Der Börsen-Tag
11. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Max Borowski
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17:55 Uhr

Dax zwischen US-Wachstumshoffnung und Zinssorgen

Die Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Stimmung auch am deutschen Aktienmarkt gedämpft. Peter Graf, Chief Investment Officer von Amova Asset Management Americas, sagte, der Bericht sei gespickt gewesen mit positiven Überraschungen und "dürfte die jüngsten Bedenken hinsichtlich des Wachstums zerstreuen". Allerdings bringe er den designierten Vorsitzenden der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, in eine schwierige Lage. "Es wird noch schwieriger werden, die FOMC-Mitglieder davon zu überzeugen, dem Auftrag des US-Präsidenten zur Senkung der Zinsen zu folgen."

Der Dax ging mit minus 0,53 Prozent auf 24.856,15 Punkte aus dem Tag, nachdem er noch am Nachmittag kurz die Marke von 25.000 Punkten getestet hatte. Letztlich aber bleibt der Leitindex auf Abstand zu seiner im Januar erreichten Bestmarke von etwas über 25.500 Zählern. Besser schlägt sich dagegen der Leitindex der Euroregion, der EuroStoxx, der nach einem Rekordhoch am Dienstag um 0,19 Prozent auf 6.035,64 Punkten nachgab.

Für den MDax der mittelgroßen Börsenwerte hierzulande ging es um 1,07 Prozent auf 31.618,89 Zähler bergab. In den USA zeigten sich die wichtigsten Indizes nach einigem Auf und Ab zum europäischen Börsenschluss kaum verändert.

Dax zwischen US-Wachstumshoffnung und Zinssorgen
17:28 Uhr

Bundesbank-Chef befürwortet gemeinsame europäische Schulden

Bundesbank-Chef Joachim Nagel zeigt sich offen für gemeinsame europäische Schulden - unter bestimmten Voraussetzungen. "Europa attraktiv zu machen, bedeutet auch, Investoren von außerhalb anzuziehen", sagte Nagel dem Nachrichtenportal "Politico" vor dem informellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs zur Wettbewerbsfähigkeit an diesem Donnerstag. "Ein liquiderer europäischer Markt für sichere europäische Vermögenswerte würde dies unterstützen."

Die Bundesbank hatte gemeinsame europäische Schulden, auch Eurobonds genannt, lange abgelehnt. Bereits im Herbst hatte sich Nagel aber offen dafür gezeigt, mit Blick auf die Sicherheitslage. "Tradition ist etwas, das die Realität der Vergangenheit widerspiegelt", sagte Nagel im Gespräch mit "Politico" und betonte, dass die Sicherheit Europas seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so bedroht gewesen sei wie heute. "Jetzt haben wir eine andere Realität."

Nagel nannte allerdings mehrere Bedingungen. Ein europäisches Vermögen dürfe nur bestimmte Zwecke unterstützen und müsse von den europäischen Behörden und den Mitgliedstaaten streng kontrolliert werden. "Europäische Schulden sind kein Gratisgeschenk", sagte Nagel.

Bundesbank-Chef befürwortet gemeinsame europäische Schulden
16:54 Uhr

Bilanzschaos zerstört Investoren-Vertrauen in deutschen Traditionskonzern "völlig"

Die Aktie des Verpackungskonzerns Gerresheimer bricht um rund 30 Prozent ein. Der traditionsreiche SDax-Konzern hat wegen Fehlern in der Bilanzierung die für den 26. Februar geplante Veröffentlichung seines Jahres- und des Konzernabschlusses 2025 verschoben. Nach den bisherigen Erkenntnissen hätten einzelne Mitarbeiter gegen interne Richtlinien und IFRS-Regelungen verstoßen, hatte Gerresheimer am Vorabend mitgeteilt.

Die Verschiebung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 belaste das Vertrauen in die Bilanzqualität aufs Neue erheblich, heißt es von der DZ Bank. In der Folge fielen die Zahlen für 2025 schwächer aus und es gebe deutliche Wertberichtigungen. Auch der Ausblick 2026 liegt nochmals unter den ohnehin schon niedrigen Erwartungen der Analysten. Schwerwiegend sei auch das nun völlig zerstörte Investoren-Vertrauen in die Aktie, was sich im heutigen massiven Kurssturz widerspiegele.

