Der Börsen-TagDax mit zweiter Luft zu deutlichem Gewinn
Der deutsche Aktienmarkt hat einen Tag nach dem Zinsentscheid in den USA erst spät an Fahrt gewinnen können. Der Dax baute langsam aber sicher seine Gewinne aus und schloss 0,7 Prozent fester bei 24.295 Punkten, sein Tageshoch lag bei immerhin 24.364 Zählern. Damit ist der Leitindex über den Abwärtstrend bei 24.155 Zählern gestiegen und hat laut Charttechniker Marcel Mußler ein Kaufsignal generiert. Damit rücken die Niveaus von 24.441 und 24.479 Stellen in den Fokus. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent höher bei 5754 Punkten.
Zwar hat Fed-Chef Jerome Powell deutlich gemacht, dass mit einer weiteren Senkung zunächst nicht zu rechnen sei. Dennoch hat die Deutsche Bank verschiedene taubenhafte Elemente in der Entscheidung ausfindig gemacht. Denn obwohl die Prognosen für das reale Wirtschaftswachstum für die Jahre 2025 bis 2027 leicht nach oben revidiert worden sind, wurde die Erwartung an die Kerninflation aber gesenkt. Wie die Analysten weiter anmerken, wird eine Zinssenkung im März nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent eingepreist.
Im Dax verloren Deutsche Börse 2,0 Prozent. Der Kapitalmarkttag des Konzerns am Mittwoch stieß zwar grundsätzlich auf ein positives Echo. Wie JP Morgan anmerkte, liegt das Nettoerlösziel von 7,2 Milliarden Euro für das Jahr 2028 über dem Konsens von 7,12 Milliarden Euro, genauso wie das avisierte Ebitda mit 4,4 (Konsens: 4,3) Milliarden Euro. Allerdings gab es auch zurückhaltende Stimmen: Es sei eine gesunde Dosis an Skepsis angebracht, gerade mit Blick auf die Frage, wo dieses Wachstum herkommen solle, so Jefferies.
Carl Zeiss Meditec zeigten sich nach Geschäftszahlen volatil und verloren 6,6 Prozent. Wie JP Morgan anmerkte, ist sowohl für Bullen wie auch für Bären etwas dabei. Die Bären dürften sich vor allem an der Margenverschlechterung stören, so die Analysten. Auch die Prognose überzeugt nicht. JP Morgan sieht Revisionsbedarf nach unten sowohl bei den Umsätzen wie auch beim Ebita.