Der Börsen-Tag
20. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:38 Uhr

US-Zollurteil weckt Dax auf

Lange Zeit verharrten die Akteure am deutschen Aktienmarkt in Abwartehaltung, doch am Nachmittag ging dann an der Frankfurter Börse die Post ab. Das Oberste US-Gericht hat den Großteil der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Die Richter entschieden mehrheitlich, das von Trump bemühte Notstandsgesetz ermächtige "den Präsidenten nicht dazu, Zölle zu verhängen".

Der Dax schnellte daraufhin bis auf 25.331 Punkte hoch, kam dann aber wieder etwas zurück. Am Ende ging der deutsche Leitindex 0,9 Prozent höher mit 25.261 Zählern ins Wochenende. Der EuroStoxx50 notierte 1,1 Prozent im Plus bei 6123 Stellen.

Trump hatte die Abgaben erstmals im Februar 2025 auf Grundlage eines Gesetzes aus dem Jahr 1977 angeordnet, das eigentlich für den nationalen Notfall gedacht ist. Zu den Maßnahmen gehörten ein Basiszollsatz auf alle Importe sowie zusätzliche Zölle für die meisten Länder. Zudem verhängte er produktspezifische Zölle wie auf Stahl und Aluminium sowie auf Autoteile. Tausende Unternehmen weltweit hatten gegen die Maßnahmen geklagt und eine Rückerstattung der von ihnen gezahlten Abgaben gefordert.

Gewinne verzeichneten Aktien von Automobilherstellern und -zulieferern. In Frankfurt gewannen Mercedes-Benz 0,8 Prozent. Continental notierten 0,5 Prozent höher.

In Europa legten Luxusgüter- und Alkoholaktien kräftig zu. Luxusgüterunternehmen gehören angesichts ihrer großen Präsenz in den USA und ihrer oft heimischen Produktionsstätten zu denjenigen, die von Trumps Zöllen am stärksten betroffen sind.

US-Zollurteil weckt Dax auf
17:10 Uhr

"Trump verfügt über eine Vielzahl an Möglichkeiten"

Hier einige Expertenstimmen zum Zollurteil in den USA:

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank: "Donald Trump wird versuchen, andere Möglichkeiten für Zölle zu nutzen. Er könnte sich darauf berufen, dass ein außenwirtschaftliches Ungleichgewicht vorliegt, was in Anbetracht eines Leistungsbilanzdefizits von knapp fünf Prozent der Fall ist. Hier würde die Sektion 122 des Trade Acts von 1974 greifen. Diese ermächtigt den Präsidenten zur Einführung eines zusätzlichen Zolls in Höhe von 15 Prozent für einen Zeitraum von 150 Tagen ..."

Sandra Ebner, Union Investment: "Es sieht aus wie eine schallende Ohrfeige für US-Präsident Donald Trump: Der Oberste Gerichtshof der USA hat in einer ersten Einschätzung die Anfang April 2025 verhängten Pauschal- und Fentanyl-Zölle für rechtswidrig erklärt. Die Auswirkungen auf Kapitalmarkt und Unternehmen dürften aber begrenzt sein. Mit der Einschätzung des Obersten Gerichts kehrt die Unsicherheit zurück, wie und in welchem Umfang künftig US-Zölle erhoben werden. Die Nervosität dürfte aber nicht von Dauer sein. Wir halten es für sehr unwahrscheinlich, dass die Zölle nun wegfallen. Im Gegenteil: Faktisch dürfte sich kaum etwas ändern. Denn US-Präsident Donald Trump verfügt über eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Druck auf die Handelspartner hoch zu halten ..."

Carsten Brzeski, ING-Chefvolkswirt: "Die Entscheidung ist natürlich ein Schlag ins Gesicht für Donald Trump. Allerdings sollten die amerikanischen Handelspartner keine neuen Hoffnungen hegen, dass sich die Handelspolitik der US-Regierung jetzt schlagartig ändern würde. Die Regierung hat andere Möglichkeiten, um Zölle zu erheben und Druck auf Handelspartner auszuüben. Für die EU wird sich die Frage stellen, ob man nach dem Grönland-Konflikt das US-EU-Handelsabkommen weiterhin auf Eis legen möchte. Dabei gilt zu beachten, dass die in diesem Abkommen abgesprochenen Zölle nicht vom heutigen Urteil betroffen sind. Auch nach dem heutigen Urteil wird für Donald Trump weiterhin gelten, dass Zölle das schönste Wort im englischen Wörterbuch sind."

