Der Börsen-TagDax kommt erst spät in Schwung und schließt über 24.000
Die Euphorie nach dem Durchbruch im US-Haushaltsstreit hat sich an den europäischen Aktienmärkten wieder abgekühlt. An der Frankfurter Börse kam der Dax erst am Nachmittag etwas in Schwung. Das sich abzeichnende Ende der längsten Haushaltssperre in der US-Geschichte war bereits am Montag eingepreist worden.
Der US-Senat hatte am Montag für einen Kompromiss gestimmt, der die Finanzierung der Bundesbehörden bis zum 30. Januar sichert. "Für die Börsen bedeutet die Einigung auf den Übergangshaushalt, dass sie in den kommenden Wochen mit der Nachveröffentlichung der ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten rechnen können", kommentierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Für ein nachhaltiges Überspringen der 24.000 sind jedoch überzeugte und vor allem langfristig orientierte Käufer nötig."
Der Dax ging mit plus 0,5 Prozent auf 24.088 Punkte aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx50 notierte 1,1 fester bei 5728 Zählern. Beide Indizes hatten am Montag einen Satz von 1,7 Prozent hingelegt. Der Euro lag am Abend fester bei 1,1596 US-Dollar.
Neue Aussagen zur erwarteten Geschäftsentwicklung ließen Hensoldt um 8,4 Prozent absacken. Der Rüstungskonzern habe auf einem Kapitalmarkttag für 2026 bis 2030 einen Anstieg der Ebitda-Marge um 50 Basispunkte pro Jahr in Aussicht gestellt, teilte JP Morgan mit. Damit würde das Ebitda geringer ausfallen als bislang erwartet. Munich Re gewannen im Dax nur 0,2 Prozent. Anleger zeigten sich dennoch verschnupft, nachdem der weltgrößte Rückversicherer die Gewinnprognose trotz einer ungewöhnlich geringen Schadenlast im dritten Quartal nicht erhöht hat.