Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDIW: Wirtschaft startet erst ab kommendem Jahr richtig durch

16.09.2021, 10:40 Uhr
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(Foto: dpa)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in diesem Jahr auf 2,1 Prozent von 3,2 Prozent gesenkt. Lieferengpässe und Materialknappheit belasteten die deutsche Industrie. Die Weltwirtschaft brumme, "doch der Konjunkturmotor in Deutschland stottert", erklärte das Berliner Institut. "Weltweite Engpässe bei Vorleistungsgütern lassen die heimische Industrie - trotz starker Nachfrage aus dem In- und Ausland - nicht in Gang kommen." Für 2022 erwartet das DIW dann aber ein Wachstum von 4,9 Prozent. Für 2023 wird ein BIP-Plus von 1,5 Prozent veranschlagt.

Auch der Export habe derzeit an Schwung verloren und stagniere vorerst. Bei den Dienstleistungsunternehmen, die im Sommer von einer beruhigten Infektionslage profitiert hätten, sei aufgrund steigender Inzidenzzahlen im Winter zwar mit erneuten Dämpfern zu rechnen. Die Ökonomen unterstellen aber, dass es nicht zu so starken Einschränkungsmaßnahmen wie im vergangenen Winter kommen werde, da die Impfstrategie Wirkung zeige.