Der Börsen-Tag
20. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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07:47 Uhr

Trump prahlt mit Novartis-Deal

Novartis, Schweizer Pharma-Riese, will laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik elf neue Fabriken in den USA errichten. Dies habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, bei einem Treffen im Weißen Haus gesagt, erklärte Trump bei einer Rede vor Stahlarbeitern in Rome im US-Bundesstaat Georgia.

Trump prahlt mit Novartis-Deal
07:28 Uhr

Delivery-Hero-Tochter muss 40.000 Fahrer anstellen

Die italienische Tochter des spanischen Lieferdienstes Glovo muss auf Anordnung eines Gerichts die Arbeitsverhältnisse von 40.000 Fahrern regeln. Das geht aus einem Gerichtsbeschluss hervor. Glovo wird von dem deutschen Dax-Konzern Delivery Hero kontrolliert.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte die italienische Glovo-Einheit Foodinho bereits Anfang des Monats unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Gegen den Geschäftsführer wird wegen des Vorwurfs der Ausbeutung von Arbeitskräften ermittelt. Ein Richter in Mailand bestätigte nun diese Entscheidung und wies den gerichtlich bestellten Verwalter an, die legale Anstellung der Fahrer sicherzustellen. Dem Verwalter wurde die Befugnis erteilt, notfalls auch gegen den Willen des Managements zu entscheiden.

In dem Dekret, das die gerichtliche Aufsicht anordnete, heißt es, die Fahrer seien unterhalb der Armutsgrenze bezahlt worden. Der Durchschnittsverdienst habe bei 2,50 Euro pro Lieferung gelegen, in einigen Fällen mehr als 75 Prozent unter der Armutsgrenze. Das Existenzminimum für Arbeitnehmer in Italien liegt bei 1245 Euro im Monat. Der Fall ist beispielhaft für die Auseinandersetzungen um die Arbeitsbedingungen in der sogenannten Gig-Economy, bei der Aufträge über Online-Plattformen kurzfristig an oft scheinbar selbstständige Arbeitskräfte vergeben werden.

Delivery-Hero-Tochter muss 40.000 Fahrer anstellen
07:11 Uhr

"Ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten"

Die Aktienmärkte in Asien geben zum Wochenschluss nach. Die Anleger verhalten sich angesichts weltpolitischer Entwicklungen vorsichtig. "Es scheint wenig sinnvoll, angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten vor dem Wochenende neue Risiken einzugehen", sagt Brent Donnelly, Präsident von Spectra Markets. "Heute ist ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten."

In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 56.718,45 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent niedriger bei 3.800,40 Zählern. Die Börsen in China bleiben wegen Feiertagen geschlossen.

"Ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten"
06:52 Uhr

Japans Kerninflation bereitet Bank of Japan Kopfzerbrechen

Die Kerninflation in Japan ist laut Regierungsdaten im Januar um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Dies ist der langsamste Anstieg seit zwei Jahren. Der Anstieg der Verbraucherpreise, bei dem die schwankungsanfälligen Preise für frische Lebensmittel herausgerechnet werden, entsprach den Markterwartungen. Er hatte im Dezember noch 2,4 Prozent erreicht.

Der nachlassende Kostendruck in Japan könnte die Entscheidung der Notenbank über den Zeitpunkt einer weiteren Zinserhöhung erschweren. Die BOJ hatte 2024 ein jahrzehntelanges, massives Konjunkturprogramm beendet und die Zinsen mehrfach angehoben, zuletzt im Dezember. Sie begründete dies damit, dass Japan stetige Fortschritte bei der dauerhaften Erreichung ihres Inflationsziels von zwei Prozent mache.

Japans Kerninflation bereitet Bank of Japan Kopfzerbrechen
06:36 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar geringfügig auf 155,13 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,7759 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1756 Dollar und zieht leicht auf 0,9120 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:18 Uhr

KI-Offensive kommt Meta-Mitarbeiter teuer zu stehen

Meta kürzt offenbar erneut die jährlichen Aktienoptionen für seine Mitarbeiter, um Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Die Zuteilung sei für die meisten Angestellten um etwa fünf Prozent reduziert worden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Bereits im vergangenen Jahr habe der Facebook-Mutterkonzern die aktienbasierten Vergütungen um rund zehn Prozent gekürzt. Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet den Konzern stark auf KI aus. Meta rechnet für das Jahr 2026 mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.

KI-Offensive kommt Meta-Mitarbeiter teuer zu stehen
05:59 Uhr

Kippt die Zollpolitik von US-Präsident Trump?

Die gute Nachricht: Der Dax hat die 25.000er-Marke gehalten. Die schlechte Nachricht: Der deutsche Börsenleitindex musste nach zwei durchaus guten Handelstagen wieder Verluste hinnehmen, gab 0,9 Prozent ab und schloss mit 25.044 Punkten. Vor allem Quartalsberichte hatten für Missstimmung gesorgt: So konnte etwa Airbus nicht vollends überzeugen. Zudem wies Renault einen zweistelligen Milliardenverlust für 2025 aus und belastete damit den Autosektor.

Heute brauchen die Anleger etwas Geduld, denn die großen Themen stehen erst ab dem Nachmittag an: Zum einen dürfte das Wirtschaftswachstum in den USA sich vor der Jahreswende abgeschwächt haben. Fachleute erwarten, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 3,0 Prozent erhöht hat. Im Sommer war die Wirtschaft noch um 4,4 Prozent gewachsen. Auch die Notenbank geht von einer konjunkturellen Abkühlung aus, wie aus den Protokollen der jüngsten Zinssitzung hervorgeht. Die verfügbaren Indikatoren lassen demnach darauf schließen, dass sich das BIP-Wachstum im vierten Quartal verlangsamt hat - auch wegen des Shutdowns. Die 43-tägige Haushaltssperre der Regierung dürfte laut der Fed schätzungsweise einen Prozentpunkt Wachstum gekostet haben.

Zum anderen könnte der Oberste Gerichtshof der USA über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle entscheiden. Dies gilt als wichtiger Test für die Befugnisse des Präsidenten und dürfte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Zuvor hatten Gerichte in unteren Instanzen geurteilt, dass Trump mit den Zöllen seine Kompetenzen als Präsident überschritten habe. Die US-Regierung legte daraufhin Berufung ein, weshalb der Fall nun vom Supreme Court entschieden werden muss. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Kippt die Zollpolitik von US-Präsident Trump?