Der Börsen-Tag
3. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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09:46 Uhr

Umsatzausfall bei Rheinmetall

Die Mitteilung von Rheinmetall zu den "möglichen Auswirkungen des Baustopps von sechs F126-Fregatten" überrasche nicht, heißt es im Handel. Vielmehr hatte die Aktie bereits vor Tagen auf die originäre Meldung deutlich reagiert. Warum das Unternehmen so lange gebraucht habe, sei verwunderlich, heißt es weiter.

Der erwartete Umsatzausfall von 300 Millionen Euro entspricht den Citi-Analysten zufolge etwa 2 Prozent des Umsatzes für 2026 und - bei angenommenen Margen von 10 bis 15 Prozent - rund 1 Prozent des operativen Ergebnisses (EBIT). Da die Margenprognose für den Marinebereich (Naval) bei 15 Prozent liege - verglichen mit über 20 Prozent für den Gesamtkonzern -, schätzen die Citi-Analysten die Auswirkungen auf das EBIT im Jahr 2030 auf ein Niveau von etwa 2 Prozent.

Die Kollegen von JP Morgan haben die Gewinnschätzungen gesenkt und nennen drei Gründe: Erstens vollzögen sich Veränderungen in der Verteidigungstechnologie weitaus schneller als erwartet. Zweitens lasse sich die deutsche Bundesregierung bei der Auftragsvergabe mehr Zeit als gedacht; und drittens nehmen die Analysten eine vorsichtigere Haltung bezüglich der Umsetzungsrisiken und Margen ein. Als Reaktion auf die niedrigeren Gewinnschätzungen haben sie das Kursziel für Dezember 2027 um 10 Prozent auf 1.350 Euro gesenkt. Erste Indikationen sehen die Aktie am Morgen ganz knapp im Minus.

Umsatzausfall bei Rheinmetall
09:30 Uhr

Deutsche Rüstungsfirma vor Übernahme

Renk steht offenbar vor der Übernahme des britischen Getriebeherstellers David Brown Defence. Der Zukauf bewerte das Unternehmen aus Großbritannien mit 200 bis 250 Millionen Dollar, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine offizielle Ankündigung könnte demnach noch heute erfolgen. Renk baue mit dem Schritt sein Geschäft im Marinesektor aus und sichere sich Technologie für U-Boot-Antriebssysteme.

David Brown Defence mit Sitz im englischen Huddersfield entwickelt maßgeschneiderte Getriebesysteme für Land- und Wasserfahrzeuge. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft von David Brown Santasalo, die 2023 von Stellex gekauft wurde.

Deutsche Rüstungsfirma vor Übernahme
09:14 Uhr

Dax tieht nächsten Rekord

Der Dax startet mit einem Allzeithoch ins Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.780 Punkten. Im gestrigen Handel hatte er zunächst mit 25.652,82 Zählern den letzten Rekord aus dem Januar übertroffen. Am Ende war er dann mit einem Stand von 25.581 Stellen etwa 2,2 Prozent fester in den Feierabend gegangen. "Die Stimmung ist positiv", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer.

Dax tieht nächsten Rekord
08:56 Uhr

Stimmungsdämpfer für deutsche Autoindustrie

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im Juni leicht eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 21,4 Punkte, von minus 20,7 Zählern im Mai, wie das IFO-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage merklich schlechter als im Vormonat. Gleichzeitig sehen sie den kommenden Monaten deutlich weniger pessimistisch entgegen. "Der Zick-Zack-Kurs, den wir bei der Stimmung in der Automobilbranche über das Jahr 2025 beobachten konnten, hat sich dieses Jahr bislang fortgesetzt", sagte IFO-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Eine Stütze für die Branche liefert das Geschäft im Inland und im europäischen Ausland. Im Inland sei die Elektromobilität nach wie vor Wachstumstreiber, sagte Wölfl. Von Januar bis Mai 2026 wurden demnach in Deutschland knapp 284.000 rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit liegt der durchschnittliche Anteil von BEVs an allen Neuzulassungen bislang im Jahr 2026 bei knapp 24 Prozent. Von Januar bis Mai 2025 lag er bei 17 Prozent.

Stimmungsdämpfer für deutsche Autoindustrie
08:41 Uhr

Technologiewerte nach Ausverkauf gesucht

Am letzten Handelstag der Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien die positiven Vorzeichen. Anleger nutzten die jüngsten Kursverluste der Technologiewerte zum Wiedereinstieg, sagen Händler. Unterstützung komme auch von nachlassenden Zinserhöhungserwartungen, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten am Vortag von einem abkühlenden Beschäftigungsaufbau gezeugt hatten. Und nicht zuletzt setzten die Investoren weiter auf ein Ende des Iran-Kriegs.

