Der Börsen-Tag
24. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax bewegt sich weiter auf geopolitischem Minenfeld

Nach dem Kurssprung zum Wochenstart ist an den europäischen Aktienmärkten wieder Ernüchterung eingekehrt. Auch an der Frankfurter Börse verunsicherten widersprüchliche Signale aus dem Iran-Krieg die Anleger und sorgten für schwankende Kurse. Der Dax schloss zum Handelsende 0,1 Prozent tiefer bei 22.637 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent höher bei 5583 Stellen. "Die Nachrichtenlage ist nicht unbedingt klarer geworden und das von den USA aufgeschobene Ultimatum stellt noch lange keinen Waffenstillstand und schon gar keinen Frieden im Iran dar", konstatierte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets.

"Die Straße von Hormus ist weiterhin faktisch durch den Iran geschlossen, Teile der Energieinfrastruktur in der Region wurden beschädigt, und die Gefahr iranischer Vergeltungsmaßnahmen besteht fort", sagte Ricardo Evangelista, Analyst bei ActivTrades. "Vor diesem Hintergrund ist es unwahrscheinlich, dass die Brent-Preise nachhaltig unter 100 Dollar fallen, solange es keine greifbaren Fortschritte bei den Verhandlungen gibt." Ein Barrel Brent aus der Nordsee verteuerte sich heute in der Spitze auf mehr als 104 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg auf über 92 Dollar. Nach der Kehrtwende von Trump am Montag waren die Ölpreise zeitweise um mehr als zehn Prozent gefallen.

Bei den Einzelwerten rutschten im Dax Bayer um 1,9 Prozent ab. Den Leverkusenern macht der Ausstieg des aktivistischen Investors Inclusive Capital zu schaffen. Um 4,1 Prozent nach unten ging es für SAP. Eine Herabstufung des Dax-Schwergewichts und eine drastische Kurszielsenkung durch JP Morgan setzten den Aktien des Walldorfer Softwarekonzerns zu. 

Dax bewegt sich weiter auf geopolitischem Minenfeld
17:21 Uhr

Wie Anlageprofis KI für sich nutzen

Künstliche Intelligenz verändert auch die Finanzbranche - und das schon länger, als viele vermuten. Fondsmanager und Vermögensverwalter setzen KI ein, um Daten schneller auszuwerten, Trends früher zu erkennen und Anlageentscheidungen zu verbessern. Welche Chancen das eröffnet - und wo die Grenzen liegen - darüber spricht Raimund Brichta mit Jacqueline Meier von der Fondsgesellschaft Xtrackers und Robert Kohtes vom Vermögensverwalter Get Capital.

Wie Anlageprofis KI für sich nutzen
17:09 Uhr

Banken vergeben mehr Immobilienkredite - aber Zinsen steigen

Gefragte Eigenheime: Die Banken in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Immobilienkredite vergeben. Das Volumen der neu ausgereichten Darlehen stieg 2025 um 15,7 Prozent auf 148,6 Milliarden Euro, wie der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) mitteilte. Getragen wurde das Wachstum vor allem von einer starken Nachfrage nach Wohnimmobilien, wo das Geschäft um 17,5 Prozent auf 92,6 Milliarden Euro wuchs. Auch das Neugeschäft mit Gewerbeimmobilien, das mit dem Homeoffice-Trend tief in die Krise rutschte, erholte sich und kletterte von niedrigem Niveau um 12,9 Prozent auf 56 Milliarden Euro.

Jedoch müssen Hausbauer und Wohnungskäufer wegen des Iran-Krieges wieder höhere Kreditzinsen stemmen. Der Kreditvermittler Interyhp verzeichnete zuletzt bei den Bauzinsen einen deutlichen Anstieg auf im Schnitt fast 3,8 Prozent für zehnjährige Darlehen. Wer eine Finanzierung mit wenig eingebrachtem Eigenkapital plane, müsse sich wieder auf Zinssätze von mehr als vier Prozent einstellen.

Banken vergeben mehr Immobilienkredite - aber Zinsen steigen
16:50 Uhr

Ionos startet Aktienrückkauf

Ionos kauft eigene Aktien zurück. Wie der Webhosting-Anbieter mitteilte, hat er ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 60 Millionen Euro aufgelegt. Maximal sollen 2,2 Millionen eigene Aktien zurückgekauft werden, was etwa 1,6 Prozent des Grundkapitals entspricht. Das neue Programm soll bis zum 25. August laufen.