"Trump verfügt über eine Vielzahl an Möglichkeiten"
16:48 Uhr

Dax ist gefangen im Seitwärtsmodus

Krisen, Zölle, Konjunktur - eigentlich gibt es derzeit genug Impulse für den Markt. Aber dennoch tritt der Dax seit Wochen auf der Stelle. Warum gerade Discountzertifikate in solchen Phasen ihre Vorteile ausspielen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Annchristin Jahnel von der HSBC.

Dax ist gefangen im Seitwärtsmodus
16:37 Uhr

Zollurteil von Oberstem US-Gerichtshof bringt Wall Street in Trab

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(Foto: REUTERS)

Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gegen die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle hat für einen Kurssprung an der Wall Street gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte drehte danach ins Plus und gewann 0,6 Prozent auf 49.712 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,7 Prozent auf 6909 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um bis zu 0,9 Prozent auf 22.880 Zähler.

Nach der Gerichtsentscheidung stiegen Aktien auf breiter Front. Gefragt waren vor allem Papiere von Autoverkäufern, Möbelfirmen sowie Schuh- und Spielzeugherstellern.

Zollurteil von Oberstem US-Gerichtshof bringt Wall Street in Trab
16:12 Uhr

US-Zollurteil treibt Dax nach oben - Dollar gibt nach

Nach der Entscheidung des Oberste Gerichtshof der USA gegen die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle ist ein Ruck durch den deutschen Aktienmarkt gegangen. Der Dax schnellte bis auf 25.331 Zähler hoch. Am Nachmittag stieg er um 0,8 Prozent auf 25.225 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 6098 Stellen. Der US-Dollar gab nach, der Euro lag bei 1,1798 Dollar.

US-Zollurteil treibt Dax nach oben - Dollar gibt nach
16:07 Uhr

Höhere Ölpreise belasten den Euro

Der jüngste Anstieg der Ölpreise in Reaktion auf die Spannungen zwischen den USA und dem Iran mache den Euro anfällig, schreibt der ING-Analyst Francesco Pesole in einem Kommentar. Die Verluste des Euro würden teilweise wahrscheinlich durch die damit verbundenen Kursverluste bei Aktien und die jüngste Bedeutung der Gemeinschaftswährung als sicherer Hafen und Alternative zum Dollar gemildert, meint er. Eine weitere Rally der Ölpreise könne die Verluste des Euro potenziell ausweiten, insbesondere im Falle eines Ölpreisschocks, so der Analyst. Das sei "besonders zutreffend, da der Euro-Dollar immer noch rund 1 Prozent über einem kurzfristig fairen Wert notiert". Der Euro könne im Falle einer größeren Eskalation auf 1,16 US-Dollar fallen, meint er. Der Euro gibt um 0,1 Prozent auf 1,1765 US-Dollar nach.

Höhere Ölpreise belasten den Euro
15:50 Uhr

Navidi: Zollurteil könnte US-Verfassungsordnung aushebeln

Gebannt richten sich die Blicke gen US-Verfassungsgericht - heute ist "Entscheidungstag". Ob auch die Entscheidung verkündet wird, ob die Zölle Trumps verfassungswidrig sind, bleibt abzuwarten. Sandra Navidi erklärt, welche Tragweite das Urteil für die Gewaltenteilung der USA haben könnte.

Navidi: Zollurteil könnte US-Verfassungsordnung aushebeln
15:38 Uhr

Deutschland hat einen neuen "Handelspartner Nummer eins"

Trotz der von Präsident Donald Trump durchgesetzten hohen Zölle sind die USA im vergangenen Jahr der wichtigste Abnehmer deutscher Exportwaren geblieben, haben ihre Stellung als Handelspartner Nummer eins aber an China verloren. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten brachen um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Seit August 2025 gelten für die meisten deutschen Waren US-Zölle von 15 Prozent - ein Vielfaches des früheren Satzes. Auf den Rängen zwei und drei der wichtigsten Empfängerländer deutscher Exporte folgten erneut Frankreich und die Niederlande.

Neuer Handelspartner Nummer eins ist China. Der Außenhandelsumsatz mit der Volksrepublik - die Summe von Exporten und Importen - wuchs um 2,1 Prozent auf 251,8 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen mit den USA schrumpfte dagegen um 5,0 Prozent auf 240,5 Milliarden Euro. China war bereits von 2016 bis 2023 Deutschlands Handelspartner Nummer eins, wurde aber 2024 durch die Vereinigten Staaten vom ersten Platz verdrängt. Drittgrößter Handelspartner sind die Niederlande mit Exporten und Importen im Gesamtwert von 209,1 Milliarden Euro (+3,3 Prozent).

