Gewinnmitnahmen lassen Dax etwas erröten
Der deutsche Aktienmarkt ist in die Verlustzone geraten. Anleger nahmen aus Sicherheit verstärkt Gewinne mit, auch darum, das Risiko kurz vor dem Wochenende zu minimieren. So hat die jüngste US-Militärinvasion in Venezuela an einem Samstag stattgefunden.
Der Dax ging mit einem Abschlag von 0,2 Prozent auf 25.297 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent im Minus bei 6017 Stellen.
Zwar ist der Januar noch nicht vorbei und der Dax hat nach dem Anstieg von knapp 24.500 auf gut 25.500 Punkte eine Verschnaufpause eingelegt. Diese macht laut Marktanalysten aber einen trendbestätigenden Eindruck und ändert nichts an dem übergeordneten positiven Bild. Das nächste Zwischenziel der Hausse sehen Marktanalysten bei etwa 26.200 Punkten. Es errechnet sich aus der Breite der Handelsspanne aus dem zweiten Halbjahr 2025.
Im SDax starteten Klöckner & Co angesichts der Übernahmepläne von Worthington Steel durch. Die Papiere des Stahl- und Metallverarbeiters schossen um 29,5 Prozent auf 11,00 Euro in die Höhe. Am Donnerstag hatte die Aktie bei 8,61 Euro geschlossen. Worthington bietet laut Klöckner im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an alle Aktionäre 11,00 Euro pro Klöckner-Aktie.
Gefragt wie nie! Silberpreis im Höhenflug
Am Edelmetallmarkt geht es derzeit heiß her. Der Silberpreis ist in einen wahren Rallymodus gesprungen und hat zuletzt sogar erstmals die Marke von 90 US-Dollar pro Feinunze gebrochen. Was hinter dem Run steckt und wie Anleger von dem Höhenflug profitieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC.
Novo-Nordisk-Aktie steigt nach Zulassung höherer Wegovy-Dosis
Die Aktie von Novo Nordisk legt um 6,5 Prozent zu, nachdem die britische Gesundheitsbehörde eine höhere Dosierung des Abnehmpräparats Wegovy zugelassen hat. Die Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) teilte mit, dass sie eine Höchstdosis von bis zu 7,2 Milligramm (mg) Semaglutid pro Woche genehmigt hat - eine deutliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Limit von 2,4 mg. Die Dosis soll in drei separaten Injektionen verabreicht werden und ist strikt für erwachsene Patienten mit Adipositas vorgesehen.
Die Analysten von Berenberg rechnen damit, dass die Tablette in diesem Jahr rund eine Milliarde Dollar einbringen wird. Höher als erwartet ausfallende Umsätze könnten Hindernisse wie Preissenkungen in den USA und auslaufende Patente ausgleichen, so die Analysten.
"Sport- und Protein-Aktien boomen gerade"
Starke Chipwerte an der Wall Street
Angetrieben von Kursgewinnen bei Chipaktien haben die US-Börsen zugelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,2 Prozent auf 49.530 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 6965 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog um 0,5 Prozent auf 23.648 Punkte an.
Vor dem langen Wochenende setzten Anleger auf die von Künstlicher Intelligenz (KI) getriebene Chip-Nachfrage und packten sich Halbleiterwerte in die Depots. Die Aktien von Western Digital, Seagate Technology und SanDisk stiegen zwischen 2,6 und 4,2 Prozent. Bei Micron sorgte ein Aktienerwerb eines Managers für zusätzlichen Auftrieb. Die Papiere gewannen mehr als sieben Prozent. Ansonsten kamen die Expansionspläne von Worthington Steel gut an. Die Aktien verteuerten sich um 12,5 Prozent. Der Konzern will den deutschen Stahl- und Metallverarbeiter Klöckner & Co übernehmen.
US-Industrieproduktion deutlich stärker als prognostiziert
Die Industrie in den USA hat im Dezember ihre Produktion hochgefahren. Sie erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte. Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,1 Prozent prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich auf 76,3 Prozent von revidierten 76,1 (vorläufig: 76,0) Prozent im Vormonat. Hier waren Ökonomen von 76,0 Prozent ausgegangen.
Im verarbeitenden Gewerbe, das für einen Großteil der Industrieproduktion steht, wurde gegenüber dem Vormonat ein Produktionsplus von 0,2 Prozent verzeichnet nach plus 0,4 Prozent. Die Jahresrate lag bei plus 2,1 Prozent.
