Der Börsen-TagDas wird alles andere als ein ruhiger DAX-Freitag
Langeweile wird zum Wochenschluss am deutschen Aktienmarkt kein Thema sein. Der DAX, der im Donnerstagsgeschäft noch leichte Gewinne von 0,2 Prozent auf 15.534 Punkte verbucht hatte, wird aktuell mit Kursen um 15.485 Zähler wieder tiefer taxiert. Negative Vorgaben von Seiten der Wall Street belasten. Es steht aber im Tagesverlauf einiges an.
So wartet etwa die Berichtssaison mit Geschäftsergebnissen der DAX-Unternehmen Mercedes-Benz, Allianz und Sartorius auf. Aus dem Ausland gibt es Zahlen von EdF, Swiss Re, Air France-KLM, H&M und Safran. Ihre Bücher öffnen auch Douglas und Uniper. Autotitel könnten dabei nicht nur wegen der Mercedes-Daten im Fokus stehen: Der Branchenverband ACEA gibt frische Neuzulassungszahlen heraus.
Konjunkturseitig werden am Morgen bereits die deutschen Erzeugerpreise sowie Auftragsbestand und -reichweite im verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht. Das Statistische Bundesamt legt die Erzeugerpreisdaten bereits am Morgen vor: Die von den Produzenten erhobenen Preise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der Lebenshaltungskosten. Erhöhen oder senken die Erzeuger ihre Preise, macht sich das in der Regel auch mit einiger Verzögerung in den Verbraucherpreisen bemerkbar. Die Inflationsrate ist zu Jahresbeginn nicht so stark gestiegen wie befürchtet, bleibt aber mit 8,7 Prozent auf hohem Niveau.
Zum 27. Februar verabschiedet sich der Industriegase-Riese Linde von der Frankfurter Börse. Das amerikanisch-deutsche Unternehmen will künftig nur noch in New York gelistet sein - ein großer Verlust für den Finanzplatz Frankfurt. Am späten Abend will die Deutsche Börse entscheiden, wer den bisher schwersten Wert in ihrem Leitindex Dax ersetzt. Die Rückkehr der Commerzbank gilt inzwischen als sicher, nachdem sie gerade noch rechtzeitig schwarze Zahlen für das vergangene Jahr gemeldet hat - das ist die Voraussetzung für einen Einzug in den Dax. Vom Börsenwert her hätte sich die Bank schon früher qualifiziert, und auch Ende Januar lag sie vor dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Neues Dax-Schwergewicht ist der Softwarekonzern SAP.
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