Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDas erste Highlight steht an – und wohl ein erster Dämpfer

09.01.2026, 06:00 Uhr

Der Dax kennt im bisherigen Jahresverlauf nur eine Richtung: nach oben. Nachdem der deutsche Börsenleitindex zur Wochenmitte erstmals die 25.000er-Marke übersprungen und über 25.100 Punkten geschlossen hatte, zog er gestern auf den neuen Rekordstand von 25.218 Zählern. Danach setzten aber Gewinnmitnahmen ein, aus dem Geschäft verabschiedete der Dax sich dann nur minimal fester mit 25.127 Stellen.

Ist das ein erster Dämpfer oder bereits ein Anzeichen für eine anstehende Konsolidierung? Immerhin hatte der Dax 2025 schon starke 23 Prozent zugelegt. Die Marktexperten von Fuchs Kapital sagen dazu: So gut gelaunt und geradlinig nach oben werde es im ersten Quartal nicht weitergehen. Auch wenn das Gesamtumfeld gut bleibe und die Börsen eine gute Perspektive für 2026 hätten, sollten Anleger im ersten Quartal Vorsicht walten lassen.

Zum heutigen Abschluss der ersten vollständigen Börsenwoche des Jahres steht vor allem ein US-Konjunkturhighlight am Nachmittag auf der Agenda. Davor liegt das Augenmerk aber zunächst auf der deutschen Wirtschaft, denn nach jüngsten Hoffnungszeichen für die Industrie zeigen weitere Konjunkturdaten, wie es um die Branche bestellt ist. Für die Daten zur Industrieproduktion im November erwarten Ökonomen ein Minus von 0,4 Prozent zum Vormonat, nachdem es im Oktober einen Zuwachs von 1,8 Prozent gegeben hatte. Die Branche hatte zuletzt überdies mit einem kräftigen Auftragsplus überrascht. Der deutsche Export dürfte jedoch weiter vor sich hindümpeln. Für November rechnen Experten mit einer Stagnation, nach einem kleinen Plus im Oktober.

Noch vor Eröffnung der Wall Street legt die US-Regierung die an den Finanzmärkten stark beachteten monatlichen Arbeitsmarktzahlen vor. Experten rechnen für Dezember mit 60.000 neuen Jobs außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Stellenplus von 64.000 im November. Damit dürfte der Arbeitsmarkt zwar an Schwung verlieren. Doch für die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote erwarten Ökonomen einen Rückgang auf 4,5 von 4,6 Prozent im Vormonat. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt gelten als wichtige Orientierungshilfe für die US-Notenbank, die Ende des Monats wieder über den Leitzins entscheidet.

Quelle: ntv.de