Mosaic beklagt einbrechende Dünger-Nachfrage - K+S-Aktie verliert stark
Der US-Düngemittelriese Mosaic spürt einen Nachfrageeinbruch in Nordamerika. Die Nachfrage sei im vierten Quartal weit über die übliche saisonale Schwäche hinaus zurückgegangen, was das Verkaufsvolumen und den Cashflow belastet habe, teilte der Konkurrent von K+S mit. So seien die Phosphat-Lieferungen in Nordamerika um etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Nachfrage nach Kali sei dagegen nur geringfügig schwächer gewesen. Das schwierige Marktumfeld habe die Ergebnisse des vierten Quartals erheblich beeinträchtigt. Die Mosaic-Aktie rutscht um 6,7 Prozent ab. Auch das K+S-Papier verliert 4,3 Prozent.
Henkel kauft im Bereich Spezialtapes zu
Henkel verstärkt sich mit einer Übernahme in Europa im Bereich Spezialtapes. ATP Adhesive Systems mit einem Umsatz von 270 Millionen Euro sei ein kleiner Zukauf, heißt es im Handel. Henkel werde beim Umsatz dagegen nahe der Marke von 21 Mrd. Euro 2025 erwartet. Die Gesellschaft befinde sich wohl momentan auf Einkaufstour. Zuletzt habe es Berichte gegeben, dass Interesse an Olaplex bestehe, um das Haarkosmetikgeschäft zu skalieren. Die Aktie von Henkel notiert mit dem Markt kaum verändert.
Revo-Hotelgruppe meldet Insolvenz für 140 Gesellschaften an
Die Revo-Hospitality-Gruppe, ein großer Hotelbetreiber, hat für rund 140 seiner Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht. Darunter sind 125 Hotels mit etwa 5500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich, die aber weitergeführt werden sollen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. "Bei der Agentur für Arbeit haben wir eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für die Monate Januar bis März 2026 beantragt", hieß es.
Die Gruppe betreibt eigenen Angaben zufolge unter eigenen Marken sowie als Franchisenehmer großer Hotelketten insgesamt 250 Hotels in 135 Städten in zwölf europäischen Ländern.
Analysten setzen auf China-Aktien
Nach zwei aufeinander folgenden Jahren mit Indexgewinnen bleibt BNP Paribas für chinesische Aktien bis ins Jahr 2026 positiv gestimmt. Dies liege teilweise an "der Überzeugung, dass die Regierungspolitik die Unternehmensgewinne stützen wird" und weniger an einer Erholung des Binnenkonsums, urteilt William Bratton, Leiter des Cash-Equity-Research. Der Konsum werde sich 2026 wahrscheinlich erholen, aber die Auswirkungen auf die Gewinne dürften sich erst in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen, fügt er hinzu. BNP bevorzuge Sektoren wie Grundstoffe, Industrie und Technologie gegenüber konsumnahen Sektoren.
Bayer erhält wichtige Zulassung für Augenmedikament
Bayer bekommt für sein Augenmedikament Eylea in der hochdosierten Version (8mg) die Zulassung für eine dritte Indikation in der Europäischen Union. Brüssel gab das Mittel auch zur Behandlung von Patienten mit einer Sehbeeinträchtigung aufgrund eines Makulaödems infolge eines retinalen Venenverschlusses frei, wie der deutsche Pharmakonzern in Berlin mitteilte.
Im Unterschied zu niedrigdosiertem Eylea (2mg) braucht es mit der 8mg-Variante weniger häufig eine Injektion in den Augapfel. Laut zulassungsrelevanter Studie benötigten 60 Prozent der Patienten mit dieser Krankheit ein zuletzt zugewiesenes verlängertes Behandlungsintervall von vier Monaten und mehr.