Die nun notwendigen Korrekturen im Konzernabschluss von Gerresheimer betreffen im Wesentlichen die Erfassung von Umsatzerlösen und die Bilanzierung und Bewertung von Vorräten. Dies wirke sich auch auf die Bilanz für 2024 aus, die Ende vergangenen Jahres bereits korrigiert worden war. Die Finanzaufsicht Bafin hatte moniert, dass Gerresheimer 2024 Umsatzerlöse für einige Kundenverträge erfasst habe, obwohl diese noch nicht ausgeführt worden seien. Der Konzern teilte mit, er habe bereits erste personelle und organisatorische Konsequenzen gezogen. Gerresheimer hatte zudem eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt um sicherzustellen, dass alle Fehler umfassend korrigiert werden.

Bilanzschaos zerstört Investoren-Vertrauen in deutschen Traditionskonzern "völlig"
16:15 Uhr

Will Trump weitere Öltanker beschlagnahmen? Öl-Preis steigt

Die Ölpreise bauen ihre Gewinne aus, wobei Brent-Rohöl über 70 US-Dollar pro Barrel steigt, da die Sorgen über die Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran die Händler in Atem halten. Die internationale Öl-Benchmark steigt um 2,2 Prozent auf 70,29 US-Dollar pro Barrel, während die US-Ölsorte WTI um 2 Prozent auf 64,67 US-Dollar pro Barrel zulegt.

Laut US-Vertretern habe die Trump-Regierung erwogen, weitere am Transport von iranischem Öl beteiligte Tanker zu beschlagnahmen - wie sie es in Venezuela getan habe -, habe aber aus Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen Teherans und den Auswirkungen auf die globalen Märkte davon Abstand genommen. "Ein ähnliches Vorgehen gegen den Iran wäre eskalierend und würde wahrscheinlich dazu führen, dass der Markt eine noch höhere Risikoprämie einpreisen müsste, als er es bereits tut", meinen die Analysten von ING.

Will Trump weitere Öltanker beschlagnahmen? Öl-Preis steigt
16:14 Uhr

Gericht: Chiphersteller Nexperia bleibt unter niederländischer Kontrolle

Im Konflikt um den Chip-Hersteller Nexperia mit Sitz in den Niederlanden hat das Wirtschaftsgericht in Amsterdam die Suspendierung der chinesischen Führung bekräftigt und eine umfassende Untersuchung angeordnet. Die im Oktober verhängten Kontrollmaßnahmen gegen das Unternehmen blieben bestehen, entschieden die Richter in Amsterdam.

Damit ist eine schnelle Lösung des Konflikts mit China um den Hersteller für Chips, die für die europäische Autoindustrie wichtig sind, nicht in Sicht. Peking hatte die Aufhebung der Maßnahmen gefordert.

IIm vergangenen Jahr gab es Berichte, dass der chinesische Eigentümer vom Mutterunternehmen Wingtech technologisches Wissen und Produktionskapazitäten nach China verlagern wollte. Daraufhin hatte zunächst das niederländische Wirtschaftsministerium in die Führung des Unternehmens eingegriffen. Diese Maßnahme wurde inzwischen ausgesetzt. Kurz darauf hatte das Wirtschaftsgericht im Oktober auf Initiative von Vorstandsmitgliedern den chinesischen Vorsitzenden suspendiert und einen Interims-Vorstand ernannt. Diese Maßnahmen bleiben nun aufrecht.

Die vom Gericht angeordnete Untersuchung kann mehrere Monate dauern.

Gericht: Chiphersteller Nexperia bleibt unter niederländischer Kontrolle
16:03 Uhr

Starker Arbeitsmarkt gibt US-Börsen Auftrieb

Der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht für Januar sorgt für gute Stimmung an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils rund ein halbes Prozent höher bei 50.450 Zählern und 6976 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann in etwa genauso viel auf 23.193 Zähler.

Im Januar kamen in den USA 130.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, von Reuters befragte Experten hatten nur einen Stellenzuwachs von 70.000 Stellen erwartet. "Die Börsianer werten dies positiv, weil die grundlegende Entwicklung am Arbeitsmarkt stärker ist als erwartet", sagte Jordan Rizzuto, Chefanleger bei GammaRoad Capital Partners. Die Daten dämpften zwar Erwartungen an eine rasche Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Händler rechnen jedoch weiterhin mit einer Leitzinssenkung im Juni.

Im Mittelpunkt bei den Einzelwerten standen weiterhin Konzernbilanzen und -prognosen. Für Gesprächsstoff sorgte etwa der "Barbie"-Hersteller Mattel, der Uber-Rivale Lyft, der Online-Broker Robinhood und die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US, die nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen zwischen rund drei und mehr als 25 Prozent einbüßten.

