Der Börsen-Tag
26. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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11:47 Uhr

US-Futures rot, Nikkei tiefrot - das ist zu viel für den Dax

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax ist am Mittag in die knallrote Phase übergegangen. Der deutsche Leitindex verlor 1,2 Prozent auf 24.707 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 0,8 Prozent auf 6220 Stellen ab. Ein Grund sind nachgebende US-Aktienfutures, nach dem vierten Rückgang in Folge für den S&P 500 und den Nasdaq am Donnerstag. Auch globale Indizes mit engem Bezug zur KI gaben heute nach. Der japanische Nikkei rutschte um mehr als vier Prozent ab, belastet von einem Kurseinbruch der Aktie der Softbank Group um 13 Prozent. Zuvor hatte ein Medienbericht nahegelegt, dass OpenAI seinen Börsengang auf das nächste Jahr verschieben könne.

US-Futures rot, Nikkei tiefrot - das ist zu viel für den Dax
11:37 Uhr

Zalando-Aktienkurs rauscht in den Keller

Eine Prüfung des Jahresabschlusses von Zalando durch die Bafin hat die Anleger des Online-Modehändlers schwer verunsichert. Die Zalando-Aktie brach zeitweise um mehr als zehn Prozent auf 23,77 Euro ein, erholte sich danach wieder etwas. Derzeit verliert die Aktie 5,5 Prozent auf 25,13 Euro. Die Bundeanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte mitgeteilt, es gebe "konkrete Anhaltspunkte dafür (...), dass die Zalando SE gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen" habe. Es gehe darum, dass im Anhang des Jahresabschlusses 2025 vorgeschriebene Angaben im Zusammenhang mit der Übernahme der Otto-Tochter About You fehlten, hieß es in der Mitteilung.Die BaFin, die nach dem Wirecard-Skandal auch als "Bilanzpolizei" fungiert, habe deshalb eine Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts eingeleitet.

"Auf den ersten Blick scheint das eher ein handwerklicher Fehler zu sein", sagte ein Händler. "Es gibt zwar Unsicherheit, aber so wild scheint es nicht zu sein."

Zalando-Aktienkurs rauscht in den Keller
11:17 Uhr

IAB-Arbeitsmarktbarometer stagniert - es gibt dafür zwei wichtige Gründe

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet für Juni eine Stagnation. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verharrte im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 99,6 Punkten. Das European Labour Market Barometer trat im Juni ebenfalls auf der Stelle und lag mit 100,1 Punkten den dritten Monat in Folge weiterhin leicht über der neutralen Marke von 100 Punkten.

"Die demographische Schrumpfung ist endgültig am Arbeitsmarkt angekommen: Die Beschäftigung sinkt, während die Zunahme der Arbeitslosigkeit zu einem Ende kommt", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs.

IAB-Arbeitsmarktbarometer stagniert - es gibt dafür zwei wichtige Gründe
10:55 Uhr

Mercedes verschärft Sparkurs - Verschiebung der Sonderzahlung

Auch Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs. Der Dax-Konzern verschiebt eine für den Juli vorgesehene tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Das geht aus einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland hervor, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert. Um welche Summe es insgesamt geht, war zunächst unklar. Bei der Sonderzahlung handelt es sich um den jährlichen "Transformationsbaustein", der 18,4 Prozent vom regelmäßigen individuellen Monatsentgelt beträgt.

Die strukturellen Kosten in Deutschland - insbesondere die Arbeitskosten - seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, hieß es. Zugleich will das Management mit dem Betriebsrat in den kommenden Wochen über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sprechen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Laut Tarifvertrag arbeiten die Beschäftigten zurzeit 35 Stunden in der Woche.

Mercedes verschärft Sparkurs - Verschiebung der Sonderzahlung
10:38 Uhr

KI-Inflation ist neues Schreckgespenst an der Börse

Der Hype um künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Computerchips und macht Elektrogeräte teurer. Apple, Microsoft, Sony und Nintendo erhöhen die Preise. Aktuell sieht es so aus, als müssten die Verbraucher die „teure KI-Party zahlen“, analysiert ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil.

