Der Börsen-TagDeutscher Software-Entwickler verfehlt Umsatzziel
Nagarro hat sein Ziel eines Milliardenumsatzes im abgelaufenen Jahr knapp verfehlt und sieht sich von Vorwürfen von Leerverkäufern entlastet. Der Umsatz stieg 2025 um 2,8 Prozent auf 999,3 Millionen Euro, wie der Software-Entwickler mitteilte. Angepeilt hatte Nagarro mindestens 1,02 Milliarden. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank zugleich auf 138,2 vpm147,5 Millionen Euro, die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) blieb mit 13,8 Prozent aber innerhalb der im Sommer nach unten korrigierten Zielspanne von 13,5 bis 14,5 Prozent. Wechselkursverluste durch konzerninterne Darlehen hätten das Ebitda mit 15,5 Millionen Euro belastet, hieß es.
Nagarro war in den vergangenen Jahren verstärkt unter Druck von Leerverkäufern geraten, die auf einen Kurssturz der Aktie wetteten und Zweifel an den Bilanzen angemeldet hatten. Nach einer selbst angestoßenen Untersuchung der Anwaltskanzlei White & Case und der Unternehmensberater von Alvarez & Marsal sieht sich das Unternehmen nun entlastet. "Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: Es wurden weder Fehlverhalten noch Betrug festgestellt", erklärte Aufsichtsratschef Christian Bacherl.