Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDas sind die magischen Dax-Zahlen

14.01.2026, 06:00 Uhr

Der Dax bastelt weiter an seiner Gewinnserie: Am achten Handelstag in diesem Börsenjahr brachte der deutsche Börsenleitindex das achte Plus ins Ziel, wenn es auch mit 0,1 Prozent auf 25.421 Punkten gering ausfiel. Dennoch war es der bislang höchste Schlusskurs der Dax-Geschichte. Im Verlauf des Dienstagshandels hatte er zudem mit 25.508 Zählern ein weiteres Allzeithoch markiert – das schon sechste im Börsenjahr 2026. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass US-Investoren vermehrt den Weg in europäische und vor allem deutsche Anlagen suchten.

Heute liegt der Fokus aber auf den USA, denn dort hat der Oberste Gerichtshof die Veröffentlichung von Urteilen angekündigt und wird womöglich auch über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle entscheiden. Die Entscheidung gilt als wichtiger Test für die Befugnisse des US-Präsidenten und wird Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Zuvor hatten Gerichte in unteren Instanzen geurteilt, dass Trump mit den Zöllen seine Kompetenzen als Präsident überschritten habe. Die US-Regierung legte daraufhin Berufung ein, weshalb der Fall nun vom Supreme Court entschieden werden muss. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.

Zuvor richtet sich das Augenmerk aber erst einmal auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, denn der Exportmotor Chinas dürfte vor der Jahreswende etwas an Fahrt verloren haben. Experten erwarten, dass die Ausfuhren im Dezember um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt haben. Im November war noch ein Zuwachs von 5,9 Prozent erzielt worden. Auch die Importe in die Volksrepublik dürften laut Ökonomen im Dezember nicht mehr so stark zugelegt haben wie noch im November: Sie rechnen mit einem Plus von 0,9 Prozent, nach 1,9 Prozent im November.

Unternehmensseitig legen mit der Bank of America, Wells Fargo und Citigroup weitere US-Kreditinstitute ihre Zahlen für das abgelaufene Jahr vor. Vor allem das Investmentbanking-Geschäft dürfte im vierten Quartal gut gelaufen sein, weil die Zahl der Übernahmen, Börsengänge und anderer Kapitalmaßnahmen zunahm. Analysten erwarteten für die drei Banken Gewinnsprünge von 17 bis 32 Prozent in den letzten drei Monaten 2025. Einem Insider zufolge will die Citigroup jedoch noch in dieser Woche den Abbau von rund 1000 Stellen ankündigen, als Teil ihres vor zwei Jahren gestarteten Programms zum Abbau von Arbeitsplätzen.

Quelle: ntv.de