Um 11,5 Prozent nach unten ging es auch für die Titel von Moderna. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte es abgelehnt, den Zulassungsantrag für den neuen Grippeimpfstoff des Biotechnologieunternehmens zur Prüfung anzunehmen. Gefragt waren hingegen unter anderem die Titel des Autobauers Ford, die nach überraschend starken Quartalszahlen um rund zwei Prozent zulegten.

Starker Arbeitsmarkt gibt US-Börsen Auftrieb
15:34 Uhr

US-Dollar legt zu

Der Dollar hat gegenüber einem Währungskorb zugelegt, nachdem die Daten zu den US-Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft deutlich stärker als erwartet ausgefallen waren. Die Zahl der Beschäftigten ist im Januar um 130.000 gestiegen und hat damit die von Ökonomen in einer WSJ-Umfrage prognostizierte Zunahme von 55.000 übertroffen. Die Arbeitslosenquote ist im Januar unerwartet auf 4,3 Prozent von 4,4 Prozent im Vormonat gefallen.

Die Daten veranlassen die Märkte, die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve zurückzuschrauben. Laut LSEG werden für 2026 nun Zinssenkungen im Umfang von 50 Basispunkten eingepreist, verglichen mit rund 60 Basispunkten vor den Daten. Der DXY-Dollarindex steigt nach den Daten auf ein Tageshoch von 97,272 von zuvor 96,718.

US-Dollar legt zu
14:56 Uhr

Viele Modelle betroffen: BMW ruft Hunderttausende Autos wegen Brandgefahr zurück

BMW ruft weltweit Fahrzeuge aus mehreren Modellreihen zurück. Insgesamt gehe es um eine mittlere sechsstellige Zahl, hieß es vom Münchner Hersteller. In Deutschland sind 28.582 Fahrzeuge betroffen. Zuvor hatte der "kfz-Betrieb" berichtet, der eine Gesamtzahl von 575.000 Fahrzeugen nennt. Diese bestätigte BMW nicht.

Laut BMW wurde bei Produktkontrollen festgestellt, dass nach einer hohen Anzahl von Starts erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten könne. Dadurch könne das Auto schlechter, unter Umständen auch gar nicht mehr gestartet werden. Zudem sei ein Kurzschluss nicht auszuschließen, durch den es zu einer lokalen Überhitzung am Starter kommen könne. «Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs. In diesem Fall kann während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch gesehen oder gerochen werden.» BMW empfehle daher, das Fahrzeug nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt zu lassen.

Konkret geht es um Fahrzeuge aus den Baureihen 2er-Coupé, mehrere Varianten von 3er, 4er und 5er, den 6er-Gran-Tourismo, die 7er Limousine, X4, X5, X6 und Z4.

Viele Modelle betroffen: BMW ruft Hunderttausende Autos wegen Brandgefahr zurück
14:41 Uhr

Kräftige Belebung am US-Arbeitsmarkt

Der US-Arbeitsmarkt hat sich zu Jahresbeginn weit stärker als erwartet belebt. Im Januar kamen 130.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, wie aus dem Bericht der Regierung hervorgeht. Von Reuters befragte Experten hatten nur einen Stellenzuwachs von 70.000 Stellen erwartet, nach revidiert 48.000 im Dezember. Die Arbeitslosenquote sank im Januar überraschend auf 4,3 Prozent, nach 4,4 Prozent im Dezember.

Für die US-Notenbank sind die Arbeitsmarktdaten eine wichtige Orientierungsmarke für die Geldpolitik. Sie hat den Leitzins zuletzt nach drei Senkungen in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gehalten.

Kräftige Belebung am US-Arbeitsmarkt
14:26 Uhr

Neuer Chef bläst Aufspaltung ab - Kraft-Heinz-Aktie fällt

Der neue Kraft-Heinz-Chef Steve Cahillane hat die Pläne zur Aufspaltung des US-Lebensmittelkonzerns auf Eis gelegt und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt. Die Probleme des Unternehmens seien "behebbar und unter unserer Kontrolle", sagte sagte Cahillane am Mittwoch. Alle Ressourcen müssten sich nun darauf konzentrieren, das Geschäft wieder auf einen profitablen Wachstumskurs zu bringen. Die Aktie von Kraft Heinz gab im vorbörslichen US-Handel um rund fünf Prozent nach.

"Daher halten wir es für umsichtig, die Arbeit im Zusammenhang mit der Trennung zu pausieren", sagte der erst im Januar angetretene Cahillane. Der Konzern hatte im September Pläne für eine Aufspaltung in zwei Unternehmen angekündigt – eines für Lebensmittel und eines für Soßen und Aufstriche. Die Fusion von Kraft und Heinz vor einem Jahrzehnt hatte nie das erwartete Wachstum gebracht. Der Branchenveteran Cahillane, ehemals Chef von Kellogg, war eigens für die Umsetzung der Trennung an Bord geholt worden, die Ende 2026 abgeschlossen sein sollte.