Angeführt werden die Börsen der Region vom südkoreanischen Aktienmarkt, wo der Kospi um 4,7 Prozent zulegt. Die an den Vortagen heftig verkauften Aktien der Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix steigen um 7,6 und 5,6 Prozent. In Tokio geht es mit dem Nikkei-Index um 1,2 Prozent aufwärts. Der breiter gefasste Topix rückt um 1 Prozent vor. Auch am japanischen Aktienmarkt drehen Chipwerte nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Unter anderem verteuern sich Kioxia um 8,2 Prozent.

An der Börse in Shanghai steigt der Composite-Index um 0,7 Prozent. In Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index 1,6 Prozent. Der S&P/ASX-200 legt 1,4 Prozent zu.

Technologiewerte nach Ausverkauf gesucht
08:24 Uhr

"Goldlöckchen" rückt in den Fokus

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart im Plus erwartet. Auch ohne die Unterstützung der Wall Street, die zum Wochenschluss wegen des vorgezogenen Unabhängigkeits-Feiertages geschlossen bleibt, dürfte das Aufwärtsmomentum noch anhalten. Getreu dem Motto, "den Dax in seinem Lauf, halten weder Techs noch Rheinmetall auf", wird der Index am Morgen bei 25.710 Punkten gesehen - nach einem Schluss am Vortag bei 25.581 Zählern. Damit markierte der deutsche Leitindex das nächste Allzeithoch.

Anleger setzten im Wesentlichen auf ein "Goldlöckchen-Szenario", bei dem sich die Inflation abkühle, während der Arbeitsmarkt stabil bleibe, erklärt Mark Vitner, Chefökonom bei Piedmont Crescent Capital. Dies verleihe Aktien weiter Auftrieb, ohne Ängste vor einer Konjunkturabkühlung zu schüren. "Ich denke, wir sind diesem Szenario näher als einem Fall, in dem die Fed die Zinsen aggressiv anheben muss", so Vitner. "Ich sehe einfach kein Szenario, in dem das passiert."

"Goldlöckchen" rückt in den Fokus
08:03 Uhr

VW-Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie

Mögliche Werksschließungen bei Volkswagen stoßen im Aufsichtsrat des Autokonzerns auf Widerstand. "Einfach nur Werke zu schließen, wäre viel zu kurz gesprungen. Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie", sagte Niedersachsens Vize-Regierungschefin und VW-Aufsichtsrätin Julia Willie Hamburg der dpa.

Niemand stelle den notwendigen Wandel infrage. "Im Gegenteil: Volkswagen muss sich verändern", sagte die Grünen-Politikerin. "Aber die Transformation muss den Konzern nachhaltig wettbewerbsfähiger machen und an seine Stärken anknüpfen - nicht seine industrielle Substanz schwächen."

Das "Manager Magazin" hatte berichtet, der VW-Konzern wolle seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken in Deutschland - Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm - drohe die Schließung.

VW-Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie
07:46 Uhr

Ölpreise ziehen an

Am Rohstoffmarkt verzeichnen die Erdölpreise leichte Gewinne, gestützt von den positiven asiatischen Konjunkturdaten und den nachlassenden Zinssorgen in den USA. So verteuert sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 72,26 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiere ebenfalls 0,6 Prozent fester bei 69,07 Dollar.

Ölpreise ziehen an
07:28 Uhr

Lockheed Martin Favorit für Milliarden-Deal

Lockheed Martin ist offenbar der Favorit im Bieterwettstreit um den Marinespezialisten Ultra Maritime. Ein möglicher Deal könnte das Unternehmen des Finanzinvestors Advent International mit rund 3,5 Milliarden Dollar bewerten, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Die Gespräche dauerten an und eine Einigung könnte bereits in der kommenden Woche verkündet werden, hieß es weiter. Es seien jedoch noch weitere Interessenten im Rennen. Ultra Maritime ist auf U-Boot-Abwehr und Unterwasserverteidigung spezialisiert und gehört zur Gruppe Cobham Ultra, die Advent nach Übernahmen in den Jahren 2019 und 2022 geformt hatte. Rüstungsunternehmen bauen derzeit angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ihr Angebot an Militärtechnologie aus. Die Aktien von Lockheed Martin gaben im nachbörslichen Handel leicht nach.

Lockheed Martin Favorit für Milliarden-Deal
07:10 Uhr

Asien-Anleger schichten um

Schwächere US-Arbeitsmarktdaten verleihen den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang spürbaren Auftrieb. Die Aussicht auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed lockt Anleger aus der Reserve und sorgte für Kursgewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans steigt um 1,3 Prozent. In Südkorea klettert der Kospi um drei Prozent nach oben. Auch in Tokio dreht der Nikkei anfängliche Verluste ins Plus und notiert zuletzt 0,74 Prozent höher bei 69.243,68 Punkten, während der breiter gefasste Topix 0,91 Prozent auf 4051,48 Zähler gewann.