KI-Inflation ist neues Schreckgespenst an der Börse
10:15 Uhr

Bitcoin steigt wieder über wichtige Marke

Bitcoin erholt sich leicht, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung aufgrund eines erneuten Ausverkaufs bei Technologiewerten ein 21-Monatstief erreicht hatte. Technologiewerte stünden aufgrund von Bewertungs- und KI-Bedenken weiterhin unter Druck, schreibt Jefferies-Ökonom Mohit Kumar in einem Kommentar. "Kapitalflüsse zum Monats- und Quartalsende würden ebenfalls die Technologiewerte belasten, die in diesem Quartal gut gelaufen sind." Bitcoin steigt laut LSEG um 1,0 Prozent auf 60.294 US-Dollar, nachdem er am Donnerstag bis auf 58.075 US-Dollar gefallen war.

Bitcoin steigt wieder über wichtige Marke
09:53 Uhr

Bericht: Volkswagen baut noch radikaler Stellen ab - vier Werke gefährdet

Volkswagen steht einem Medienbericht zufolge vor einem weiteren massiven Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollten im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete das "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider. Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei demnach noch nicht klar. VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Ein zweiter Insider sagte dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.

Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden. Dabei gehe es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es. Zudem solle der Wolfsburger Autobauer völlig neu sortiert werden, heißt es in dem Bericht weiter. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In der Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden.

Bericht: Volkswagen baut noch radikaler Stellen ab - vier Werke gefährdet
09:50 Uhr

Ölpreise trotzen Angriff auf Frachtschiff

Trotz eines Angriffs auf ein Frachtschiff vor der Küste Omans geben die Ölpreise nach, da nach einem Waffenstillstandsabkommen wieder mehr Tanker die Straße von Hormus passieren. Auch Erdbeben in Venezuela, die Sorgen um die dortige Ölproduktion auslösten, stützen die Preise nicht nachhaltig. Am Rohstoffmarkt verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 74,33 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,1 Prozent schwächer bei 71,13 Dollar.

Ölpreise trotzen Angriff auf Frachtschiff
09:31 Uhr

USA bremsen Polestar komplett aus

Der vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte Elektroautobauer Polestar darf ab dem Modelljahr 2027 keine neuen Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen. Grund ist eine Entscheidung des US-Handelsministeriums, dem Unternehmen keine Genehmigung nach der sogenannten Connected Vehicle Rule zu erteilen, wie Polestar mitteilte.

Die Regel beschränkt den Import und Verkauf vernetzter Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik mit Bezug zu China oder Russland. Die US-Regierung begründet dies mit Risiken für die nationale Sicherheit, etwa beim Zugriff auf Fahrzeugdaten oder vernetzte Systeme. Bereits vorhandene Bestände der Modelle Polestar 3 und Polestar 4 sollen in den USA weiter verkauft werden.

Polestar will sich nun stärker auf Europa konzentrieren. Dort erzielt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 80 Prozent seiner Verkäufe. Im ersten Quartal 2026 kamen 94 Prozent der Verkäufe aus Märkten außerhalb der USA. Der Hauptsitz des an der US-Börse Nasdaq notierten Unternehmens liegt im schwedischen Göteborg.

USA bremsen Polestar komplett aus
09:15 Uhr

Apple gibt den Spielverderber

Der Dax startet deutlich schwächer ins Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der im gestrigen Handel noch 1,0 Prozent zugelegt und mit 24.995 Punkten knapp unterhalb der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.830 Zählern.

ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil verweist auf den Ausverkauf im asiatischen Chipsektor, der von der Angst einer durch KI getriebenen Inflation befeuert werde: "Ein Auslöser waren die wegen gestiegener Chippreise angekündigten Preiserhöhungen von Apple."

