Der Börsen-TagDax hat mit Nahost, Fed und Bau-Turbo zu tun
Die Furcht vor einer Ausweitung des Konflikts zwischen dem Iran und Israel hat die Anleger an den europäischen Aktienmärkten am Dienstag vorsichtig agieren lassen. Der Dax rutschte nach den Gewinnen zu Wochenbeginn wieder deutlich ab. Für Nervosität sorgte auch, dass US-Präsident Donald Trump die Bevölkerung in Teheran auf seiner Plattform Truth Social aufgefordert hat, die Stadt zu verlassen. Zudem verließ er den G7-Gipfel in Kanada vorzeitig. Dies habe aber nichts mit der Arbeit an einem Waffenstillstand zu tun, stellte er später klar.
Heute geht der Blick in die USA. Trotz anhaltender Kritik aus dem Weißen Haus dürfte die Federal Reserve eine Zinssenkung auf die lange Bank schieben. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell werden den geldpolitischen Schlüsselsatz voraussichtlich in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent halten. In diesem Bereich liegt er bereits seit Dezember 2024 - sehr zum Ärger von US-Präsident Donald Trump, der auf eine kräftige Senkung dringt. Trotz höherer Importzölle zog die Inflation zuletzt nur wenig an. Volkswirte geben jedoch noch keine Entwarnung, weil der von Trump ausgelöste Zollschock womöglich erst später auf die US-Verbraucherpreise durchschlagen wird. Die Zinsentscheidung der Fed wird um 20.00 Uhr MESZ bekannt gegeben.
Wichtig für die deutsche Wirtschaft: In Berlin tagt das Kabinett unter Leitung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der SPD-Chef ist gleichzeitig auch Vizekanzler. Dabei soll der sogenannte Bau-Turbo beschlossen werden. Dahinter verbergen sich Änderungen im Baugesetzbuch. So sollen Kommunen die Möglichkeit erhalten, Genehmigungsverfahren zu straffen, indem sie von Bebauungsplänen abweichen können. Ziel ist es, dass schneller gebaut, nachverdichtet oder aufgestockt werden kann. Klingbeil und Bauministerin Verena Hubertz wollen die Pläne am Vormittag gemeinsam der Presse vorstellen.
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