Deutschland hat einen neuen "Handelspartner Nummer eins"
15:15 Uhr

Experte: Fed kann nach US-BIP-Daten ruhig bleiben

"Robustes Wachstum ist eigentlich das Markenzeichen der US-Wirtschaft", sagte Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe. "Das schwache Ergebnis enttäuscht, ist aber auch Folge des lange anhaltenden Government Shutdowns. Für 2026 bleibt der Ausblick freundlich. Steuersenkungen, hohe IT-Investitionsausgaben, Deregulierungen und die vorgenommenen Leitzinssenkungen sorgen für weiteren konjunkturellen Rückenwind. Die Fed dürfte sich darin bestätigt sehen, das Leitzinsniveau vorerst beizubehalten. Es bleibt Powells Nachfolger Warsh überlassen, den Offenmarktausschuss von weiteren Zinssenkungen zu überzeugen. Wirklich notwendig sind sie aber wohl nicht. Das Risiko einer konjunkturellen Übersteuerung nimmt zu. Am Horizont ziehen neue Inflationsgefahren auf."

Experte: Fed kann nach US-BIP-Daten ruhig bleiben
14:45 Uhr

Shutdown belastet US-Wirtschaft enorm - Wachstum deutlich unter Erwartungen

Die US-Wirtschaft hat im vierten Quartal 2025 stärker an Fahrt verloren als erwartet, was vor allem am Shutdown der Bundesregierung gelegen haben dürfte. Wie das Bureau of Ecenomic Analyses (Bea) im Rahmen einer ersten Veröffentlichung mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal und auf das Jahr hochgerechnet nur um 1,4 Prozent. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg von 2,5 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal war das US-BIP um 4,4 Prozent gewachsen.

Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg im vierten Quartal um 2,9 Prozent nach einem Plus von 2,8 Prozent im Vorquartal. Der BIP-Deflator betrug 3,6 Prozent nach 3,8 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten im Konsens eine Rate von 2,7 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen, wobei Importpreise ausgeklammert bleiben.

Shutdown belastet US-Wirtschaft enorm - Wachstum deutlich unter Erwartungen
14:16 Uhr

Rheinmetall soll Luchs gefährlicher machen

Rheinmetall hat einen Auftrag zur Ausstattung des neuen Spähfahrzeugs Luchs 2 für die Bundeswehr erhalten. Wie der Dax-Konzern mitteilte, werden ein Mittelkaliber-Turm, die Maschinenkanone sowie Simulatoren geliefert. Der Auftragswert liege im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Order habe der Düsseldorfer Konzern vom Hauptauftragnehmer General Dynamics European Land Systems erhalten. Der größte Anteil des Luchs-2-Auftragspaketes werde durch die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen erfüllt. Bis 2031 sollen zunächst 274 Türme geliefert werden.

Rheinmetall soll Luchs gefährlicher machen
13:53 Uhr

Wall Street vor Preisdaten noch ein Buch mit sieben Siegeln

Nach den Vortagesabgaben ist an der Wall Street eine bescheidene Erholung zum Start in den heutigen Handelstag drin. Der Aktienterminmarkt deutet aktuell einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt an. Händler sprechen jedoch von einer wenig aussagekräftigen Indikation, weil es eine Flut an Daten zu verarbeiten gilt - darunter der vorbörslich erwartete PCE-Index der persönlichen Konsumausgaben - ein bevorzugtes Maß der US-Notenbank bei der Steuerung ihrer Zinspolitik. Nach zuletzt positiven Konjunkturdaten und einem eher falkenhaft interpretierten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank ist die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen etwas gesunken. Die anstehenden Preisdaten könnten nun die Markterwartungen neu justieren. Sollten die Daten Zinssenkungen nicht im Wege stehen, könnte dies die Börse beflügeln, heißt es.

Wall Street vor Preisdaten noch ein Buch mit sieben Siegeln
13:26 Uhr

Immobilen-Kauf? "Ist gerade ein guter Zeitpunkt"

Ob Mieten, selbst Bauen oder Kaufen: Wohnen in Deutschland wird stetig teurer, nicht nur in den Städten. Warum es sich trotzdem lohnt, sich aktuell nach Immobilien umzuschauen, erklärt Redakteurin Birgit Haas.