Ionos startet Aktienrückkauf
16:27 Uhr

Bitcoin macht wegen Unsicherheit über Iran-Krieg schlapp

Bitcoin sucht nach Richtung, da die Unsicherheit über den Iran-Krieg weiterhin hoch ist. Trumps Äußerungen hätten dazu beigetragen, die globale Risikostimmung zu beruhigen und Kryptowährungen Auftrieb zu geben, schreibt Joel Kruger von der LMAX Group in einer Research Note. "Mit Blick auf die Zukunft bleibt der Ton vorsichtig konstruktiv." Wenn die globale Risikostimmung gestützt werde und sich die Kapitalflüsse weiter stabilisierten, scheine Bitcoin gut für eine weitere Aufwertung positioniert zu sein, wobei Ether wahrscheinlich folgen werde, meint er. Bitcoin notiert zuletzt nach früheren Gewinnen 1,6 Prozent im Minus bei 69.760 US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht. Ether liegt 0,8 Prozent tiefer bei 2136 US-Dollar.

Bitcoin macht wegen Unsicherheit über Iran-Krieg schlapp
16:03 Uhr

Bericht: Uber will deutschen Rivalen Blacklane übernehmen

Der US-Fahrdienstvermittler Uber steht einem Medienbericht zufolge kurz vor der Übernahme des deutschen Premiumfahrdienstes Blacklane. Der Vertrag stehe kurz vor der Unterzeichnung, berichtete das "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider. Die Firmenbewertung liege im höheren dreistelligen Millionenbereich. Damit würde sich einer der größten Verkäufe eines deutschen Start-ups seit Jahren anbahnen. Die Unternehmen äußerten sich dazu nicht.

Der Schritt würde zur Strategie von Uber passen. Der US-Konzern versucht unter Führung von Vorstandschef Dara Khosrowshahi, in das hochmargige Premiumsegment vorzudringen. Mit der Übernahme von Blacklane würde Uber dieses Vorhaben beschleunigen. 

Bericht: Uber will deutschen Rivalen Blacklane übernehmen
15:36 Uhr

Pharma-Aktie stürzt ab

Die Aktien von Lenz Therapeutics sind auf ein Allzeittief gefallen. Das Unternehmen weitete seinen Verlust im vierten Quartal aus, und die Umsätze seines ersten kommerziell vertriebenen Produkts liefen nur langsam an. Die Aktie notierte zuletzt 13 Prozent niedriger bei 9,63 US-Dollar, nachdem sie kurz nach der Eröffnungsglocke ein Allzeittief von 9,21 Dollar erreicht hatte. Die Papiere haben im vergangenen Jahr fast zwei Drittel ihres Wertes verloren.

Das Pharmaunternehmen meldete vorbörslich für die drei Monate bis zum 31. Dezember einen Gesamtverlust von 35,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gesamtverlust 13 Millionen Dollar betragen. Der Quartalsverlust belief sich auf 1,16 US-Dollar je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten einen Verlust von 91 Cent je Aktie erwartet.

Pharma-Aktie stürzt ab
15:10 Uhr

Wall Street in der Verlustzone

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(Foto: REUTERS)

Nach den Kursgewinnen vom Montag sind die US-Börsen wieder auf dem Rückzug. Grund ist weiter durch die vom Iran-Krieg ausgehenden Unsicherheit an den internationalen Märkten. Kurz nach dem Handelsstart sinkt der Dow-Jones-Index um 0,7 Prozent auf 45.870 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen jeweils um 0,5 Prozent ein. Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen wieder deutlich angesichts der wieder steigenden Ölpreise. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legt um sieben Basispunkte auf 4,41 Prozent zu. Anhaltende Spannungen und Störungen im Nahen Osten könnten die Inflationserwartungen weiter anheizen, was tendenziell für steigende Zinsen sprechen, heißt es im Handel. Dazu passend wurde der Anstieg der Lohnstückkosten im vierten Quartal noch deutlicher auf 4,4 Prozent nach oben revidiert als erwartet.

Home Depot verlieren 1,5 Prozent mit der Nachricht des Zukaufs eines Großhändlers für Geräte, Ersatzteile und Zubehör aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Klimatechnik (HLK). United Airlines will die Kapazitäten vor allem im Premiumsegment erhöhen. In diesem Zusammenhang kündigte die US-Fluglinie an, ihrer Flotte in den kommenden zwei Jahren 250 Flugzeuge hinzuzufügen. Der Kurs legt um 2,7 Prozent zu. Apollo Global Management geben um 3,8 Prozent nach, nachdem eine behördliche Mitteilung gezeigt hat, dass einer der Private-Credit-Fonds des Unternehmens Auszahlungen auf das festgelegte Limit begrenzt hat.

Wall Street in der Verlustzone
14:48 Uhr

Milliardendeal in der Chipbranche

SK Hynix wird für rund 6,9 Milliarden Euro Produktionsanlagen von ASML erwerben, um seine Fertigungskapazitäten für hochleistungsfähige Elektronik-Chips zu modernisieren und hochzufahren. Der Vorstand des südkoreanischen Chipherstellers beschloss laut einer Pflichtmitteilung in Seoul, Extreme-Ultraviolett-Scanner im Wert von 6,913 Milliarden Euro bei dem niederländischen Unternehmen zu bestellen. Dabei handelt es sich um die derzeit fortschrittlichsten Lithographieanlagen, die für eine Herstellung extrem feiner Schaltkreismuster auf Siliziumwafern ausgelegt sind.

