Der Börsen-Tag"Der Bau kann Wachstumsmotor werden"
In der deutschen Baubranche mehren sich die Hinweise auf ein Ende der jahrelangen Krise. Im November zog das Bauhauptgewerbe 8,5 Prozent mehr Aufträge an Land als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist bereits der vierte inflationsbereinigte Zuwachs binnen fünf Monaten. Im weniger schwankenden Dreimonatsvergleich lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von September bis November 2025 um 3,8 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor.
"Der kräftige Anstieg der Auftragseingänge im November ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Bauwirtschaft von der Krise der vergangenen fünf Jahre erholt", sagt der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. "Zwar folgt das dicke Plus auf ein Minus im Oktober, allerdings ist der Trend klar nach oben gerichtet." Der Bau werde im laufenden Jahr eine wichtige Rolle dabei spielen, dass sich die deutsche Wirtschaft aus der Flaute herausarbeitet. Er könne sogar "zu einem Wachstumsmotor werden". Das IMK prognostiziert ein Plus bei den Bauinvestitionen von 2,5 Prozent, wobei das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 1,2 Prozent zulegen dürfte.