Immobilen-Kauf? "Ist gerade ein guter Zeitpunkt"
13:02 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt zeigen sich auch am Wochenausklang stabil. Dies kann man auch an den Euribors ablesen, die sich in den vergangenen Tagen allenfalls in der zweiten Nachkommastelle verändert haben. Das Thema der Woche war die überraschende Spekulation über die Personalie der EZB-Präsidentin. Christine Lagarde äußerte sich nochmals kurz vor Wochenschluss und bekräftigte, dass sie plane, ihre Aufgabe bis zum Ende ihrer Amtszeit zu erfüllen.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,93 - 2,10 (1,93 - 2,10), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,13 (1,95 - 2,13), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,20 (2,02 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,26 (2,06 - 2,26), 12-Monats-Geld: 2,17 - 2,35 (2,16 - 2,35), Euribors: 19.02. 18.02. 3 Monate: 2,0240 2,0060, 6 Monate: 2,1370 2,1410, 12 Monate: 2,1980 2,1980

Neues vom Geldmarkt
12:35 Uhr

Aufsicht prüft mögliche Geldwäscheverstöße bei Swedbank

Die Swedbank ist wegen möglicher Verstöße gegen Geldwäsche-Vorschriften ins Visier der Finanzaufsicht geraten. Es werde geprüft, ob die Bank die Vorschriften hinsichtlich der Identitätsprüfung von Kunden eingehalten habe, teilte die schwedische Finanzaufsichtsbehörde FI mit. Die Untersuchung umfasse den Zeitraum von Dezember 2023 bis November 2025. "Finanzkriminalität ist ein internationales Problem, das sowohl die Gesellschaft als auch das Finanzsystem bedroht", erklärte die FI. Eine gute Kenntnis der Kunden sei eine Voraussetzung für Banken. Eine Stellungnahme der Swedbank lag zunächst nicht vor.

Aufsicht prüft mögliche Geldwäscheverstöße bei Swedbank
12:09 Uhr

Aktienkurs von Modekonzern geht steil nach oben

Überraschend starke Geschäftszahlen beflügeln die Aktien des italienischen Modekonzerns Moncler. Die Papiere des Luxusjacken-Herstellers stiegen an der Mailänder Börse um 13,8 Prozent. Moncler verzeichnete 2025 einen Betriebsgewinn (Ebit) von 913,4 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der Experten, die im Schnitt mit 868 Millionen gerechnet hatten. Über den Prognosen lag auch der Umsatz. Die Analysten von Bernstein verwiesen unter anderem auf höhere Absatzmengen bei Monclers Kernkollektion, eine stärkere Nachfrage nach der Herren-Modemarke Stone Island und die erneute Kooperation mit dem britischen Label JW Anderson.

Aktienkurs von Modekonzern geht steil nach oben
11:54 Uhr

Dax versucht Gang nach oben

Update von der Frankfurter Börse: Nach seinem roten Donnerstag versucht der Dax wieder einen Anstieg. Etwas mit dazu bei trägt eine verbesserter Stimmung in der deutschen Wirtschaft. So hat sich das Wachstum im Februar stärker beschleunigt als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes hat erneut zugelegt und die Konsensschätzung klar übertroffen. Der Dax notierte am Mittag 0,3 Prozent höher bei 25.116 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,5 Prozent auf 6090 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1764 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI gingen um je 1,0 Prozent runter.

Dax versucht Gang nach oben
11:33 Uhr

Bekenntnis zum Filialnetz - Post investiert

Die Deutsche Post will das Netz ihrer Partnerfilialen in Deutschland modernisieren. Der Bonner Dax-Konzern investiert dazu nach eigenen Angaben einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die rund 12.600 Partnerfilialen. Die neue Ausstattung sei in Kooperation mit dem IT-Dienstleister Diebold Nixdorf entwickelt worden und solle für eine schnellere Bearbeitung von Postdienstleistungen in den regionalen Standorten sorgen. Dazu gehörten eine modernisierte PC-Ausstattung, neue Label- und Belegdrucker sowie ein mobiler Handscanner. Im Lauf des Jahres sollen alle Filialen in der Bundesrepublik auf den neuen Stand gebracht werden.

Die Partnerfilialen blieben "eine der wichtigsten Säulen" im Netz der Post, betonte die Post. Sie werden etwa von Einzelhändlern betrieben und finden sich unter anderem in Kiosken oder Supermärkten. Nur noch zwei Filialen betreibt die Post in Eigenregie - eine im Bonner Post Tower und eine im Bundestag.

