Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDanske Bank: USA ermitteln in Geldwäsche-Affäre

04.10.2018, 14:15 Uhr
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Der Sonderausschuss des EU-Parlaments zur Finanzkriminalität will ebenfalls Klarheit im Geldwäsche-Skandal der Danske Bank. Im November soll ein Whistleblower aussagen. (Foto: REUTERS)

Der Geldwäsche-Fall bei der Danske Bank hat nun auch die US-Behörden auf den Plan gerufen. Die größte dänische Bank habe Auskunftsersuchen wegen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens des US-Justizministeriums erhalten, bestätigt das Institut.

Investoren befürchten hohe Strafen. An der Börse fallen die Aktien der Danske Bank zuletzt um drei Prozent auf 160 Dänische Kronen - den niedrigsten Stand seit Januar 2015. "Wir denken, dass ein Strafe von sechs Milliarden Dollar bereits im Aktienkurs eingepreist ist", schrieb Jefferies-Analyst Kapilan Pillai.

Wegen der milliardenschweren Geldwäsche-Affäre ermitteln verschiedene Behörden bereits seit einiger Zeit in Dänemark, Estland und Großbritannien. Eine interne Untersuchung der Danske Bank hatte ergeben, dass der größte Teil des zwischen 2007 und 2015 über die Niederlassung in Estland geflossenen Summe von 200 Milliarden Euro verdächtig gewesen sei. Auf einer Liste tauchten dabei vor allem britische und russische Firmen auf.

Die Angst vor einer Ausweitung des Geldwäsche-Skandals drückt auch die Aktien großer skandinavischer Banken. Laut der schwedischen Swedbank und der größten skandinavischen Bank Nordea gibt es bei ihnen jedoch noch keine laufenden Untersuchungen der Behörden wegen Geldwäsche im Baltikum.