Der Börsen-TagDax gerät durch kalten US-Börsenwind kräftig ins Stolpern
Lange Zeit sah es an der Frankfurter Börse nach einem ruhigen Handel aus. Der Dax bewegte sich stundenlang auf dem Niveau des Vortages. Doch am Nachmittag bauten die deutschen Aktienindizes ihre Verluste deutlich aus, mit dem Dax ging es wieder klar unter die 24.000-Punkte-Marke. Marktteilnehmer verwiesen auf die nachgebenden Kurse an der Wall Street. Dort hatten Warnungen von Managern vor einer Marktkorrektur in den vergangenen Tagen einen Ausverkauf von KI-bezogenen Aktien befeuert.
Der Dax verlor kräftig und ging mit einem dicken Abschlag von 1,3 Prozent auf 23.734 Punkte aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 5611 Stellen. Der Euro lag am Abend fester bei 1,1539 US-Dollar.
"Der Dax scheiterte auch in einem weiteren Versuch an der 24.000er Marke, trotz hoffnungsvoller Quartalszahlen", meinte ntv-Börsenreporter Frank Meyer. "Es war dann doch der kalte US-Börsenwind nach Eröffnung der Wall Street, der den deutschen Leitindex tiefer ins Minus drückte. Man darf nicht vergessen, auf welchen luftigen Niveaus die Börsen gerade stehen."
Die Anleger versuchten zugleich, die Geschäftsberichte mehrerer wichtiger Unternehmen zu deuten. In Frankfurt griffen sie unter anderem bei Zalando und der DHL Group zu, was die Aktien um 6,6 beziehungsweise 8,6 Prozent ins Plus hievte. Um 5,0 beziehungsweise 2,0 Prozent nach unten ging es hingegen für Heidelberg Materials und die Commerzbank.