Neues vom Geldmarkt
Am europäischen Geldmarkt bleibt es ruhig. Daran dürfte sich zunächst auch nichts ändern. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane rechnet vorerst mit unveränderten Leitzinsen. In einem Interview mit La Stampa sagte er, die EZB-Prognosen deuteten derzeit auf eine mittelfristige Stabilisierung bei 2,0 Prozent (der Inflation) und ein Wirtschaftswachstum in der Nähe der Potenzialrate hin. "Unter diesen Umständen rechnet niemand mit sehr großen Zinsbewegungen", sagte er.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,80 - 2,10 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,80 - 2,10 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,84 - 2,21 (1,94 - 2,12), 3-Monats-Geld: 1,93 - 2,28 (2,04 - 2,22), 6-Monats-Geld: 1,99 - 2,34 (2,08 - 2,28), 12-Monats-Geld: 2,07 - 2,42 (2,18 - 2,37), Euribors: 15.01. 14.01. 3 Monate: 2,0260 2,0160, 6 Monate: 2,1410 2,1460, 12 Monate: 2,2530 2,2510
China-Sorgen drücken Kupferpreis
Spekulationen auf eine geringere Nachfrage aus dem wichtigen Verbraucherland China setzen dem Kupferpreis zu. Das Industriemetall verliert bis zu zwei Prozent auf 12.843 Dollar je Tonne. Schwächere Kreditdaten und Pläne Chinas, branchenspezifische Zinssätze anstelle der Leitzinsen zu senken, wecken Konjunktursorgen. Einer Reuters-Umfrage zufolge dürfte sich das Wirtschaftswachstum Chinas im Jahr 2026 auf 4,5 Prozent verlangsamen und im Jahr 2027 das gleiche Tempo beibehalten. Seit Jahresbeginn hat Kupfer in der Spitze bereits gut sieben Prozent zugelegt - am Mittwoch erreichte das Industriemetall einen Rekordwert von 13.407 Dollar je Tonne.
Autoaktien geraten unter die Räder
Die Autowerte kommen zum Wochenschluss auf keinen grünen Zweig. Im Dax verlieren die Papiere von Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Porsche zwischen 2,1 und 1,3 Prozent. Sie gehören damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex. Der europäische Branchenindex gibt 1,5 Prozent nach. Daimler Truck und Porsche haben schwache Absatzzahlen vorgelegt.
Wall Street vorbörslich ziemlich grün
Zum Wochenausklang zeichnen sich an den US-Börsen erneut Kursgewinne ab. Der Future auf den S&P-500 liegt vorbörslich 0,3 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future legt um 0,6 Prozent zu, erneut gestützt von Zahlen und Ausblick des taiwanischen Chipzulieferers TSMC. Die optimistischen Erwartungen des Unternehmens haben die Furcht vor einer KI-Blase zerstreut.
An der Börse sind erneut Aktien mit Bezug zu TSMC oder zum Thema KI gesucht. Dazu gehört Nvidia, für die TSMC Chips fertigt. Die Nvidia-Aktie steigt vorbörslich um ein Prozent. Advanced Micro Devices (AMD) legen um 3,2 Prozent zu. Die Bilanzsaison legt heute eine Pause ein.
Dax etwas leichter - Öl teurer
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang mangels wichtiger Daten kleinere Brötchen gebacken. Am Mittag lag der deutsche Leitindex 0,2 Prozent tiefer bei 25.314 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um ebenfalls 0,2 Prozent auf 6030 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester zum Donnerstag bei 1,1614 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um 1,2 beziehungsweise 1,0 Prozent.
Spekulationen über Yen-Interventionen
Diskussionen über eine mögliche gemeinsame Intervention Japans mit den Vereinigten Staaten zur Stärkung der japanischen Landeswährung schieben den Yen an. Der Dollar fällt zeitweise um 0,4 Prozent auf 157,99 Yen. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, sie schließe keine Option aus, um der Yen-Schwäche entgegenzuwirken. Die Landeswährung hatte Mitte der Woche zum Dollar den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren erreicht. Eine im vergangenen September mit den USA unterzeichnete gemeinsame Erklärung sei "äußerst bedeutsam und enthalte Formulierungen zu Interventionen", sagt sie auf einer Pressekonferenz. Der jüngste Kursverfall des Yen bringe das japanische Finanzministerium einer tatsächlichen Intervention deutlich näher, erläuterte Tony Sycamore vom Broker IG.
Autozulieferer-Aktie nach Herabstufung tiefrot
Nach einer Herunterstufung machen die Anleger um Norma einen großen Bogen. Die Aktien des Auto- und Industriezulieferers verloren in der Spitze 7,5 Prozent und waren damit schwächster SDax-Wert. Die Analysten von Metzler haben die Titel auf "Hold" von "Buy" heruntergenommen. Das Management müsse nun in einigen Schlüsselbereichen greifbare Fortschritte erzielen, hieß es in dem Kommentar. Dazu zählten unter anderem Transaktionen im Bereich Industrielle Anwendungen, die schnell integriert werden könnten und Synergien lieferten wie auch eine Stabilisierung des herausfordernden Geschäfts in der EMEA-Region.
