent auf 15.847 Punkte aus dem Handel. Sein Tageshoch vom Vormittag lag bei 15.896 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte 0,6 Prozent höher bei 4305 Stellen.

Bei den Einzelwerten gewannen im DAX Siemens Energy 2,3 Prozent. Die Analysten von Goldman Sachs bezeichneten die Marktreaktion auf die jüngsten Probleme als "übertrieben" und hievten damit die Aktie ins Plus. Die Experten empfehlen die Papiere zum "Kauf". Die Aktie war seit Freitag um mehr als 30 Prozent abgestürzt.

Gedämpfte Geschäftsaussichten in den USA belasteten dagegen den Dialysekonzern Fresenius Medical Care. Die im MDAX notierten FMC-Aktien fielen um 5,5 Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass in Übersee die Erhöhung der Erstattungssätze für Dialysedienstleistungen durch die staatliche Krankenversicherung Medicare für Senioren wohl geringer als erwartet ausfällt.

Eine Drosselung der Produktion von E-Autos im Emdener Werk ließ die VW Vorzüge um 1,7 Prozent sinken. Ein Konzernsprecher sagte, dass der DAX-Konzern "sein Geschäft aktiv steuert" und sich dabei auf die Rentabilität und nicht auf das Volumen konzentriert.

Quelle: ntv.de