Der Börsen-Tag
16. Juli 2026
imageHeute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
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09:45 Uhr

Auf diese Auto-Aktie fliegen Anleger

Bei den Schaeffler-Aktien geht es am Morgen um 2,9 Prozent nach oben. Grund: Die UBS hat den Autozulieferer, der im MDax notiert ist, von der "Sell"-Empfehlung befreit und auf "Neutral" hochgestuft. Dies führe zu kurstreibenden Short-Eindeckungen, heißt es im Handel.

Schaeffler sind damit die stärkste Aktie im deutschen Auto-Sektor, der rund um die Nulllinie notiert. Die Aktien des französischen Zulieferers Valeo gewinnen 3,3 Prozent.

Auf diese Auto-Aktie fliegen Anleger
09:24 Uhr

Vertrauliche Fed-Infos an China weitergegeben: Ex-Berater muss ins Gefängnis

Ein ehemaliger Berater der US-Notenbank wurde im Zusammenhang mit der Weitergabe vertraulicher Informationen an chinesische Geheimdienstler zu einer Haftstrafe verurteilt. Der 64-jährige John Harold Rogers soll gegenüber Ermittlern falsche Angaben gemacht haben, wie das US-Justizministerium mitteilte. Dafür wurde er zu einer Haftstrafe von 38 Monaten in einem Bundesgefängnis verurteilt.

Rogers war von 2010 bis 2021 als leitender Berater in der Abteilung für internationale Finanzen der Federal Reserve (Fed) tätig. Laut der Staatsanwaltschaft gab er vertrauliche Informationen an Personen weiter, die für den chinesischen Geheimdienst- und Sicherheitsapparat arbeiteten und sich als Studenten ausgaben.

Vertrauliche Fed-Infos an China weitergegeben: Ex-Berater muss ins Gefängnis
09:09 Uhr

Dax leicht errötet

Der deutsche Aktienmarkt startet erwartungsgemäß müde in den neuen Handelstag. Der Dax sackt minimal in den roten Bereich und notiert bei 25.004 Punkten.

Auf die Laune drücken einmal mehr die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Die größten Verlierer sind kurz nach Handelsstart Qiagen, Merck und Scout24 mit Abschlägen zwischen 1,6 und 1,3 Prozent. An die Spitze der Dax-Gewinner setzen sich am Morgen Hochtief gefolgt von Siemens und Heidelberg Materials mit plus 1,8 bzw. 1,0 Prozent.

Dax leicht errötet
08:51 Uhr

Wohnungsbestand in Deutschland steigt weiter

Der Wohnungsbestand in Deutschland wächst kontinuierlich weiter und erreichte zum Jahresende 2025 die Marke von rund 44,0 Millionen Wohnungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, entspricht dies einem Zuwachs von 0,4 Prozent bzw. 196.000 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. Im langfristigen Zehnjahresvergleich zeigt sich die Dynamik noch deutlicher: Seit Ende 2015 hat sich der Wohnungsbestand um 6,0 Prozent erhöht, was einem Plus von 2,5 Millionen Wohneinheiten entspricht.

Nahezu der gesamte Bestand (98,0 Prozent) befindet sich in klassischen Wohngebäuden. Dabei stellen Mehrfamilienhäuser mit einem Anteil von knapp 55 Prozent weiterhin die dominierende Wohnform dar, gefolgt von Einfamilienhäusern mit einem Anteil von knapp einem Drittel.

Gleichzeitig setzt sich der Trend zu großzügigerem Wohnen fort: Die Gesamtwohnfläche ist im Zehnjahreszeitraum um 8,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Quadratmeter gewachsen, die Anzahl der Wohnungen selbst nur um 6,0 Prozent.

Wohnungsbestand in Deutschland steigt weiter
08:33 Uhr

Dax-Anleger schielen auf Konjunktur und Netflix

Der Dax wird heute laut der Kursentwicklung an den Terminmärkten mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Vortag schloss der deutsche Leitindex 0,6 Prozent tiefer bei 24.999,53 Punkten. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran belasteten erneut die Kurse an den europäischen Börsen. An der Wall Street konnten positiv aufgenommene Konjunkturdaten und Firmenbilanzen die Kursverluste etwas eindämmen.