Daimler Truck mit großen Absatzproblemen in Nordamerika
Daimler Truck hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 422.510 Nutzfahrzeuge verkauft, das sind acht Prozent weniger als im Vorjahr. Das vergleichsweise kleine Busgeschäft verzeichnete mit plus zwei Prozent einen leichten Zuwachs, wie aus einer Mitteilung des Nutzfahrzeugherstellers hervorgeht.
Nach Regionen belastete den Dax-Konzern das Geschäft auf dem weltweit wichtigsten Lkw-Markt: In Nordamerika sackte der Absatz um 26 Prozent auf 141.814 Einheiten ab. Im Schlussquartal gaben die Absätze in Nordamerika sogar um 27 Prozent nach. In Europa erzielte Daimler Truck mit der Marke Mercedes-Benz (MB) im Gesamtjahr - dank eines guten Schlussquartals - mit 159.871 Einheiten einen nahezu unveränderten Absatz. Alleine im vierten Quartal zog der Absatz von MB um elf Prozent an. Erfreulich war ein Anstieg der Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge insgesamt von 67 Prozent auf 6.726 Einheiten.
Was kann den Wirtschaftsstandort Europa retten?
Die Wirtschaft in Deutschland und Europa schwächelt. Dennoch präsentieren sich die Aktienmärkte seit Monaten sehr stark. Wie dieser Widerspruch zu erklären ist und was der Wirtschaftsstandort Europa braucht, um wieder eine führende Rolle einzunehmen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Marcus Hüttinger von der Fondsgesellschaft Gané und Marcel Lähn vom Vermögensverwalter Feri.
Klöckner-Aktie geht durch die Decke
Heute steht unter anderem die Klöckner-Aktie wegen eines Übernahmeangebots im Blick. Ihr Kurs schoss um 28,3 Prozent auf 10,98 Euro nach oben. "Das Gebot kommt nicht unerwartet, die Prämie ist aber deutlich höher als gedacht", so ein Marktteilnehmer zu dem Gebot von Worthington Steel für Klöckner. Das Gebot sei mit 11,00 Euro je Aktie eine deutliche Prämie und sollte helfen, die Annahmequote von 65 Prozent zu erreichen. Die Prämie entspreche dem Unternehmen zufolge 98 Prozent auf den unbeeinflussten volumengewichteten 3-Monatsdurchschnittskurs der Aktie am 5. Dezember 2025.
Das Europageschäft hatte zuletzt positive Signale gesendet, der Großteil des Geschäftes werde allerdings in Amerika erzielt. Der Deal zeige zum einen, dass Übernahmen bereits früh im Jahr starten. Zum anderen belege es, dass der Ausverkauf deutscher Unternehmen weitergehe, so der Marktteilnehmer.
Ölpreise geben weiter nach
Die Ölpreise geben weiter nach, nachdem sich die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten abschwächten. US-Präsident Donald Trump hatte sich in der Iran-Krise zuletzt abwartend geäußert. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 63,59 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent schwächer bei 59,06 Dollar.
Porsche-Absatz bricht in China ein
Porsche hat vor allem wegen eines Absatzeinbruchs in China im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Insgesamt lieferte die Volkswagen-Tochter knapp 280.000 Wagen an die Kunden aus, wie derSportwagenbauer mitteilte. Die Verkäufe lagen damit erstmals seit 2020 unter der Marke von 300.000 Stück. In China erlitt Porsche die größten Einbußen mit einem Minus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 41.000 Wagen, in Deutschland schrumpfte der Absatz um 16 Prozent. Neben der schwachen Nachfrage nach Luxusprodukten in China belasteten Angebotslücken beim Porsche 718 und dem SUV Macan, das in Europa nicht mehr mit Verbrennungsmotor verkauft wurde, erklärte Vertriebschef Matthias Becker.
"Heute ist erst einmal Pause"
Der Dax gibt zum Start in das heutige Geschäft leicht nach. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.335 Punkten, nachdem er gestern 0,3 Prozent fester mit 25.352 Zählern geschlossen hatte. "Die Vorgaben fallen uneinheitlich aus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Heute ist erst einmal Pause nach dem grandiosen Jahresauftakt."
