Der Börsen-TagDIW-Chef Fratzscher plädiert für Lockdown-Verlängerung
Eine Verlängerung des harten Lockdown ist aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und dessen Präsidenten Marcel Fratzscher "unvermeidbar und richtig, auch aus wirtschaftspolitischer Perspektive". "Für die Wirtschaft gilt, was für die Gesundheit richtig ist: Oberste Priorität muss eine möglichst schnelle Kontrolle und Eindämmung der zweiten Infektionswelle haben", so Fratzscher. "Die Restriktionen sind für die betroffenen Branchen natürlich schmerzhaft und mit hohen Kosten verbunden. Ohne Lockdown-Verlängerung wären die wirtschaftlichen Kosten einer lang anhaltenden zweiten Infektionswelle jedoch deutlich höher", sagt er. "Ich befürchte, deutliche Restriktionen werden auch weit über Ende Januar hinaus notwendig sein. Aus wirtschaftlicher Perspektive sollte die Öffnung von Schulen und Kitas bei Lockerungen oberste Priorität haben, denn die wirtschaftlichen Kosten sind durch die verlorene Arbeitszeit enorm und belasten vor allem junge Familien und Mütter."