Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDas Dax-Ziel ist gesteckt

20.05.2025, 06:01 Uhr

Der Dax hat die 24.000er-Marke fest im Visier. Nach Startschwierigkeiten klopfte der deutsche Börsenleitindex bereits gestern an, schloss 0,7 Prozent höher bei einem Stand von 23.935 Punkten. Die Abstufung der US-Bonität durch die Ratingagentur Moody’s war dabei zwar ein Thema am Markt, verunsicherte die Anleger indes aber nicht.

Und heute? Die Terminlage gibt einiges her. So berät etwa die Notenbank Chinas über den geldpolitischen Schlüsselsatz, der im Fachjargon als Loan Prime Rate - kurz LPR - bekannt ist. Er dient zur Festlegung der Verbraucherkredit- und Hypothekenzinsen. Er basiert auf Vorschlägen, die 18 Geschäftsbanken bei der Notenbank einreichen. Diese hatte jüngst einen anderen Schlüsselzins gesenkt - und zwar die sogenannte Sieben-Tage-Reverse-Repo-Rate. Dies wohl auch, um negative Auswirkungen der neuen US-Zölle auf die chinesische Wirtschaft abzufedern.

Gleichzeitig debütiert bei der weltweit größten Aktienemission des Jahres der chinesische Batterie-Hersteller CATL an der Börse Hongkong. Im Rahmen dieser Zweitnotiz sammelt CATL bis zu 5,3 Milliarden Dollar ein. Die Papiere wurden zu je 263 Hongkong-Dollar zugeteilt. Mit den Einnahmen will das Unternehmen den Bau eines Werks in Ungarn finanzieren, das europäische Fahrzeug-Hersteller mit Elektroauto-Batterien beliefern soll.

Hierzulande blicken Anleger auf die Erzeugerpreise. Sie dürften im April weiter gesunken sein. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass sie zum Vormonat um 0,3 Prozent zurückgegangen sind. Bereits im März waren sie im Zuge sinkender Energiekosten auf dem Rückmarsch. In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie sind damit frühe Signalgeber für die Entwicklung der Verbraucherpreise.

Zudem äußert sich der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal und den Erwartungen für 2025. Bisher geht die Branche davon aus, dass es im laufenden Jahr keine Besserung der Lage gibt. Die Chemiefirmen kämpfen mit leeren Auftragsbüchern wegen der mauen Konjunktur und den Folgen der unberechenbaren US-Zollpolitik. Deshalb rechnet der VCI bisher mit einer stagnierenden Produktion und einem Umsatzminus von einem Prozent im Jahr 2025. Die Frage ist, ob der Verband seine Prognose nach den Zahlen für das erste Quartal aufrechterhält. Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de