Experten: Rezessionsgefahr hat sich leicht erhöht
Die kurzfristigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich offenbar über den Jahreswechsel kaum verändert. Das signalisiert der monatliche Konjunkturindikator des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Zugleich habe sich die Rezessionsgefahr für die Wirtschaft leicht erhöht. Für das erste Quartal von Januar bis Ende März weist der Indikator für dieses Szenario eine Wahrscheinlichkeit von 28,0 Prozent aus. Anfang Dezember betrug sie für die folgenden drei Monate noch 26,4 Prozent. Die geringfügige Eintrübung fällt nach Analyse von IMK-Konjunkturexperte Thomas Theobald aber kaum ins Gewicht. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator zeige wie im Dezember "gelb-grün" an, was für ein moderates Wachstum spreche.
Inflationsrate fällt unter Zwei-Prozent-Marke
Sinkende Preise für Benzin, Strom und einige Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland im Dezember auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gedrückt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nur noch um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat nach jeweils 2,3 Prozent im Oktober und November, wie das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung bestätigte. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im September 2024 mit 1,6 Prozent.
Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung um durchschnittlich 2,2 Prozent an. In diesem Tempo waren sie bereits 2024 gestiegen. "Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert", sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.
TSMC treibt Tech-Aktien und Kospi
An den asiatischen Aktienmärkten setzt sich keine einheitliche Tendenz durch. Gefragt sind nach dem starken Ausblick von Taiwan Semiconductors Manufacturing (TSMC) Techologiewerte. Davon profitiert der Kospi in Seoul, er steigt um 0,6 Prozent und markiert Allzeithochs. Die Börsen in Tokio und in Shanghai können sich dagegen nur behaupten. In Hongkong gibt der Hang-Seng 0,2 Prozent ab. Der Leitindex in Sydney zieht dagegen um ein halbes Prozent an, gestützt vor allem von Gewinnen im Bankensektor.
TSMC gewinnen 2,7 Prozent auf 1.735 Taiwan-Dollar. Der Konzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss einen unerwartet starken Ausblick veröffentlicht. Das Angebot an modernen Chips von TSMC könnte für einige Zeit knapp bleiben, urteilen die Analysten der Citigroup. Sie haben das Kursziel von 2.450 auf 2.600 Taiwan-Dollar angehoben. Trotz der steigenden Kosten für fortschrittlichere Knoten sei KI sowohl für den Umsatz als auch für die Marge positiv. Dies stärke die Fähigkeit des Unternehmens, seine branchenführende Profitabilität über den gesamten Zyklus hinweg aufrechtzuerhalten, so die Analysten. Beim Advanced Packaging gehen die Analysten davon aus, dass die Kapazität von TSMC im Jahr 2026 1,2 bis 1,3 Millionen Wafer erreichen und im Jahr 2027 auf 1,8 bis 2 Millionen steigen könnte. Samsung Electronics gewinnen in Seoul 3,3 Prozent, SK Hynix knapp 1 Prozent.
Wie geht der Dax ins Wochenende?
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenausklang zunächst etwas leichter erwartet. So wird der Dax bei 25.290 Zählern gesehen. Die Stimmung ist unverändert gut, mit einem Plus von gut drei Prozent in den ersten beiden Wochen des Jahres ist im DAX bereits einiges eingepreist. Vom kleinen Verfall am Terminmarkt werden am Mittag kaum Impulse erwartet. Das Umfeld ist ansonsten unverändert, die Themen lauten Venezuela, Iran und auch Grönland. Brent handelt bei 63,50 Dollar je Barrel und signalisiert bei unveränderten Kursen gegenüber Vortagesschluss keine veränderte Risikowahrnehmung. Auch Anleihen und Gold starten wenig verändert in den Tag.
Allgemein positiv wird der Zolldeal zwischen den USA und Taiwan gewertet. Wie es von der Societe Generale dazu heißt, scheint Taiwan mit dem von 20 auf 15 Prozent gesenkten Zöllen im Gegensatz zu Südkorea und Japan durch das Abkommen mehr Flexibilität zu genießen, was wahrscheinlich auf seine dominante und nahezu monopolistische Stellung im Bereich fortschrittlicher Chips zurückzuführen sei. Mit Blick auf den globalen Handel wird mit dem EU-Indien-Freihandelsabkommen für Ende das Monats gerechnet.