Apple gibt den Spielverderber
08:59 Uhr

Ausverkauf in Chipsektor

Die asiatischen Aktienmärkte stürzen ab - allen voran die südkoreanische und japanische Börse. Erneut steht der hoch bewertete Technologiesektor im Fokus, wo nun erneut massiv Gewinne eingestrichen werden. Den Auslöser liefert Apple - der US-Technologieriese will mit Preiserhöhungen steigende Chipkosten kompensieren. Für Verunsicherung sorgt zudem ein Bericht, wonach OpenAI ihren Börsengang möglicherweise verschieben könnte. Unter Anlegern kochen damit die bekannten Sorgen hinsichtlich der Bewertungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) wieder hoch - die jüngste Rally im Halbleiterbereich kehrt sich damit um und folgt dem gängigen Muster: Auf Absturz folgt Rally, der dann wieder ein Ausverkauf mit anschließender Rally beziehungsweise Erholung folgt.

Angeführt wird der Ausverkauf wieder einmal vom Kospi in Seoul, der nach diversen Handelsunterbrechungen um 8,5 Prozent einknickt. Die Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 7,8 bzw. 8,8 Prozent ab. Beide Unternehmen planen laut Berichten erhebliche langfristige Investitionen in die Halbleiterkapazität.

Auch in Japan reagieren Anleger mit einem Ausverkauf im Technologiesektor auf die Schlagzeilen zu Apple und OpenAI. Der Nikkei büßt 4,9 Prozent auf 68.798 Punkte ein, ist nach einem Rekordschlusshoch am Vortag aber auch besonders anfällig für Gewinnmitnahmen. Angesichts der Nachhaltigkeit des Gewinnwachstums und der aktuellen Bewertungen in Japan "dürften KI- und Halbleiterwerte jedoch der wichtigste Motor des Marktes bleiben", kommentieren die Citi-Analysten die Marktbewegungen. "Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Bullenmarkt bis zum Jahresende anhalten wird."

In China geben HSI in der Hongkong und der Shanghai Composite im Kernland um die 2 Prozent ab, während in Australien der S&P/ASX-200 stagniert.

Ausverkauf in Chipsektor
08:39 Uhr

Finanzaufsicht knöpft sich Zalando vor

Zalando ist ins Visier der Finanzaufsicht Bafin geraten. Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass die Zalando SE gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, teilte die Bafin mit. Daher sei am 19. Juni 2026 eine Prüfung des gebilligten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2025 und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet worden. Laut Bafin wurden im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der About You Holding SE möglicherweise fehlerhaft unterlassen.

Finanzaufsicht knöpft sich Zalando vor
08:20 Uhr

Neue OpenAI-KI kommt stufenweise

Die US-Regierung hat OpenAI Insidern zufolge aus Sicherheitsgründen gebeten, sein neues KI-Modell nur schrittweise zu veröffentlichen. Dies sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. OpenAI-Chef Sam Altman habe der Belegschaft mitgeteilt, dass das neueste Modell, GPT 5.6, zunächst nur ausgewählten Partnern in einer Vorabversion zur Verfügung gestellt werde, berichtete zuvor das Technologieportal "The Information". Dabei werde die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Zugang für jeden einzelnen Kunden genehmigen. Die stufenweise Markteinführung erfolge auf Wunsch der nationalen Cyber-Direktion und des US-Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik. 

Neue OpenAI-KI kommt stufenweise
08:02 Uhr

Autobauer pushen Verbrenner

Am deutschen Neuwagenmarkt wird der Verkauf von Verbrennern wieder stärker gefördert. Handel und Hersteller setzten im Juni erstmals seit einem Jahr wieder höhere Kaufanreize als bei vergleichbaren Elektroautos, wie aus der regelmäßigen Marktstudie des privaten "Center Automotive Research (CAR)" hervorgeht.

Nach den Erhebungen ist bei den 20 meistverkauften Elektrofahrzeugen der durchschnittlich gewährte Preisnachlass von 19,5 Prozent im Januar auf nun 17,8 Prozent des Listenpreises zurückgegangen. Bei den Verbrennern gab es im Schnitt 18,4 Prozent Rabatt. Sie sind damit zumindest in der Anschaffung durchschnittlich 1.997 Euro billiger als die E-Modelle. Im Dezember hatte der Abstand nur gut 1.300 Euro betragen.