Die EUV-Anlagen erlauben eine Massenproduktion mit einer neuen Generation von Fertigungsprozessen, hieß es. SK Hynix erwartet, dass die Transaktion bis Ende 2027 abgeschlossen sein wird.

Milliardendeal in der Chipbranche
14:25 Uhr

Geldmarkt: Zinskurve verflacht sich leicht

Mit Entspannungssignalen im Iran-Krieg kommt es am europäischen Geldmarkt zu einer leichten Verflachung der Zinskurve. US-Präsident Donald Trump hat von "produktiven Gesprächen" zwischen Washington und Teheran gesprochen. Die Nachrichtenlage bleibt aber diffus, denn das iranische Außenministerium dementierte nach Angaben staatlicher Medien Gespräche mit den USA. Die EZB wird ihren Leitzins nach Aussage von Societe-Generale-Volkswirt Anatoli Annenkov in Ermangelung von Daten zu Wirtschafts- und Lohnwachstum noch nicht im April anheben. "Im Juni wird es jedoch neue Projektionen der Mitarbeiter des Eurosystems geben. Diese werden wahrscheinlich neue Szenarien und Sensitivitätsanalysen enthalten, die eine eingehende Diskussion über eine mögliche Änderung des geldpolitischen Kurses ermöglichen werden", schreibt er.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,83 - 2,13 (1,90 - 2,15), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,20 (2,04 - 2,34), 3-Monats-Geld: 2,21 - 2,30 (2,24 - 2,44), 6-Monats-Geld: 2,46 - 2,62 (2,48 - 2,63), 12-Monats-Geld: 2,62 - 2,72 (2,80 - 2,97), Euribors: 23.03. 20.03. 3 Monate: 2,1290 2,1110, 6 Monate: 2,4680 2,4060, 12 Monate: 2,7400 2,6580

Geldmarkt: Zinskurve verflacht sich leicht
11:15 Uhr

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt

ETFs verstehen 1

Viele Anleger interessieren sich für ETFs als Baustein der langfristigen Geldanlage. Doch Begriffe wie Index, MSCI World oder thesaurierend wirken auf Einsteiger oft kompliziert. Unser kostenloses E-Paper "ETFs verstehen in 10 Minuten" erklärt die wichtigsten Grundlagen einfach und verständlich – von der Funktionsweise von ETFs bis zu den ersten Schritten beim Einstieg. Interesse? Hier geht's zum E-Paper!

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt
14:03 Uhr

SAP-Aktie sackt nach Herabstufung ab

 Eine Herabstufung und eine drastische Kurszielsenkung durch JP Morgan hat der SAP-Aktie zugesetzt. Das Papier des Walldorfer Softwarekonzerns brach in der Spitze mehr als fünf Prozent auf 146 Euro ein und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Analysten der US-Bank stuften die Aktie auf "Neutral" von zuvor "Overweight" herab und stutzten das Kursziel um rund ein Drittel auf 175 Euro von zuvor 260 Euro. Zur Begründung verwiesen sie auf einen sich verlangsamenden Auftragsbestand im Cloud-Geschäft und den zunehmenden Wettbewerb im KI-Bereich. 

SAP-Aktie sackt nach Herabstufung ab
13:35 Uhr

Batterie könnte brennen: VW ruft fast 100.000 E-Autos zurück

Volkswagen muss nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) weltweit rund 95.000 Elektroautos der Modellreihen ID und Cupra wegen Brandgefahr der Batterie zurückrufen. Fehlerhafte Module der Hochvoltbatterie könnten zu geringerer Reichweite und dem Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte führen. "Es besteht Brandgefahr", heißt es in der Rückruf-Datenbank des KBA. Der Fehler müsse mit einem Software-Update behoben werden. Als erstes hatte das Fachportal Kfz-Betrieb über den Rückruf berichtet. Er betrifft weltweit knapp 75.000 VW-Elektroautos der Typen ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 und ID.BUZZ aus den Baujahren 2023 und 2024 und etwa 19.500 Cupra Born der Baujahre 2022 bis 2024.

Batterie könnte brennen: VW ruft fast 100.000 E-Autos zurück
13:22 Uhr

Wall Street wieder auf dem Boden der Tatsachen

Nach der von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Erleichterungsrally kehrt an der Wall Street wieder etwas Ernüchterung ein. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen Handelsbeginn am Kassamarkt knapp im Minus schließen. Trump hatte mit einem Rückzieher in Form einer Verlängerung seines Ultimatums an den Iran, die Straße von Hormus freizugeben, für Aufatmen an den Börsen gesorgt. Er sprach von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter, worauf auf breiter Front die Aktienkurse stiegen und die Ölpreise nachgaben.

