Der Börsen-TagDax rutscht in Richtung 24.000
Am Ende wurde es für den deutschen Aktienmarkt dann doch zu einer klaren roten Sache. Der Dax rutschte am Nachmittag deutlich ins Minus und fiel bis auf 24.012 Punkte, danach berappelte sich der Leitindex wieder. Im Handel wurde auf steigende Renditen an den Anleihemärkten verwiesen. Diese überraschten angesichts der eher mauen US-Konjunkturdaten zum Arbeitsmarkt und Konsum. Möglicherweise standen die steigenden Marktzinsen im Zusammenhang mit Kommentaren von Kevin Hassett, laut denen die Fed-Unabhängigkeit "wirklich, wirklich wichtig" sei. An den Märkten wurde eine Zinssenkung durch die Fed im Januar nun nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 24 Prozent eingepreist nach fast 30 Prozent nach Bekanntgabe der US-Daten.
Der Dax ging mit minus 0,6 Prozent auf 24.077 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 5722 Stellen. Der Euro gewann an Härte und lag bei 1,1769 US-Dollar.
Im Blick hatten Börsianer auch die Friedensgespräche in Berlin. Nachdem die USA angeboten haben, für die Ukraine Sicherheitsgarantien nach dem Vorbild der Nato zu übernehmen und Unterhändler Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des russischen Krieges in der Ukraine meldeten, gerieten Rüstungswerte unter Druck. Im Dax verloren Rheinmetall 4,5 Prozent. Die Papiere des Panzergetriebe-Herstellers Renk und des Rüstungszulieferers Hensoldt verbilligten sich um 4,3 beziehungsweise 3,6 Prozent.