Der Börsen-TagDax driftet in schwieriges Fahrwasser ab
Den Anlegern am deutschen Aktienmarkt könnte eine unruhige Handelswoche bevorstehen. Schon in den vergangenen Tagen musste der Dax nach seinem fulminanten Jahresstart Federn lassen - Zoll- und Zinsängste stoppten den Sprung auf die 23.000er-Marke. Am Freitag hatte sich das deutsche Börsenleitbarometer mit 22.288 Zählern und einem Wochenminus ins Wochenende verabschiedet.
Vor allem die wohl schwierige Suche nach einer schlagkräftigen neuen Regierung könnte die Kauflaune am deutschen Aktienmarkt dämpfen. Anleger erhoffen sich von einem Regierungswechsel eine Reform der Schuldenbremse, damit Wirtschaft und Finanzmärkte durch Investitionen wieder in Schwung kommen.
Abseits der Bundestagswahl haben eine Reihe anderer Themen das Potenzial, die seit Monaten laufende Dax-Rally vorerst zum Erliegen zu bringen. Dazu zählen insbesondere die ungewisse Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, der weitere Zinskurs der großen Notenbanken wie auch die Folgen für die transatlantischen Beziehungen, wenn Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Friedensvertrag im Ukraine-Krieg aushandeln sollte. CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl prognostizierte, die Anleger könnten nun in eine Phase übergehen, "in der nicht mehr ausschließlich auf optimistische Nachrichten gesetzt wird, sondern vermehrt kritische Fragen aufkommen". Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.