Für Rätselraten sorgen allerdings die Dementis aus Teheran. Unter anderem dementierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Mizan Gespräche mit den USA. Gleichzeitig wurden über Nacht mehrere Orte in Israel von iranischen Raketen angegriffen. Auch Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien berichten von neuen Angriffen. Zudem ziehen die Erdölpreise wieder an, wenngleich auch nur vergleichsweise moderat. Damit bewegen sich die Rohölpreise aber weiterhin deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Woche.

Wall Street wieder auf dem Boden der Tatsachen
13:05 Uhr

Bayer-Aktie verliert nach Ausstieg von Inclusive Capital kräftig

Der Ausstieg des aktivistischen Investors Inclusive Capital macht Bayer zu schaffen. Die Aktien des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns rutschten in der Spitze um 3,7 Prozent auf 37,05 Euro ab und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Dax. Der Fonds des aktivistischen Investors Jeffrey Ubben hatte über Nacht seine restlichen 8,5 Millionen Bayer-Aktien zum Preis von je 37,45 Euro bei anderen institutionellen Aktionären platziert, wie die damit beauftragte Bank mitteilte. Das war ein Abschlag von 2,6 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Montag. Inclusive Capital erlöst damit 318 Millionen Euro, dürfte mit seinem Engagement aber Verlust eingefahren haben.

Inclusive Capital war war Anfang 2023 bei Bayer eingestiegen und hatte die Absetzung von Vorstandschef Werner Baumann mit vorangetrieben. Damals hatten die 8,18 Millionen Aktien, die der Fonds kaufte, einen Wert von 407 Millionen Euro. Die Bayer-Aktie hat seither rund 25 Prozent an Wert verloren, weil der Rechtsstreit über die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat hohe Kosten verursacht.

Bayer-Aktie verliert nach Ausstieg von Inclusive Capital kräftig
12:43 Uhr

Xiaomi meldet Gewinnrückgang - E-Auto-Geschäft läuft gut

Der chinesische Elektronikkonzern Xiaomi hat erstmals seit drei Jahren in einem Quartal einen Gewinnrückgang verbucht und dies mit steigenden Kosten und schärferem Wettbewerb begründet. Der bereinigte Nettogewinn für das vierte Quartal fiel auf 6,3 Milliarden Yuan (umgerechnet 914,5 Millionen US-Dollar), wie der Technologiekonzern, dessen Produktpalette von Smartphones über Haushaltsgeräte bis hin zu E-Autos reicht, mitteilte. Der Umsatz lag bei 116,9 Milliarden Yuan. Auf Jahressicht stieg der Gewinn jedoch um 43,8 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan. Das Geschäft mit Elektroautos entwickelte sich stark. Xiaomi übertraf sein Auslieferungsziel, und der Bereich erzielte erstmals einen operativen Jahresgewinn. 

Xiaomi meldet Gewinnrückgang - E-Auto-Geschäft läuft gut
12:21 Uhr

Gold bald bei 6000 Dollar?

Seit Beginn des Nahost-Kriegs geht der Goldpreis nach unten - und das trotz höherer Inflationsgefahr. Was steigende Zinsen und ein stärkerer Dollar damit zu tun haben, wie es langfristig weitergeht und wie Anleger reagieren können, darüber spricht Raimund Brichta mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

Gold bald bei 6000 Dollar?
12:02 Uhr

Dax rot - Euro weicher - Brent-Öl über 100 Dollar

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bei weiter nervösem Handel bislang überwiegend im roten Bereich verbracht und ist am Vormittag bis auf 22.407 Punkte abgesackt. Gegen Mittag erholte sich der Leitindex wieder und verlor 0,4 Prozent auf 22.563 Zähler. Der EuroStoxx50 lag kaum verändert bei 5572 Stellen. Der Euro gab um 0,2 Prozent auf 1,1589 US-Dollar nach. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI fielen um 1,0 beziehungsweise 1,5 Prozent auf 101,20 beziehungsweise 90,18 US-Dollar.

Dax rot - Euro weicher - Brent-Öl über 100 Dollar
11:41 Uhr

Drägerwerk beglückt Aktionäre

Drägerwerk hat den Jahresüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,5 Prozent auf 140,4 Millionen Euro gesteigert. In knapp dieser Größenordnung will das auf Medizin- und Sicherheitstechnik spezialisierte Lübecker Unternehmen auch die Dividende anheben. Je Stammaktie soll es 2,21 (2024: 1,97) Euro geben, je Vorzugsaktie 2,27 (2,03) Euro, wie das Unternehmen bei Vorlage der vollständigen Bilanz mitteilte. 30,1 Prozent des Jahresüberschusses sollen an die Anteilseigner fließen.

Vorläufige Zahlen für 2025 und ein Ausblick auf das neue Geschäftsjahr waren bereits Mitte Januar veröffentlicht worden. Die genannten Zahlen und Prognosen wurden jetzt im Detail bestätigt. Bei einem Umsatzanstieg um 3,3 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro verbesserte sich der operative Gewinn (Ebit) um 20,3 Prozent auf 233,4 Millionen Euro und die entsprechende Marge um 90 Basispunkte auf 6,7 Prozent. Der Auftragseingang stieg um 5,6 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro.