Heute steht die Konjunktur im Fokus. Die US-Einzelhändler dürften ihren Umsatz im Juni kaum gesteigert haben. Ökonomen erwarten, dass die Einnahmen nur um 0,2 Prozent zugelegt haben, nach einem Plus von 0,9 Prozent im Vormonat. Der Energiepreisanstieg infolge des Iran-Konflikts hat einen Inflationsschub in den USA ausgelöst, den die Verbraucher zu spüren bekommen. Zudem warten Anleger auf die Zahlen zum Außenhandel der Eurozone im Mai.

Am Abend eröffnet der Streamingdienst Netflix die Bilanzsaison der US-Technologiebranche. Der Konzern steht dabei unter Druck, Investoren von seiner Wachstumsstrategie zu überzeugen, da die Nutzerbindung mit der wachsenden Konkurrenz durch traditionelle Medien, YouTube und mobile Angebote zuletzt schwächelte. Analysten erwarten laut LSEG-Daten einen Umsatzanstieg um 13,6 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar. Dies wäre das schwächste Wachstum seit mehr als vier Quartalen.

Dax-Anleger schielen auf Konjunktur und Netflix
08:15 Uhr

Uber übernimmt Delivery Hero

Uber hat seine Übernahmepläne erfolgreich vorangetrieben: Der US-Fahrdienstleister Uber übernimmt den deutschen Essenslieferdienst Delivery Hero für 12,7 Milliarden Euro. Das im MDax notierte Unternehmen bestätigte, dass es sich mit dem US-Konzern zusammenschließt. Der US-Konzern hatte den Aktionären des deutschen Essenslieferanten Delivery Hero heute ein Angebot über 41,50 Euro je Anteilsschein vorgelegt. Der Großaktionär Prosus habe zugestimmt, seine knapp 17-prozentige Beteiligung an Delivery Hero abzugeben, hieß es.

Der US-Fahrdienstvermittler und -Essenslieferant Uber hatte die Übernahme von einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie abhängig gemacht. Inklusive Derivaten hatte sich Uber zuvor bereits knapp 37 Prozent der Anteile an Delivery Hero gesichert. Mit den Prosus-Anteilen ist die Schwelle von 50 Prozent nun überschritten.

Um Wettbewerbsbedenken zu begegnen, könnte der Konzern Teile in Europa abstoßen. Um zu große Überlappungen mit dem Geschäft seiner Tochter "Uber Eats" zu vermeiden, die ebenfalls Speisen aus Restaurants ausliefert, wolle Uber die türkische Tochter Yemeksepeti sowie Lieferdienste in anderen europäischen Ländern an einen Investor abgeben, hatte die "Financial Times" zuvor berichtet. Uber Eats und Delivery Hero machen sich auch in Polen, Portugal, Spanien und Schweden Konkurrenz. 

Uber übernimmt Delivery Hero
08:05 Uhr

TSMC mit fünftem Rekord-Quartalsgewinn in Folge

Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Prozessoren konnte TSMC seinen Gewinn erneut überraschend stark steigern. Wie der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger mitteilt, stieg der Überschuss im zweiten Quartal um 77 Prozent auf umgerechnet 19,15 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit rund zwei Milliarden Euro gerechnet.

Der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens hatte bereits zu Wochenbeginn ein Umsatzplus von 36 Prozent auf knapp 35 Milliarden Euro bekannt gegeben. Der wichtigste Wachstumstreiber für das taiwanische Unternehmen, zu dessen Kunden der weltgrößte Halbleiter-Konzern Nvidia und der iPhone-Anbieter Apple zählen, ist das Geschäft mit modernen Hochleistungschips. Es steuert inzwischen etwa ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Im dritten Quartal 2023 hatte der Anteil lediglich bei sechs Prozent gelegen.