Die staatliche Förderung ist bei dem Preisvergleich nicht eingerechnet, weil vom gekauften Auto und den Einkommensverhältnissen des Käufers abhängig. CAR-Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer sieht eine starke Förderung von Elektroautos im günstigen Einstiegssegment. Dies komme insbesondere Importeuren aus China, Korea und Europa entgegen. "Deutsche Premiumhersteller wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche und ihre Jobs in Deutschland haben wenig davon."

Autobauer pushen Verbrenner
07:46 Uhr

Dax droht Schwächeanfall

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenschluss deutlicher im Minus erwartet. Für den Dax zeichnet sich ein Start bei 24.700 Punkten ab, nach einem Vortagesschluss bei 24.995 Punkten. Damit würde der Index zwar weiterhin in der zuletzt ausgebildeten Handelsspanne von 24.750 bis 25.250 Punkten handeln, allerdings nun deutlich am unteren Ende. Es bleibt abzuwarten, ob die Anleger vor dem Wochenende wieder den Rücksetzer kaufen.

Die Aktien-Futures deuten auf eine schwächere Eröffnung in Europa hin, da der Markt wegen der sprunghaft steigenden Kosten für Speicherchips bei den Einkäufern besorgt ist. Der massive Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt sich zu einem neuen Katalysator für die Inflation - Volkswirte sprechen bereits von der zu erwartenden KI-Inflation. Die Auswirkungen dieser Chip-Knappheit wurden durch die jüngsten Pläne von Apple unterstrichen, die Preise für einige Laptops und Tablets anzuheben.

Dax droht Schwächeanfall
07:29 Uhr

Samsung hat 650-Milliarden-Plan

Samsung will einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden zehn Jahren umgerechnet rund 648 Milliarden Dollar (1000 Billionen Won) in Südkorea investieren. Davon seien 300 Billionen Won für den Bau von Chipfabriken im Südwesten des Landes vorgesehen, berichtete die Zeitung "Maeil Business Newspaper", ohne konkrete Quellen zu nennen. Die Pläne sollen am Montag bei einem Treffen mit Präsident Lee Jae Myung vorgestellt werden. Daran nähmen auch Führungskräfte von Samsung Electronics und dem Konkurrenten SK Hynix teil. Die Chiphersteller, deren Produktionsstätten sich bislang auf den Großraum Seoul konzentrieren, stehen unter Druck, ihre Investitionen stärker auf andere Regionen des Landes zu verteilen.

Samsung hat 650-Milliarden-Plan
07:10 Uhr

Apple verhagelt Tech-Stimmung in Asien

Preiserhöhungen beim US-Konzern Apple und Sorgen um den Tech-Sektor brocken den asiatischen Börsen zum Wochenschluss deutliche Verluste ein. Die japanische Börse in Tokio tendiert schwächer, wobei der Nikkei-Index 3,8 Prozent auf 69.602,72 Punkte nachgibt. Der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent niedriger bei 3965,72 Zählern. Auch in China ziehen sich die Anleger zurück: Der Shanghai Composite verliert 1,8 Prozent auf 4045,48 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 2,5 Prozent auf 4895,68 Punkte.

In Tokio sorgt ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für schlechte Stimmung. Die Aktien des Technologieinvestors Softbank, der stark auf das KI-Unternehmen setzt, brechen um mehr als zwölf Prozent ein. Auch andere KI-Schwergewichte wie Advantest und Tokyo Electron gehören zu den Verlierern. "Die Nachricht war negativ für die SoftBank-Gruppe und die Anleger insgesamt, da KI im Zentrum des Marktes steht", sagt Analyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Gegen den Trend legen der Chipentwickler Renesas Electronics und der Autobauer Toyota zu.