Bekenntnis zum Filialnetz - Post investiert
11:12 Uhr

Diese Branchen profitieren von der Dollar-Schwäche

Seit Monaten Steht der US-Dollar unter enormem Druck. Welche Konsequenzen hat das für Anleger, die sich im US-Raum engagieren möchten? Welche Branchen von der Dollarschwäche profitieren, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Marcus Hüttinger von der Fondsgesellschaft Gané.

Diese Branchen profitieren von der Dollar-Schwäche
10:49 Uhr

"Volkswagen-Arbeiter haben weiteren Berg versetzt"

Die Belegschaft des Volkswagen-Werks in Chattanooga/Tennessee hat mit großer Mehrheit für einen von der Gewerkschaft UAW ausgehandelten Tarifvertrag gestimmt. 96 Prozent der Arbeiter hätten dem Abschluss zugestimmt, teilte die Gewerkschaft mit. Der Vierjahresvertrag sieht Lohnerhöhungen von 20 Prozent sowie Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung und der Arbeitsplatzsicherheit vor. "Die Volkswagen-Arbeiter haben einen weiteren Berg versetzt", erklärte UAW-Präsident Shawn Fain.

Volkswagen begrüßte die Einigung. "Dieser Meilenstein spiegelt unser gemeinsames Engagement für wettbewerbsfähige Löhne, starke Sozialleistungen und den langfristigen Erfolg unserer Mitarbeiter und unseres Betriebs wider", teilte der Konzern mit. Die Verhandlungen für das einzige US-Werk des Wolfsburger Autobauers, in dem das Elektro-SUV ID.4 produziert wird, dauerten rund 18 Monate.

"Volkswagen-Arbeiter haben weiteren Berg versetzt"
10:36 Uhr

JP Morgan muss Strafe zahlen

Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank verhängt zwei Geldstrafen von insgesamt rund 12,2 Millionen Euro gegen die US-Bank JP Morgan. Grund seien falsche Angaben zu Kapitalanforderungen, teilte die EZB in Frankfurt mit. Die Bank habe zwischen 2019 und 2024 niedrigere sogenannte risikogewichtete Aktiva gemeldet, als sie hätte an die Bankenaufseher übermitteln müssen. J.P. Morgan SE habe mit den falsch berechneten Zahlen verhindert, dass die Aufseher einen umfassenden Überblick über ihr Risikoprofil erhielten, kritisierte die EZB, die die größten Banken im Euroraum überwacht.

Risikogewichtete Aktiva sind ein Maß für die Risiken, die eine Bank in ihren Büchern hat. Sie dienen Banken als Grundlage für die Berechnung ihrer Kapitalanforderungen. Wegen der zu niedrig angegebenen risikogewichteten Aktiva habe die Bank höhere Kapitalquoten als angebracht gemeldet, erklärte die EZB. Die Quoten sind Schlüsselindikatoren für die Kapitalstärke von Banken und ihre Widerstandskraft, um Verluste abzufedern.

JP Morgan muss Strafe zahlen
10:24 Uhr

Deutsche Wirtschaft gewinnt im Februar an Stärke

Das Wachstum in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar stärker beschleunigt als erwartet. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 53,1 von 52,1 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Monat hervorgeht. Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf 52,3 erwartet.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 50,7 von 49,1 Punkten im Vormonat. Er überschritt damit erstmals seit Juni 2022 wieder die Wachstumsmarke von 50 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 49,5 erwartet. Der Index für den Servicesektor legte zu auf 53,4 von 52,4 Punkten. Hier hatte die Prognose auf 52,5 gelautet.

Deutsche Wirtschaft gewinnt im Februar an Stärke
10:02 Uhr

Deutsche Erzeugerpreise mit stärkstem Rückgang seit April 2024

Die deutschen Erzeugerpreise sind zum Jahresauftakt wegen billigerer Energie so kräftig gefallen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis zu Industriegütern - verlangten durchschnittlich 3,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit April 2024. Im November hatte das Minus bei 2,5 Prozent gelegen. Ökonomen hatten diesmal mit einem Rückgang von 2,1 Prozent gerechnet. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 1,2 Prozent niedriger als 2024.

Für die Endverbraucher sind das potenziell gute Nachrichten: In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen.