Drägerwerk beglückt Aktionäre
11:15 Uhr

Minuten vor Trump-Statement: Markt reagiert auffällig

US-Präsident Donald Trump lässt den Ölpreis mit seiner Abkehr vom Iran-Ultimatum massiv fallen. Schon Minuten vor der Verkündung gibt es große Bewegungen am Rohstoff-Markt. Zufall oder Insiderhandel? Corinna Wohlfeil spricht dazu mit dem Marktexperten Jochen Stanzl.

Minuten vor Trump-Statement: Markt reagiert auffällig
10:50 Uhr

Dax fährt charttechnisch Achterbahn

Per Tagesschlusskurs ergibt sich aus der Marktschwankung zu Wochenbeginn eine Hoch-Tief-Spanne von 1315 Punkten im Dax. Dieser Wert ist laut HSBC der zweithöchste der Historie und wurde lediglich am "Liberation Day" im April 2025 übertroffen. Die Rückkehr in die sogenannten Bollinger-Bänder bei aktuell 22.243 Punkten sorge für ein erstes Entspannungssignal. Für mehr müsse der Dax allerdings zumindest die Tiefpunkte bei gut 22.900 Punkten zurückerobern.

"Ins Auge stechen zudem die letzten drei Tageshochs, welche allesamt in einer engen Range zwischen 23.176 und 23.180 Punkten ausgebildet wurden. Dieses schmale Band definiert die nächste wichtige Widerstandszone. Derzeit muss weiter mit einer erhöhten Volatilität gerechnet werden", heißt es bei HSBC weiter.

Dax fährt charttechnisch Achterbahn
10:30 Uhr

Welche Branchen vom Australien-Deal profitieren sollen

EU-Exporteuren winken dank des Freihandelsabkommens mit Australien eine Milliarde Euro Ersparnis allein durch entfallenden Zölle, wie Ursula von der Leyen erklärt. Der europäische Staatenverbund will durch den Deal auch unabhängiger von China werden.

Welche Branchen vom Australien-Deal profitieren sollen
10:13 Uhr

Deutscher Industrie-Einkaufsmanager überrascht positiv

Der Iran-Krieg dämpft den Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft - vorerst aber nicht den der Industrie. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank im März um 1,3 auf 51,9 Punkte. Das teilte der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mit. Damit hielt sich das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer aber über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 52,0 Punkte gerechnet.

In der Industrie allein läuft es trotz der neuen Belastungen überraschend gut: Deren Barometer kletterte dank des dritten Auftragszuwachses in Folge um 0,8 Punkte und liegt mit 51,7 Zählern im Wachstumsbereich. Das ist zugleich der höchste Wert seit knapp vier Jahren. So wurde die Nachfrage dadurch angekurbelt, dass Unternehmen auf die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Störungen und Unsicherheiten reagierten.

Deutscher Industrie-Einkaufsmanager überrascht positiv
09:47 Uhr

Dax unter 20.000 Punkten ist vorstellbar

Das Zusammenspiel aus Eskalation und Deeskalation durch die USA setzt sich im Iran-Krieg fort. "Zwar schwingt das Pendel derzeit eher in Richtung Entspannung. Die Marktteilnehmer bleiben aber vorsichtig. Eine nachhaltige Lösung des Konflikts ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Zudem sind die langfristigen Auswirkungen der angerichteten Schäden bei Energieproduktion und -infrastruktur schwer einzuschätzen", heißt es bei der DZ Bank. Im Falle einer weiteren Zuspitzung drohten den Aktienindizes erneut Rückschläge. In einem Eskalationsszenario seien zumindest vorübergehend Dax-Kurse von unter 20.000 Punkten vorstellbar. Der Euro-Stoxx-50 könnte auf unter 5000 Zähler sinken.

"Positiv ist, dass der US-Präsident angesichts des jüngsten Deeskalationsversuchs offenbar weiter an einem 'Deal' interessiert ist. Hintergrund dürfte insbesondere der innenpolitische Druck sein, der ihm entgegenschlägt", heißt es weiter. Schließlich seien auch die Kraftstoffpreise in den USA deutlich gestiegen - mit Blick auf die im Herbst anstehenden Mid-Terms keine guten Voraussetzungen für die Republikaner. Die Reaktion auf die Meldung vorhandener "produktiver Gespräche" verdeutliche außerdem, dass die Kapitalmärkte bereit seien, wieder positiver in die Zukunft zu schauen, sofern greifbare Signale der Entspannung auftauchten.

