Der Börsen-TagDAX vor Befreiungsschlag?
Mit 15.400 Zählern hat der DAX den Handel zur Wochenmitte beendet. Ganze zwei Punkte arbeitete er sich damit nach oben. Die Zurückhaltung vor den erst nach Börsenschluss veröffentlichten Protokollen der ersten Zinssitzung des Jahres der US-Notenbank Federal Reserve hielt die Anleger zurück. Nun scheint der bann aber gebrochen, denn der deutsche Börsenleitindex wird aktuell mit Kursen um 15.490 Zähler deutlich fester taxiert. Die Wall Street hatte leichte Gewinne verbucht.
Deutsche TelekomHeute geht es vor allem bei den Unternehmenszahlen noch einmal heiß her: So liefert etwa Munich Re das Jahresergebnis. Zudem präsentieren mit der Deutschen Telekom und Heidelbergcement zwei weitere DAX-Unternehmen Geschäftszahlen. Bei den Nebenwerten veröffentlichen etwa Dürr, Krones, Gerresheimer, Hensoldt, Vitesco und Auto1 ihre Ergebnisse. International stehen Zahlen von Eni, Axa, Essilor-Luxottica und Telefonica auf der Agenda.
Gleichzeitig könnten Kursimpulse aber auch von der Konjunkturseite kommen: Das Europäische Statistikamt Eurostat veröffentlicht die endgültigen Verbraucherpreisdaten für Januar. Laut den vorläufigen Daten ergab sich in der Euro-Zone eine Teuerungsrate von 8,5 Prozent nach 9,2 Prozent im Dezember. Das Preisstabilitätsziel der EZB von 2,0 Prozent ist trotz des Rückgangs noch immer sehr weit entfernt. Die EZB wird daher voraussichtlich noch auf Zinserhöhungskurs bleiben, um der Inflation Paroli zu bieten.
Am Nachmittag veröffentlicht das US-Handelsministerium eine zweite Schätzung zur US-Wirtschaftsleistung im vierten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte der bisherigen Schätzzahl zufolge von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,9 Prozent zu. Angesichts der noch immer hohen Inflation im Land und der schwächelnden Industrie sind die Konjunkturaussichten jedoch nicht mehr so rosig.