Deutsche Erzeugerpreise mit stärkstem Rückgang seit April 2024
09:48 Uhr

Bauchemiekonzern erhöht Dividende

Sika hat 2025 den starken Franken und die Schwäche im chinesischen Bausektor zu spüren bekommen. Trotz eines Gewinnrückgangs um 16,2 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken sollen die Aktionäre eine höhere Ausschüttung erhalten. Sika wolle die Dividende um zehn Rappen auf 3,70 Franken je Aktie anheben, teilte der Schweizer Bauchemiekonzern mit. Das Ergebnis wurde auch durch Kosten für das Effizienzprogramm "Fast Forward" gedrückt, mit dem Sika die Organisation schlanker aufstellen und die Digitalisierung vorantreiben will. Für das neue Jahr zeigte sich das Unternehmen verhalten optimistisch: Das Management rechnet mit einer Belebung des Geschäfts im Jahresverlauf und peilt ein Umsatzplus in Lokalwährungen von einem bis vier Prozent an. Die operative Ergebnismarge (Ebitda) dürfte sich auf 19,5 bis 20,0 Prozent verbessern.

Bauchemiekonzern erhöht Dividende
09:31 Uhr

Novartis stößt Indien-Tochter ab - Aktie schießt nach oben

s) - Novartis zieht sich aus seiner indischen Tochtergesellschaft zurück. Das Unternehmen verkaufe seinen Anteil von 70,68 Prozent für etwa 159 Millionen Dollar an ein Konsortium von Finanzinvestoren, teilte der Schweizer Pharmakonzern mit. Das Käuferkonsortium, zu dem WaveRise Investments, ChrysCapital und Two Infinity Partners gehören, kündigte zudem ein Pflichtangebot für den Erwerb weiterer 26 Prozent der Anteile an. Die Investoren bieten 860,64 Rupien je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. An der Börse in Mumbai sorgte die Nachricht für ein Kursfeuerwerk: Die Aktien von Novartis India schossen um fast 20 Prozent auf 996,50 Rupien hoch.

Der Ausstieg ist das Ergebnis einer vor zwei Jahren eingeleiteten strategischen Überprüfung des Indien-Geschäfts. Novartis unterhält in dem Land keine eigene Produktion, sondern vertreibt dort vor allem Medikamente wie das Schmerzmittel Voveran. Der Konzern konzentriert sich derzeit stark auf den Ausbau seines Geschäfts in den USA. Im April 2025 hatte Novartis angekündigt, 23 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Hintergrund waren drohende Importzölle auf Pharmazeutika unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.

Novartis stößt Indien-Tochter ab - Aktie schießt nach oben
09:15 Uhr

"Keiner will so richtig ins Risiko gehen"

Der Dax setzt alles daran, die 25.000er-Marke zu halten. Zum Start ins Wochenschlussgeschäft notiert der deutsche Börsenleitindex weiterhin darüber, bewegt sich im Bereich um 25.060 Punkte. Aus dem gestrigen Handel war er mit einem Stand von 25.044 Zähler gegangen. "Vor dem Wochenende will keiner so richtig ins Risiko gehen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Sie verweist auf die Lage im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran.

"Keiner will so richtig ins Risiko gehen"
08:58 Uhr

Eskaliert der Atomstreit? Ölpreise reagieren

Die Sorge vor einem Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise an. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,3 Prozent auf 71,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,5 Prozent fester bei 66,78 Dollar.

Gestern hatten die Preise bereits den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht. US-Präsident Trump hatte erklärt, es würden "schlimme Dinge" geschehen, wenn der Iran keine Einigung über sein Atomprogramm erziele, und eine Frist von zehn bis 15 Tagen gesetzt. Der Iran plant unterdessen einer lokalen Nachrichtenagentur zufolge ein gemeinsames Seemanöver mit Russland. Wenige Tage zuvor hatte das Land die Straße von Hormus für Militärübungen vorübergehend gesperrt.

Eskaliert der Atomstreit? Ölpreise reagieren
08:40 Uhr

Iran-Sorgen treiben Rüstungswerte

Zum Wochenschluss dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Die Möglichkeit eines US-Angriffs auf den Iran lässt die Anleger vorsichtig agieren, wie Marktteilnehmer berichten. Der südkoreanische Aktienmarkt zeigt sich davon derweil unbeeindruckt und setzt seinen Rekordkurs fort.

In Tokio gibt der Nikkei-Index um 1,1 Prozent nach auf 56.811 Punkte. Japanische Anleger trennen sich von Chip-, Automobil- und Finanzwerten. Tokyo Electron verbilligen sich um 1,4 Prozent, Toyota Motor um rund 4 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial Group um 2,9 Prozent.