TSMC mit fünftem Rekord-Quartalsgewinn in Folge
07:46 Uhr

Siemens-Rivale mit Rekord-Auftragseingang

Der Boom beim Bau von Rechenzentren treibt das Wachstum des Elektrotechnikkonzerns ABB weiter an. Wie ABB mitteilt, schoss der Auftragseingang des Schweizer Unternehmens im zweiten Quartal 2026 um 30 Prozent auf den Rekordwert von 12,04 Milliarden Dollar hoch. Die Aufträge im wichtigsten Geschäftsbereich Elektrifizierung stiegen sogar um 60 Prozent.

Trotz der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten konjunkturellen Unsicherheit bekräftigte der Konzern die Prognose für das Gesamtjahr. So peilt der Siemens-Rivale für das Jahr 2026 ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich an. Die operative Marge (Ebita) soll sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhen – selbst ohne die angekündigten Immobilienerlöse.

Siemens-Rivale mit Rekord-Auftragseingang
07:40 Uhr

Schweizer Agrarchemiekonzern bläst Mega-IPO in Hongkong vorerst ab

Der Agrarchemiekonzern Syngenta verschiebt einem Medienbericht zufolge seinen für 2026 geplanten Börsengang in Hongkong und wartet auf bessere Marktbedingungen. Ein IPO im Jahr 2027 gilt nun als wahrscheinlicher, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Laut dem Bericht hat der Krieg im Nahen Osten die Märkte für Agrarprodukte und Düngemittel durcheinandergebracht. Zudem könnte Syngenta aufgrund seines Engagements im Saatgutsektor mit einem längeren Genehmigungsverfahren für den Börsengang konfrontiert sein.

Syngenta, eine hundertprozentige Tochter des chinesischen Staatskonzerns Sinochem mit Sitz in Basel, ist einer der weltweit größten Agrarchemiekonzerne und Weltmarktführer im Bereich Pflanzenschutz sowie ein bedeutender Saatguthersteller. Bis 2017 war Syngenta an der Schweizer Börse (SIX) gelistet, wurde dann aber nach der Übernahme durch China von der Börse genommen. Anleger können derzeit lediglich öffentlich gehandelte Unternehmensanleihen von Syngenta erwerben.

Früheren Angaben von Insidern zufolge könnte das Emissionsvolumen des Börsengangs bis zu zehn Milliarden Dollar betragen. Die Börsenpläne von Syngenta waren in den vergangenen Jahren von zahlreichen Rückschlägen geprägt. So zog Syngenta im März 2024 seinen Antrag auf eine Börsennotierung in Shanghai zurück – nach einem sich über mehrere Jahre hinziehenden Verfahren.

Schweizer Agrarchemiekonzern bläst Mega-IPO in Hongkong vorerst ab
07:22 Uhr

Chipaktien in Asien stark unter Druck - Kospi bricht ein

Die asiatischen Börsen verbuchen heute überwiegend Verlustet. Auslöser ist ein Ausverkauf bei Chipwerten. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach der KI-Rally. Nur Hongkong konnte sich dem Trend entziehen.

Besonders stark traf es Südkorea. Der Kospi sackte um 6,8 Prozent ab und gab damit die Gewinne vom Vortag komplett wieder ab. Grund: Die koreanische Notenbank hat erstmals seit dreieinhalb Jahren die Zinsen angehoben. Der Leitzins liegt nun um 25 Basispunkte höher bei 2,75 Prozent. Der Schritt war erwartet worden, belastet aber die technologie-lastigen Werte. 

Auch die Einzeltitel brachen ein: Samsung Electronics minus 8,1 Prozent, SK Hynix minus 11,1 Prozent. Beide machen zusammen die Hälfte des Kospi aus. In den USA waren die ADRs von SK Hynix bereits am Mittwoch um 9,0 Prozent gefallen. Hanmi Semiconductor verlor knapp 8 Prozent, nachdem die Aktie am Vortag nach starken Quartalszahlen noch rund 30 Prozent zugelegt hatte.