Dax unter 20.000 Punkten ist vorstellbar
09:33 Uhr

Deutscher Software-Entwickler verfehlt Umsatzziel

Nagarro hat sein Ziel eines Milliardenumsatzes im abgelaufenen Jahr knapp verfehlt und sieht sich von Vorwürfen von Leerverkäufern entlastet. Der Umsatz stieg 2025 um 2,8 Prozent auf 999,3 Millionen Euro, wie der Software-Entwickler mitteilte. Angepeilt hatte Nagarro mindestens 1,02 Milliarden. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank zugleich auf 138,2 vpm147,5 Millionen Euro, die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) blieb mit 13,8 Prozent aber innerhalb der im Sommer nach unten korrigierten Zielspanne von 13,5 bis 14,5 Prozent. Wechselkursverluste durch konzerninterne Darlehen hätten das Ebitda mit 15,5 Millionen Euro belastet, hieß es.

Nagarro war in den vergangenen Jahren verstärkt unter Druck von Leerverkäufern geraten, die auf einen Kurssturz der Aktie wetteten und Zweifel an den Bilanzen angemeldet hatten. Nach einer selbst angestoßenen Untersuchung der Anwaltskanzlei White & Case und der Unternehmensberater von Alvarez & Marsal sieht sich das Unternehmen nun entlastet. "Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: Es wurden weder Fehlverhalten noch Betrug festgestellt", erklärte Aufsichtsratschef Christian Bacherl.

Deutscher Software-Entwickler verfehlt Umsatzziel
09:16 Uhr

"Gestern gab es eine wahnsinnige Kehrtwende"

Der Dax startet fester in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 22.720 Punkten. Zum gestrigen Wochenstart war er zeitweise unter die 22.000er-Marke gefallen, hatte dann aber nach einem Stimmungswechsel zur Mittagszeit am Ende 1,2 Prozent fester mit 22.654 Zählern geschlossen.

"Gestern gab es eine  wahnsinnige Kehrtwende", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Auslöser waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump den Iran-Krieg betreffend, die die Ölpreise deutlich hatten fallen lassen", erläutert sie. "Heute ziehen sie allerdings wieder an."

"Gestern gab es eine wahnsinnige Kehrtwende"
08:58 Uhr

Ölpreise deutlich im Aufwind

Die Ölpreise legen nach ihrem gestrigen Einbruch wieder zu: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um 4,2 Prozent auf 104,21 Dollar, US-Öl WTI steigt 4,3 Prozent auf 91,93 Dollar. Zwar passierten zwei Tanker mit Ziel Indien am Montag die Straße von Hormus, doch der Krieg beeinträchtigt weiterhin den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge. 

Ölpreise deutlich im Aufwind
08:39 Uhr

Leichte Erholung an Asien-Börsen

Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Krieg sorgt an den asiatischen Aktienmärkten für eine leichte Erholung von den teils heftigen Verlusten zu Wochenbeginn. Allerdings sind die Signale nicht eindeutig. So hatte am Vortag US-Präsident Donald Trump das Ultimatum gegen den Iran um fünf Tage verlängert und sprach von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter. Gleichwohl nannte er den Namen des iranischen Vertreters nicht. Das iranische Außenministerium dementierte zudem die Gespräche laut dem staatlichen Sender IRIB.

Der Iran hatte auf das Ultimatum mit der Drohung reagiert, alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der Golfregion anzugreifen, was an den Börsen in Asien für einen Ausverkauf gesorgt hatte. Die Erholung fällt nun aufgrund der gegenteiligen Signale recht zurückhaltend aus. Das deutlichste Plus verzeichnet der Kospi in Seoul, für den es um 2,4 Prozent nach oben geht. Er hatte zu Wochenbeginn mit einem Absturz um 6,5 Prozent auch das stärkste Minus verzeichnet.

In Tokio legt der Topix um 1,5 Prozent zu. An den chinesischen Börsen steigt der Shanghai Composite um 0,6 Prozent und der Hang-Seng-Index gewinnt 1,2 Prozent. In Australien, wo der Handel bereits beendet ist, schloss der S&P/ASX 200 mit einem Plus von 0,2 Prozent.

Leichte Erholung an Asien-Börsen
08:21 Uhr

Finanzinvestoren sind heiß auf Contitech

Private-Equity-Firmen wie Apollo Global Management und Bain Capital erwägen Bloomberg zufolge Angebote für die Industriesparte des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental. Zu den Bietern für die Kautschuk- und Kunststoffsparte Contitech gehören demnach auch Advent und CVC Capital Partners. Die Bewertung könne laut dem Bericht bei bis zu 3,5 Milliarden Euro liegen. Die Gespräche seien noch im Gange und weder der Umfang noch der Zeitpunkt der Transaktion stünden fest. 