In Seoul geht es derweil mit dem Kospi um 2,3 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch. Gesucht sind mit der Ungewissheit um die Entwicklung im Iran Rüstungsaktien wie Hanwha Systems, deren Kurs um fast 11 Prozent nach oben springt. Hyundai Rotem gewinnen 3,8 Prozent. Die Aktien des Chipherstellers SK Hynix verteuern sich um 6 Prozent.

Iran-Sorgen treiben Rüstungswerte
08:21 Uhr

"Risk Off" ist das Gebot der Stunde

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart zunächst leicht höher erwartet. Im Tagesverlauf kann mit Blick auf die Entwicklung im nahen Osten der Verkaufsdruck wieder zunehmen. Denn "Risk Off" dürfte weiterhin das Gebot der Stunde sein. US-Präsident Donald Trump erwägt laut einem Bericht des Wall Street Journal einen ersten, begrenzten Militärschlag gegen den Iran. Ziel sei es, Teheran zur Annahme eines neuen Atomabkommens zu zwingen.

Die regionale Stationierung von US-Flugzeugen und Kriegsschiffen erhöht aktuell das Risiko, dass die USA das iranische Atomprogramm oder das Raketenarsenal angreifen oder versuchen könnten, das dortige Regime zu stürzen. Präsident Trump erklärte: "Wir werden entweder eine Einigung erzielen, oder es wird für sie unglücklich enden".

Ansonsten stehen am Vormittag aus Deutschland und Frankreich die Einkaufsmanager-Indizes auf der Agenda, die Beachtung finden dürften. Am Nachmittag gilt dann die volle Aufmerksamkeit dann dem PCE-Preisindex aus den USA, ein bevorzugtes Maß der US-Notenbank bei der Steuerung ihrer Zinspolitik.

"Risk Off" ist das Gebot der Stunde
08:05 Uhr

Biontech verklagt Moderna 

Biontech hat den US-Konkurrenten Moderna verklagt. In der bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage wirft das Biotechunternehmen dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Corona-Impfstoff mNEXSPIKE Patente zu verletzen. Diese stünden im Zusammenhang mit dem Konkurrenzprodukt Comirnaty von Biontech und dessen US-Partner Pfizer.

Der Klage zufolge verletzt mNEXSPIKE die Rechte von Biontech an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign. Dieses ermögliche eine geringere Dosierung bei Patienten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Moderna-Vakzin der nächsten Generation im Jahr 2025 zugelassen. Der Rechtsstreit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung in der Branche.

Biontech verklagt Moderna 
07:47 Uhr

Trump prahlt mit Novartis-Deal

Novartis, Schweizer Pharma-Riese, will laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik elf neue Fabriken in den USA errichten. Dies habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, bei einem Treffen im Weißen Haus gesagt, erklärte Trump bei einer Rede vor Stahlarbeitern in Rome im US-Bundesstaat Georgia.

Trump prahlt mit Novartis-Deal
07:28 Uhr

Delivery-Hero-Tochter muss 40.000 Fahrer anstellen

Die italienische Tochter des spanischen Lieferdienstes Glovo muss auf Anordnung eines Gerichts die Arbeitsverhältnisse von 40.000 Fahrern regeln. Das geht aus einem Gerichtsbeschluss hervor. Glovo wird von dem deutschen Dax-Konzern Delivery Hero kontrolliert.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte die italienische Glovo-Einheit Foodinho bereits Anfang des Monats unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Gegen den Geschäftsführer wird wegen des Vorwurfs der Ausbeutung von Arbeitskräften ermittelt. Ein Richter in Mailand bestätigte nun diese Entscheidung und wies den gerichtlich bestellten Verwalter an, die legale Anstellung der Fahrer sicherzustellen. Dem Verwalter wurde die Befugnis erteilt, notfalls auch gegen den Willen des Managements zu entscheiden.

In dem Dekret, das die gerichtliche Aufsicht anordnete, heißt es, die Fahrer seien unterhalb der Armutsgrenze bezahlt worden. Der Durchschnittsverdienst habe bei 2,50 Euro pro Lieferung gelegen, in einigen Fällen mehr als 75 Prozent unter der Armutsgrenze. Das Existenzminimum für Arbeitnehmer in Italien liegt bei 1245 Euro im Monat. Der Fall ist beispielhaft für die Auseinandersetzungen um die Arbeitsbedingungen in der sogenannten Gig-Economy, bei der Aufträge über Online-Plattformen kurzfristig an oft scheinbar selbstständige Arbeitskräfte vergeben werden.