"Prämie deutlich höher als gedacht": KlöCo vor Kurssprung
"Das Gebot kommt nicht unerwartet, die Prämie ist aber deutlich höher als gedacht", so ein Marktteilnehmer zu dem Gebot von Worthington Steel für Klöckner. Das Gebot sei mit 11 Euro je Aktie eine deutliche Prämie und sollte helfen, die Annahmequote von 65 Prozent zu erreichen. Die Prämie entspreche dem Unternehmen zufolge 98 Prozent auf den unbeeinflussten volumengewichteten 3-Monatsdurchschnittskurs der Aktie am 5. Dezember 2025. Das Europageschäft hatte zuletzt positive Signale gesendet, der Großteil des Geschäftes werde allerdings in Amerika erzielt. Der Deal zeige zum einen, dass Übernahmen bereits früh im Jahr starten. Zum anderen belege es, dass der Ausverkauf deutscher Unternehmen weitergehe, sagt der Marktteilnehmer.
EZB-Chefvolkswirt besorgt über Druck auf Fed
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihres Chefvolkswirts Philip Lane vorerst keine Zinsänderung debattieren, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibt. Neue Botschaften wie eine mögliche Abweichung der US-Notenbank Fed von ihrem Kurs könnten die Aussichten jedoch eintrüben, sagte Lane der italienischen Zeitung "La Stampa". Für die Eurozone wäre es wirtschaftlich schwierig, wenn die Inflation in den USA nicht zum Zielwert zurückkehre. Eine Neubewertung der künftigen Rolle des Dollars könne zudem "eine Art Finanzschock für den Euro" darstellen.
Hintergrund ist der zunehmende Druck der US-Regierung auf Notenbankchef Jerome Powell. Das US-Justizministerium hat Ermittlungen gegen Powell wegen Kostenüberschreitungen bei einem Renovierungsprojekt eingeleitet. Powell weist die Vorwürfe zurück und bezeichnete das Vorgehen als Vorwand, um ihn wegen von US-Präsident Donald Trump geforderter Zinssenkungen unter Druck zu setzen.
Weltwirtschaft trotzt Handelsschocks
Die neuen Konjunkturprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden nach Aussage von dessen Chefin Kristalina Georgiewa die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft belegen. Die Weltwirtschaft wachse "ziemlich stark", sagte Georgiewa. "Mehr vom Gleichen: Die Weltwirtschaft ist bemerkenswert widerstandsfähig und der Handelsschock hat das globale Wachstum nicht aus der Bahn geworfen", erklärte sie auf die Frage, was die neuen Prognosen zeigen würden. Der IWF wird seine aktualisierte Prognose voraussichtlich am 19. Januar veröffentlichen. Im Oktober hatte der Fonds seine Prognose für das globale BIP-Wachstum 2025 leicht auf 3,2 Prozent angehoben und die für 2026 bei 3,1 Prozent belassen.
Deutscher Ausverkauf: US-Konzern will KlöCo schlucken
Worthington Steel will den deutschen Stahl- und Metallverarbeiter Klöckner & Co übernehmen. Darauf hätten sich die beiden Unternehmen geeinigt, teilte Klöckner mit. Worthington biete im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an alle Aktionäre 11,00 Euro pro Klöckner-Aktie. Es sei eine Mindestannahmequote von 65 Prozent vorgesehen. Der Wert der Transaktion beläuft sich insgesamt auf 2,1 Milliarden Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen die Annahme. Anfang Dezember hatte Klöckner bestätigt, dass die beiden Unternehmen über ein Übernahmeangebot verhandelten. Worthington ist wie KlöCo ein Metallverarbeiter, der den Kunden etwa beim Flachstahl Vorarbeiten abnimmt und dadurch höhere Margen erzielen kann. Das 1955 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Columbus im Bundesstaat Ohio beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter an 37 Standorten, vor allem in den USA, aber auch in Europa. Einer Präsentation zufolge gehören Zukäufe zur Strategie, wenn die Firmen unmittelbar zu höheren Margen beitragen. Worthington Steel erzielte in dem Geschäftsjahr 2025 (per Ende Mai) einen Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar.