Finanzinvestoren sind heiß auf Contitech
08:05 Uhr

Dax fällt zurück in Abgabemodus

Nach der gestrigen Erholung dürfte es mit den Kursen an Europas Börsen wieder nach unten gehen. Der Preis für Brent steigt um fast 4 Prozent auf rund 103 Dollar. Anleger stehen laut QC Partners weiterhin vor der schwierigen Aufgabe, zu beurteilen, wie lange der Krieg im Iran noch dauern werde. "Niemand kann aktuell seriös sagen, wie konkret und erfolgversprechend die Gespräche zwischen den USA und dem Iran sind. Der Begriff Entscheidungsfindung unter Unsicherheit war an den Börsen selten so zutreffend wie aktuell", so Stratege Thomas Altmann. Die vergangenen Tage hätten eindrucksvoll gezeigt, dass es teuer sein könne, im fallenden Markt investiert zu sein. "Sie haben aber auch gezeigt wie teuer es sein kann, im wieder steigenden Markt nicht dabei zu sein."

Mit Blick auf die heute zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufsmanagerindizes dürften diese nach Einschätzung der Commerzbank wegen des Iran-Kriegs im März gefallen sein. Allerdings könnten Konsumenten aufgrund der gesprungenen Energiepreise ihre Ausgaben an anderer Stelle reduzieren und Unternehmen Investitionen aufschieben.

Dax fällt zurück in Abgabemodus
07:45 Uhr

Europas Autokäufer greifen zu Stromern

In Europa kommt die Elektromobilität in einem insgesamt schwachen Automarkt voran. In den ersten beiden Monaten des Jahres stieg der Absatz reiner E-Autos laut Herstellerverband ACEA um gut ein Fünftel gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 312.000 Fahrzeuge. Modelle mit Plug-in-Hybrid-Antrieben legten in der Europäischen Union noch stärker um 30 Prozent zu auf mehr als 255.000 Wagen. Zugleich waren Autos mit reinen Verbrennungsmotoren auf dem Rückzug - der Absatz von Modellen mit Benzinmotoren schrumpfte um 23 Prozent, der von Diesel-Pkw um 18 Prozent. Der Gesamtmarkt lag mit 1,66 Millionen Einheiten 1,2 Prozent unter Vorjahr.

Die deutschen Autobauer Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz verkauften im Januar und Februar weniger Autos als vor Jahresfrist. Der US-Elektroautobauer Tesla fing sich nach dem Einbruch im Vorjahr, die Verkäufe legten um 17 Prozent auf knapp 21.000 Autos zu. Der chinesische Rivale BYD übertrumpfte Tesla unterdessen und schlug mit 29.000 fast doppelt so viele Fahrzeuge los wie vor Jahresfrist.

Europas Autokäufer greifen zu Stromern
07:28 Uhr

EU und Australien einigen sich auf Freihandelsabkommen

Die Europäische Union und Australien haben nach rund acht Jahren die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Das teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Premierminister Anthony Albanese mit. Beide stellten zudem auch eine neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft vor.

Von der Leyen machte deutlich, dass es für die EU wichtig ist, internationale Handelsbeziehungen auszubauen und zu diversifizieren, um Risiken und Abhängigkeiten zu verringern - zumal in einer Zeit, in der die USA unter Präsident Donald Trump mit ihrer aggressiven Zollpolitik ein zunehmend schwieriger Partner sind. Das Abkommen mit Australien folgt auch den politischen Zielen der EU, die Beziehungen im Indopazifik-Raum auszubauen und die Kooperation mit gleichgesinnten Demokratien zu stärken.

Mit dem Abkommen sollen Zölle und Handelshemmnisse abgebaut werden, um die Wirtschaft aller Partner anzukurbeln. Industriebereiche, die besonders von dem Abkommen profitieren könnten, sind der EU-Kommission zufolge etwa Maschinenbau, Chemikalien, Fahrzeugindustrie und Landwirtschaft.

EU und Australien einigen sich auf Freihandelsabkommen
07:10 Uhr

Deutschland fährt voll auf Verschleiß

Unternehmen, Staat und Privatleute haben nach offiziellen Daten 2025 unter dem Strich so wenig in Bau, Maschinen, Geräte und Infrastruktur investiert wie nie seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. Die sogenannte Nettoanlageninvestitionsquote lag gemessen an der Wirtschaftsleistung bei minus 0,23 Prozent, wie aus Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums und des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Abgefragt und ausgewertet hat die Daten der Linken-Abgeordnete Cem Ince.

Gemeint sind Anlageninvestitionen, sei es von privater oder staatlicher Seite, abzüglich der Abschreibungen. Die abgefragten Daten zeigen einen jahrzehntelangen Abwärtstrend der Investitionen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt.

Die durchschnittliche Nettoanlageninvestitionsquote betrug demnach von 1991 bis 1999 noch 7,31 Prozent, im Zeitraum 2000 bis 2009 im Jahresschnitt noch 2,88 Prozent, zwischen 2010 und 2019 dann 2,29 Prozent. In den Jahren zwischen 2020 und 2025 waren es durchschnittlich 1,02 Prozent, wie aus den Daten hervorgeht.

