Der Börsen-Tag Das wird heute wichtig für den Dax
Am deutschen Aktienmarkt ist das Fundament für eine Fortsetzung der Kursrally gelegt. Dank günstiger Wirtschaftsperspektiven könnten die Indizes der Dax-Familie in der neuen Woche durchaus Rekordhöhen erklimmen. Rückschläge in der Bekämpfung des Coronavirus aber könnten den Optimisten einen Strich durch die Rechnung machen.
Am Freitag haben Anleger keine großen Sprünge gewagt. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent höher bei 15.234 Punkten. Dank des weiterhin positives Aktienumfeldes schaffte das Börsenbarometer damit in der verkürzten Handelswoche nach Ostern ein Plus von immerhin 0,8 Prozent. Am Dienstag war der Dax erstmals über die Marke von 15.300 Punkten geklettert. Seither lassen es die Investoren ruhiger angehen.
Bislang hätten "positive Wirtschaftsdaten, der schnelle Fortschritt der Corona-Impfungen in den USA und die weltweite extrem expansive Geldpolitik den Dax auf neue Höchststände steigen lassen", schreibt Aktienstratege Markus Wallner von der Commerzbank. So habe sich natürlich die Bewertung vieler Dax-Unternehmen spürbar erhöht. Eine breit angelegte Übertreibung aber sei weiter nicht zu erkennen.
Große Gefahren für den deutschen Aktienmarkt sehen viele Experten erst einmal nicht. Erst langfristig könnten sich steigende Zinsen negativ auf die Aktienkurse auswirken, da festverzinsliche Wertpapiere dann wieder attraktiver würden und in Konkurrenz zu Aktien träten, urteilt Analyst Christian Kahler von der DZ Bank.
Zunächst aber sind es die guten Gewinnaussichten, die Kahler zufolge an der Börse zählen. Und die seien für die Jahre 2021 und 2022, in denen die Weltwirtschaft das stärkste Wachstum seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verzeichnen soll, hervorragend.
Im Terminkalender stehen heute nur zwei nennenswerte Ereignisse. Die Hannover Messe beginnt - dieses Jahr rein digital. Die großen Industrieverbände wollen zum Auftakt über wirtschaftliche Aussichten, technologische Trends und politische Forderungen ihrer jeweiligen Branchen informieren.
Außerdem wird der Einzelhandelsumsatz Februar in der Eurozone veröffentlicht. Erwartet wird, dass er im Vergleich zum Januar um 1 Prozent zugelegt hat.