Die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Jobdaten verschoben die Zinserwartungen der Händler in Richtung Oktober. "Die Zahlen stellen das Narrativ infrage, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte auf Kurs für eine Zinserhöhung bleibt", erklären die Analysten von Westpac. In Asien untermauern derweil positive Konjunktursignale die Kauflaune: Der Einkaufsmanagerindex für den japanischen Dienstleistungssektor signalisierte im Juni wieder Wachstum. Gleichzeitig stieg in China die Auslandsnachfrage nach Dienstleistungen so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr, auch wenn der Sektor insgesamt etwas langsamer wuchs.

An der Börse in Tokio findet zudem eine Branchenrotation statt, bei der Anleger von hoch bewerteten Technologiewerten in zyklische Papiere umschichten. "Bestimmte Sektoren im Zusammenhang mit Halbleitern und KI bleiben heute schwach", sagt Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. "Wenn sich der Rückgang bei diesen hoch bewerteten Aktien zu verringern beginnt, ist es möglich, dass sich auch der Nikkei stabilisiert."

Asien-Anleger schichten um
06:56 Uhr

US-Tech-Konzerne bauen Dominanz aus

Der Siegeszug Künstlicher Intelligenz (KI) beschert einer Studie zufolge Technologiekonzernen anhaltend kräftige Kursgewinne. Die Marktkapitalisierung der weltgrößten Unternehmen aus dieser Branche sei seit Jahresbeginn um 30 Prozent auf 35,2 Billionen Dollar gestiegen, ergab eine Untersuchung der Unternehmensberatung EY. Insgesamt habe der Börsenwert der weltweit 100 größten Konzerne um 18 Prozent auf 61,9 Billionen Dollar zugelegt.

Auf den ersten fünf Plätzen gab es keine Veränderungen: Spitzenreiter blieb EY zufolge der Chip-Hersteller Nvidia mit einer Marktkapitalisierung von 4,846 Billionen Dollar. Dahinter lagen die Google-Mutter Alphabet, der iPhone-Anbieter Apple, das Softwarehaus Microsoft und der Online-Händler Amazon. Börsenneuling SpaceX schaffte es mit einem Börsenwert von 2,25 Billionen Dollar aus dem Stand auf Rang sechs. Der taiwanische Chip-Auftragsfertiger TSMC (1,196 Billionen Dollar) folgte direkt dahinter als erster nicht-amerikanischer Wert.

US-Tech-Konzerne bauen Dominanz aus
06:38 Uhr

Beim Yen ist Politik im Spiel

Am Devisenmarkt bleiben die Blicke auf Japan gerichtet, wo Finanzministerin Satsuki Katayama angesichts des schwachen Yen vor Interventionen warnt: "Unsere Haltung hat sich nicht geändert. Wir werden jederzeit angemessen reagieren, wenn es nötig ist." Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 161,16 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,7807 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8025 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1442 Dollar und zieht leicht auf 0,9184 Franken an.

Beim Yen ist Politik im Spiel
06:18 Uhr

iPhone-Spekulationen beflügeln Apple-Fantasie

Ein Medienbericht, wonach Apple fünf neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen will, hat die Aktie in die Höhe getrieben. Die Papiere des US-Technologiekonzerns legten an der Wall Street mehr als vier Prozent zu. Die Wirtschaftszeitung "Nikkei Asia" hatte berichtet, Apple plane die Einführung der neuen Modelle, um trotz der Lieferengpässe bei Speicherchips Marktanteile zu gewinnen. Zudem wolle der Konzern die Produktion seiner ersten falt-Handys ausbauen.

iPhone-Spekulationen beflügeln Apple-Fantasie
05:59 Uhr

Auf Rekordstimmung folgt der Kater

Der Dax kann doch noch Rekorde: Im gestrigen Geschäft schraubte sich der deutsche Börsenleitindex bis auf 25.655,82 Punkte nach oben. Aus dem Handel verabschiedete er sich dann mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent und 25.581 Zählern.

Neben den seit mehreren Tagen fallenden Ölpreisen sorgten vor allem die Arbeitsmarktdaten aus den USA für einen positiven Impuls. Die Daten für den Monat Juni zeigten, dass sich in den Vereinigten Staaten die Einstellungsdynamik kräftig verlangsamt hat und den jüngsten Aufschwung am Arbeitsmarkt bremst. Damit hätten sich die Erwartungen an eine erste Zinsanhebung in den USA etwas nach hinten verschoben, hieß es am Markt zur Begründung.

Der heutige Wochenschluss am deutschen Aktienmarkt könnte aber ruhiger verlaufen. Die Agenda ist nahezu leer. Gleichzeitig bleibt die New Yorker Aktienbörse wegen des US-Unabhängigkeitstages geschlossen. Zwar ist erst am Samstag der 4. Juli, aber der Feiertag findet wegen des Wochenendes auch am Freitag statt und gilt unter anderem auch für Beschäftigte der Bundesbehörden. Am Wochenende sind dann große Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA geplant.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Auf Rekordstimmung folgt der Kater