Apple verhagelt Tech-Stimmung in Asien
06:53 Uhr

Japans Inflation zieht an

Die Inflation in der japanischen Hauptstadt Tokio hat sich im Juni beschleunigt und signalisiert einen zunehmenden Preisdruck durch den Nahost-Konflikt. Damit verharrt sie aber den fünften Monat in Folge unter dem Zielwert der Zentralbank Bank of Japan (BOJ). Der Kernindex der Verbraucherpreise, der die schwankungsanfälligen Kosten für frische Lebensmittel ausklammert, stieg im Jahresvergleich um 1,6 Prozent, wie aus aktuellen Daten hervorgeht. Analysten hatten mit diesem Wert gerechnet, nachdem der Anstieg im Mai noch bei 1,3 Prozent gelegen hatte. Ein weiterer Index, der zusätzlich die Energiekosten herausrechnet, kletterte im Juni auf 1,9 Prozent nach 1,6 Prozent im Vormonat.

Japans Inflation zieht an
06:35 Uhr

Verschiebt OpenAI seinen Börsengang?

OpenAI tendiert offenbar dazu, seinen geplanten Börsengang auf das kommende Jahr zu verschieben. Ursprünglich habe das Unternehmen ein Debüt auf dem Parkett für das dritte oder vierte Quartal dieses Jahres ins Auge gefasst, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf drei mit den Überlegungen vertraute Personen. Angesichts der jüngsten Marktturbulenzen und der Kursverluste von Technologieaktien hätten Berater in der vergangenen Woche jedoch vor einer geringen Nachfrage von Kleinanlegern gewarnt. Sie hätten die Führungsebene vor die Wahl gestellt, mit dem Börsengang bis 2027 zu warten, um die von OpenAI-Chef Sam Altman geforderte Bewertung von einer Billion Dollar zu erreichen, oder die Zielmarke für ein schnelleres Debüt zu senken. Ein Abrücken von dieser Summe komme für Altman jedoch nicht infrage, sagte einer der Insider.

Investoren hinterfragten zunehmend, ob Firmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ihre großen Versprechen einlösen könnten, hieß es weiter. Als abschreckendes Beispiel gelte zudem die Entwicklung bei SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk hatte jüngst zwar den bislang größten Gang an die Börse der Geschichte absolviert. Die Aktie rutschte nach einem Höchststand von 202 Dollar jedoch bis Donnerstag auf 153 Dollar ab.

Verschiebt OpenAI seinen Börsengang?
06:20 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt bleibt der japanische Yen nahe seines 40-Jahres-Tiefs, da Händler trotz US-Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen vorsichtig agierten. Der Dollar legt im asiatischen Handel leicht auf 6,8027 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt die US-Devise etwas auf 0,8105 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1358 Dollar und zieht leicht auf 0,9206 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:00 Uhr

Ein teurer Rüstungsspaß

Die 25.000er-Marke steht erst einmal, aber ob der Dax auch mit ihr ins Wochenende geht, wird sich erst am heutigen Nachmittag wohl endgültig entscheiden. Der Grund: Im bisherigen Wochenverlauf lag der deutsche Börsenleitindex mehrfach darüber, aber eben auch wieder darunter. Den gestrigen Handelstag beschloss das Börsenbarometer mit einem Plus von 1,0 Prozent und einem Stand von 24.995 Punkten.

Heute dürfte sich das Augenmerk der Anleger auf einen in Kürze anstehenden Börsengang richten, denn der Haushaltsausschuss des Bundestages schafft die letzte Voraussetzung für den Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS. Das Gremium soll grünes Licht für den milliardenschweren Einstieg des Bundes bei KNDS mit 40 Prozent geben, damit Deutschland dort künftig auf Augenhöhe mit Frankreich agieren kann. Der Einstieg muss noch vor dem für die erste Juli-Hälfte geplanten Börsengang vollzogen sein. In Ausschusskreisen hieß es, der Bund veranschlage mindestens sieben Milliarden Euro für das Aktienpaket. Vereinbart ist, dass der Bund den deutschen KNDS-Eigentümerfamilien einen prozentual zweistelligen Aufschlag auf den Emissionspreis zahlt sowie einen Nachschlag, wenn sich die Aktie nach dem Börsengang gut entwickelt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Ein teurer Rüstungsspaß