Der Börsen-Tag"Das goldene Zeitalter beginnt jetzt"
Der DAX hat den ersten Meilenstein im noch jungen Börsenjahr bereits erreicht: Zum Wochenstart kletterte der deutsche Börsenleitindex erstmals zeitweise über die 21.000er Marke. Aus dem Montagsgeschäft verabschiedete er sich mit einem Stand von 20.990 Punkten 0,4 Prozent fester. Das große Thema auf dem Parkett war die Inauguration Donald Trumps als 47. US-Präsident, die nach Börsenschluss hierzulande stattfand - mit zum Teil markigen Worten und Ansagen: "Das goldene Zeitalter beginnt jetzt", sagte Trump. "Amerikas Abstieg ist jetzt vorbei."
Auch deshalb haben für den heutigen Tag führendeWirtschaftsverbände zu Pressekonferenzen eingeladen. Dabei dürfte es um den Geschäftsausblick für dieses Jahr gehen, damit aber automatisch auch um drohende Sonderzölle, die der neue US-Präsident plant. Diese könnten die Automobilbranche stark treffen, wie die Präsidentin des Branchenverbands VDA, Hildegard Müller, berichten dürfte. Für die Großhändler und Exporteure wird BGA-Präsident Dirk Jandura eine Prognose wagen. Beide Verbände werden auch ihre Erwartungen an die nächste deutsche Regierung umreißen.
Daneben stehen auch die Konjunkturerwartungen der Börsianer für die deutsche Wirtschaft im Blick. Sie dürften sich im Januar etwas eingetrübt haben. Ökonomen rechnen mit einem leichten Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate um 0,4 auf 15,3 Punkte. Die aktuelle Lage dürfte genauso negativ bewertet werden wie Ende 2024.
Unternehmensseitig liefert Netflix nach US-Börsenschluss Quartalszahlen. Dabei richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die Werbeeinnahmen rund um die jüngsten Sport-Liveübertragungen. Diese sind für Netflix ein zukunftsträchtiges Feld, um die Nutzer der werbefinanzierten Abonnements möglichst lange am Bildschirm zu halten. In den vergangenen Monaten hatte der US-Konzern erstmals ausgewählte Begegnungen der US-Footballliga NFL sowie den Boxkampf zwischen dem früheren Weltmeister Mike Tyson und dem YouTube-Star Jake Paul übertragen. Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Konzernumsatz von 521,8 Millionen Dollar.
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