In Tokio ging es für den Topix um 1,3 Prozent nach unten. Auch hier standen Halbleiter unter Druck: Advantest minus 5,3 Prozent, Renesas minus 5,1 Prozent. Softbank Group rutschte um 5,9 Prozent ab.  Der Shanghai Composite büßte 0,8 Prozent ein. In Sydney tendierte der Markt knapp behauptet.

Gegen den Trend legte der Hang Seng Index HSI um 1,9 Prozent zu. Getragen wurde er von Tech-Schwergewichten außerhalb des Halbleiterbereichs. Alibaba plus 4,8 Prozent, Meituan plus 5,3 Prozent, Tencent plus 3,2 Prozent.

Der Ausverkauf spiegelt laut Händlern die wachsende Besorgnis der Anleger wider, dass die KI-getriebene Rally bei Halbleitern überzogen sei. Zusätzlich drückt die Lage im Nahen Osten auf die Stimmung, auch wenn sich die Ölpreise zuletzt nicht weiter nach oben bewegten.

Chipaktien in Asien stark unter Druck - Kospi bricht ein
07:02 Uhr

Die USA erheben Zölle von 25 Prozent auf brasilianische Waren

Zwar sind die Zollgefahren zuletzt in den Hintergrund getreten, die Handelsrisiken sind damit aber noch lange nicht vorbei: Die USA haben neue Zölle gegen Brasilien erhoben. Bestimmte Waren sollen mit 25 Prozent belegt werden, wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitteilte. Dies sei das Ergebnis einer Untersuchung der "unfairen Handelspraktiken" Brasiliens. Brasilianischer Kaffee und Rindfleisch sind von den Zöllen ausgenommen.

Der Schritt wird gemäß Section 301 des Trade Act durchgeführt, der es dem US-Präsidenten erlaubt, Zölle zu verhängen, solange seine Regierung auf unfaire Handelspraktiken verweisen kann.

Donald Trump hatte im vergangenen Jahr einen Zoll von 50 Prozent gegen Brasilien verhängt, doch der Oberste US-Gerichtshof hob diesen später auf. Zölle auf brasilianische Importe, die nicht von der Ausnahmeregelung betroffen sind, liegen derzeit bei zehn Prozent.

Die USA erheben Zölle von 25 Prozent auf brasilianische Waren
06:30 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax hat gestern wieder etwas nachgegeben. Mit 24.999 Punkten dämmte der deutsche Leitindex seine Verluste letztlich auf 0,59 Prozent ein. Zuvor hatte sich der Dax vier Handelstage in Folge über der Marke von 25.000 Zählern gehalten.

Heute läutet der Streaminganbieter Netflix mit seinen Quartalsergebnissen die Bilanzsaison der US-Technologiebranche ein. Dabei steht der Konzern unter Druck, Investoren von seiner Wachstumsstrategie zu überzeugen, da die Nutzerbindung mit der wachsenden Konkurrenz durch traditionelle Medien, YouTube und mobile Angebote zuletzt schwächelte. Analysten erwarten LSEG-Daten zufolge einen Umsatzanstieg um 13,6 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar. Dies wäre das schwächste Wachstum seit mehr als vier Quartalen. Da der Schub durch das Vorgehen gegen das Passwörter-Teilen und durch Preiserhöhungen nachlässt, ist das Werbegeschäft als entscheidend für das künftige Wachstum. Um Werbekunden anzulocken, setzt Netflix auf Live-Events und prüft Medienberichten zufolge ein Gebot für die US-Übertragungsrechte der Fußball-Weltmeisterschaften 2030 und 2034.

Die US-Einzelhändler dürften ihren Umsatz im Juni kaum gesteigert haben. Befragte Ökonomen erwarten, dass die Einnahmen nur um 0,2 Prozent zugelegt haben, nach einem Plus von 0,9 Prozent im Mai. Der Energiepreisanstieg infolge des Iran-Krieges hat einen Inflationsschub in den USA ausgelöst, den die Verbraucher zu spüren bekommen: Die Teuerungsrate lag im Juni trotz eines unerwartet deutlichen Rückgangs noch bei 3,5 Prozent. 

Das wird für den Dax heute wichtig