Deutschland fährt voll auf Verschleiß
06:53 Uhr

"Situation ist noch unglaublich fragil" 

Die Verlängerung von US-Präsident Donald Trumps Ultimatum an den Iran beruhigt die Märkte nur kurzfristig. Trump hatte seine Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus um fünf Tage verlängert und von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen. Dennoch bleibt die Lage angespannt, zumal der Iran Verhandlungen mit den USA bestreitet. "Die zugrundeliegende Situation ist immer noch unglaublich fragil", sagt Tony Sycamore, Analyst bei IG. Die Straße von Hormus bleibe geschlossen, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt wird.

Die asiatischen Börsen legen zu: Der Nikkei-Index in Tokio steigt 0,8 Prozent auf 51.892,21 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong gewinnt 1,4 Prozent. Die US-Futures drehen jedoch ins Minus - der Nasdaq-Future gibt 0,6 Prozent nach. Auch die europäischen Futures zeigen sich schwächer.

"Situation ist noch unglaublich fragil" 
06:34 Uhr

"Wahnsinnige Abzocke": Klingbeil will Preisgrenzen für Sprit

SPD-Chef Lars Klingbeil will sich angesichts stark gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs an Maßnahmen in Luxemburg orientieren. "Wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen", sagte Klingbeil ntv. In Luxemburg legt das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl fest. Normalerweise werden die Preise etwa zweimal monatlich verändert - allerdings sind bei besonderen Marktschwankungen häufigere Neufestsetzungen üblich.

Mit Blick auf die besonders starken Preissprünge an deutschen Tankstellen im Vergleich zum europäischen Ausland sprach Klingbeil von einer "wahnsinnigen Abzocke". Es werde immer offensichtlicher, dass die Mineralölkonzerne versuchten, jetzt mit dieser Kriegssituation Profit zu machen. "Und deswegen sind wir schon in der Pflicht, da politisch mit umzugehen."

"Wahnsinnige Abzocke": Klingbeil will Preisgrenzen für Sprit
06:17 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt erholt sich der Dollar von seinen Vortagesverlusten. Zum Yen legt er 0,1 Prozent auf 158,63 Yen zu, zum Yuan gewinnt er 0,2 Prozent auf 6,8937 Yuan. Der Euro gibt 0,3 Prozent auf 1,1585 Dollar nach, das britische Pfund verliert 0,5 Prozent auf 1,3394 Dollar.

 Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen deutlich - die zweijährige Rendite kletter um acht Basispunkte auf 3,91 Prozent. Anleger preisen angesichts der Energiekrise wieder Zinserhöhungen in den Industrieländern ein. In Japan fällt die Kerninflation im Februar erstmals seit fast vier Jahren unter das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank auf 1,6 Prozent, was weitere Zinserhöhungen erschweren dürfte.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Stimmungswechsel - dank Trump

Nach einer Fortsetzung der Talfahrt der Aktienkurse im frühen Geschäft hat US-Präsident Donald Trump gestern im Handelsverlauf für einen Stimmungswechsel an den Börsen gesorgt. Laut Trump gibt es produktive Gespräche zwischen Washington und Teheran, weshalb angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur um fünf Tage verschoben würden. Zuvor hatte Trump den Iran noch ultimativ aufgefordert, innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus zu öffnen.

Zwar dementierte das iranische Außenministerium nach Angaben staatlicher Medien Gespräche mit den USA, die Akteure an den Börsen ließen sich aber vom kräftigen Rückgang der Ölpreise leiten und kauften Aktien. "Im Moment ist die einzige Frage, die für die Finanzmärkte zählt, wie hoch der Ölpreis ist", fasste Marktstratege Eric Winograd von Alliance Bernstein das Marktgeschehen zusammen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung vom Tagestief um 1.300 Punkte schloss der Dax schließlich 1,2 Prozent im Plus mit 22.654 Punkten.

Heute stellt sich für anleger etwa die Frage: Wie blicken deutsche Unternehmen auf ihr Auslandsgeschäft? Antworten darauf dürfte eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer geben, für die rund 2400 Firmen befragt wurden. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier will die Details in Berlin vorstellen. Dabei dürfte es um die US-Zölle und die immer stärkere Konkurrenz in China gehen, aber auch neue Absatzmärkte wie Indien und Lateinamerika.

Zudem zeigt der Einkaufsmanagerindex für März, wie es nach dem Ausbruch des Irankrieges um die Konjunktur in Deutschland und dem Euroraum bestellt ist. Experten erwarten, dass sich das Barometer weiter im Wachstumsbereich halten wird, auch wenn die Wirtschaft hierzulande und auch in der Euro-Zone nicht mehr so viel Schwung haben dürfte wie im Februar. Das Barometer des Finanzdienstleisters S&P Global, bei dem Einkaufsmanager von Firmen die Geschäftsbedingungen beurteilen, gilt an den Finanzmärkten als wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Stimmungswechsel - dank Trump