Delivery-Hero-Tochter muss 40.000 Fahrer anstellen
07:11 Uhr

"Ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten"

Die Aktienmärkte in Asien geben zum Wochenschluss nach. Die Anleger verhalten sich angesichts weltpolitischer Entwicklungen vorsichtig. "Es scheint wenig sinnvoll, angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten vor dem Wochenende neue Risiken einzugehen", sagt Brent Donnelly, Präsident von Spectra Markets. "Heute ist ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten."

In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 56.718,45 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent niedriger bei 3.800,40 Zählern. Die Börsen in China bleiben wegen Feiertagen geschlossen.

"Ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten"
06:52 Uhr

Japans Kerninflation bereitet Bank of Japan Kopfzerbrechen

Die Kerninflation in Japan ist laut Regierungsdaten im Januar um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Dies ist der langsamste Anstieg seit zwei Jahren. Der Anstieg der Verbraucherpreise, bei dem die schwankungsanfälligen Preise für frische Lebensmittel herausgerechnet werden, entsprach den Markterwartungen. Er hatte im Dezember noch 2,4 Prozent erreicht.

Der nachlassende Kostendruck in Japan könnte die Entscheidung der Notenbank über den Zeitpunkt einer weiteren Zinserhöhung erschweren. Die BOJ hatte 2024 ein jahrzehntelanges, massives Konjunkturprogramm beendet und die Zinsen mehrfach angehoben, zuletzt im Dezember. Sie begründete dies damit, dass Japan stetige Fortschritte bei der dauerhaften Erreichung ihres Inflationsziels von zwei Prozent mache.

Japans Kerninflation bereitet Bank of Japan Kopfzerbrechen
06:36 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar geringfügig auf 155,13 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,7759 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1756 Dollar und zieht leicht auf 0,9120 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:18 Uhr

KI-Offensive kommt Meta-Mitarbeiter teuer zu stehen

Meta kürzt offenbar erneut die jährlichen Aktienoptionen für seine Mitarbeiter, um Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Die Zuteilung sei für die meisten Angestellten um etwa fünf Prozent reduziert worden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Bereits im vergangenen Jahr habe der Facebook-Mutterkonzern die aktienbasierten Vergütungen um rund zehn Prozent gekürzt. Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet den Konzern stark auf KI aus. Meta rechnet für das Jahr 2026 mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.

KI-Offensive kommt Meta-Mitarbeiter teuer zu stehen
05:59 Uhr

Kippt die Zollpolitik von US-Präsident Trump?

Die gute Nachricht: Der Dax hat die 25.000er-Marke gehalten. Die schlechte Nachricht: Der deutsche Börsenleitindex musste nach zwei durchaus guten Handelstagen wieder Verluste hinnehmen, gab 0,9 Prozent ab und schloss mit 25.044 Punkten. Vor allem Quartalsberichte hatten für Missstimmung gesorgt: So konnte etwa Airbus nicht vollends überzeugen. Zudem wies Renault einen zweistelligen Milliardenverlust für 2025 aus und belastete damit den Autosektor.

Heute brauchen die Anleger etwas Geduld, denn die großen Themen stehen erst ab dem Nachmittag an: Zum einen dürfte das Wirtschaftswachstum in den USA sich vor der Jahreswende abgeschwächt haben. Fachleute erwarten, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 3,0 Prozent erhöht hat. Im Sommer war die Wirtschaft noch um 4,4 Prozent gewachsen. Auch die Notenbank geht von einer konjunkturellen Abkühlung aus, wie aus den Protokollen der jüngsten Zinssitzung hervorgeht. Die verfügbaren Indikatoren lassen demnach darauf schließen, dass sich das BIP-Wachstum im vierten Quartal verlangsamt hat - auch wegen des Shutdowns. Die 43-tägige Haushaltssperre der Regierung dürfte laut der Fed schätzungsweise einen Prozentpunkt Wachstum gekostet haben.

Zum anderen könnte der Oberste Gerichtshof der USA über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle entscheiden. Dies gilt als wichtiger Test für die Befugnisse des Präsidenten und dürfte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Zuvor hatten Gerichte in unteren Instanzen geurteilt, dass Trump mit den Zöllen seine Kompetenzen als Präsident überschritten habe. Die US-Regierung legte daraufhin Berufung ein, weshalb der Fall nun vom Supreme Court entschieden werden muss. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Kippt die Zollpolitik von US-Präsident Trump?