KI-Boom stützt, Sorgen um Yen belasten Asien-Börsen
Die Hoffnung auf einen anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) sorgt für eine uneinheitliche Entwicklung an den asiatischen Börsen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legt um 0,5 Prozent zu und bewegt sich in der Nähe seines Rekordhochs. Die Börse in Tokio tendiert hingegen schwächer. Der Nikkei-Index gibt 0,3 Prozent auf 53.927,29 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,2 Prozent niedriger bei 3659,81 Zählern. Der Shanghai Composite verliert 0,2 Prozent auf 4103,45 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,1 Prozent auf 4744,25 Punkte fällt.
In Japan nehmen Anleger nach einer kräftigen Rally Gewinne mit. Der Markt habe nach den starken Zuwächsen in dieser Woche eine Pause gebraucht, sagt Kazunori Tatebe, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Die Gesamteinschätzung habe sich jedoch nicht geändert. Die Rally war von der Hoffnung auf ein Konjunkturpaket von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi angetrieben worden, die eine vorgezogene Neuwahl anstreben könnte. Zu den Verlierern zählten die Aktien des Uniqlo-Mutterkonzerns Fast Retailing mit einem Minus von 1,62 Prozent. Dagegen legen die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest um 0,67 Prozent zu.
Im Fokus steht zudem der schwache Yen. Die Währungshüter in Tokio schlossen zur Stützung des Yen keine Maßnahmen aus, auch eine koordinierte Intervention mit Washington sei denkbar, sagt Finanzministerin Satsuki Katayama. Ein schwächerer Yen verteuert die Importe und könnte die Inflation anheizen. Dies wiederum nährt die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die japanische Notenbank Bank of Japan. Die Rendite der fünfjährigen japanischen Staatsanleihe erreichte daraufhin mit 1,645 Prozent ein Rekordhoch.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Der Dollar hält sich in der Nähe eines Sechs-Wochen-Hochs, nachdem robuste US-Wirtschaftsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed dämpften. Im asiatischen Handel verliert der Dollar 0,3 Prozent auf 158,14 Yen und legt leicht auf 6,9661 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8024 Franken vor. Der Euro bleibt fast unverändert bei 1,1610 Dollar und zieht leicht auf 0,9317 Franken an.
Kleines Plus mit großer Wirkung
Der Dax ist wieder in der Spur: Im gestrigen Geschäft schloss der deutsche Börsenleitindex 0,3 Prozent fester mit 25.352 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er die ersten Verluste in dem noch jungen Börsenjahr 2026 hinnehmen müssen, nach zuvor acht Handelstagen mit Aufschlägen und sechs Allzeithochs. Rekordzahlen des Chip-Auftragsfertigers TSMC hatten den Sektor inklusive Zulieferer gestützt.
Zum Ausklang der Börsenwoche stehen noch einmal Unternehmenszahlen an, aber auch konjunkturseitig ist es interessant, denn der Preisauftrieb in Deutschland dürfte vor der Jahreswende deutlich nachgelassen haben. Klarheit bringen die endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Es hat in vorläufigen Zahlen einen Rückgang der Jahressteuerungsrate im Dezember auf 1,8 Prozent gemeldet. Im November hatte die Inflation noch bei 2,3 Prozent gelegen und damit über der Marke von 2,0 Prozent, die von der Europäischen Zentralbank als ideal für die Konjunktur im Euroraum angesehen wird.
Unternehmensseitig veröffentlicht Daimler Truck Absatzzahlen für das abgelaufene Jahr. Daneben steht im milliardenschweren Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat für den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer eine richtungsweisende Entscheidung an. Der Oberste Gerichtshof der USA gibt voraussichtlich heute bekannt, ob er den Berufungsantrag des Unternehmens in einem zentralen Verfahren annimmt. Der nächste mögliche Termin für eine Bekanntgabe ist der darauffolgende Dienstag, da der Montag in den USA ein Feiertag ist. Eine Annahme des Antrags wäre für Bayer ein entscheidender Erfolg. Der Konzern hofft, auf diesem Weg grundsätzliche Rechtssicherheit zu erlangen und die Klagewelle in den USA einzudämmen.
Und der Autobauer Porsche legt die Auslieferungszahlen für das vergangene Jahr vor. Die Schwaben litten vor allem unter dem Einbruch in China. Bis Ende September war der Absatz um sechs Prozent weltweit geschrumpft. Bei einem solchen Rückgang im Gesamtjahr hätten die Schwaben erstmals seit 2020 weniger als 300.000 Autos losgeschlagen.