Kraft Heinz kämpft wie andere Hersteller von verpackten Lebensmitteln mit einer schwachen Nachfrage nach seinen teureren Produkten, da die Verbraucher nach günstigeren Alternativen suchen. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang des organischen Nettoumsatzes zwischen 1,5 und 3,5 Prozent. Statt der Aufspaltung will sich Kraft Heinz nun auf die Sanierung seines US-Geschäfts konzentrieren. Dafür sollen 600 Millionen Dollar in Marketing und Forschung investiert werden.

Neuer Chef bläst Aufspaltung ab - Kraft-Heinz-Aktie fällt
14:04 Uhr

Behördenentscheidung zu Impfstoff lässt Moderna-Aktie abrutschen

Die Aktie von Moderna fällt vorbörslich um 8 Prozent, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA es abgelehnt hat, den Antrag des Arzneimittelherstellers auf den Verkauf eines neuen saisonalen Grippeimpfstoffs zu prüfen. Die FDA teilte mit, Moderna habe den Impfstoff nicht angemessen mit Konkurrenzprodukten verglichen, habe aber in einem Schreiben an das Unternehmen keine Sicherheits- oder Wirksamkeitsprobleme angeführt. Es sei unklar, wie lange die Klärung der Situation dauern werde, schreiben die Analysten von Jefferies. Die Entscheidung der FDA könne sich auch auf die noch ausstehende Zulassung von Modernas kombiniertem Covid-19- und Grippeimpfstoff auswirken, was wiederum den Cashflow des Unternehmens für das Jahr 2028 belasten würde, so die Analysten. Moderna wird voraussichtlich am Freitag seine Ergebnisse vorlegen.

Behördenentscheidung zu Impfstoff lässt Moderna-Aktie abrutschen
13:59 Uhr

Wenig Veränderung zur Wall-Street-Eröffnung erwartet

Zur Wochenmitte sieht es zunächst so aus, als ob die US-Börsen kaum verändert eröffnen werden. Die Futures auf die großen Aktienindizes treten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle.

Die Richtung vorgeben dürfte letztlich der Arbeitsmarktbericht für Januar, der wegen des Haushaltsstreits in den USA mit Verspätung veröffentlicht wird. Beobachter rechnen mit einem nur geringen Beschäftigungsaufbau außerhalb der Landwirtschaft und einer unveränderten Arbeitslosenquote. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist eines der Kriterien, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet.

Am Dienstag hatten enttäuschende Daten zum Einzelhandelsumsatz Zinssenkungshoffnungen genährt und den Dow-Jones-Index ein neues Rekordhoch erreichen lassen.

Wenig Veränderung zur Wall-Street-Eröffnung erwartet
13:43 Uhr

Was die Commerzbankchefin "am glücklichsten" macht

Die Anleger der Commerzbank können sich freuen: Denn die Bank kauft weiter Aktien zurück und erhöht die Dividende. Was für eine Strategie dahinter steckt und warum die Bank trotz Rekordzahlen Stellen abbaut, erklärt Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp.

Was die Commerzbankchefin "am glücklichsten" macht
13:24 Uhr

Neues KI-Tool schreckt Europas Börsen auf

Aufgescheucht durch Sorgen über neue KI-gestützte Anwendungen ziehen Anleger bei europäischen Technologie- und Finanzaktien den Stecker. Der Dax verliert im Zuge dessen 0,4 Prozent auf 24.897 Punkte, der EuroStoxx50 gibt 0,3 Prozent auf 6027 Zähler ab. Angesichts der US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag und gemischt ausgefallener Firmenbilanzen hielten sich viele Investoren zusätzlich mit Engagements zurück.

Für Nervosität im Finanzsektor sorgte die Ankündigung von Altruist, ein neues Steuerplanungstool in seiner KI-Plattform Hazel einzuführen. An der Londoner Börse fielen die Papiere von Vermögensverwalter St. James's Place um mehr als zehn Prozent, die Titel der italienischen FinecoBank verloren knapp sieben Prozent. Aktien der Online-Handelsplattformen Flatex und Swissquote sackten um 8,3 und 3,9 Prozent ab.

"Im KI-Wettlauf wird es Gewinner und Verlierer geben, und ein Großteil des derzeit eingesetzten Kapitals wird abgeschrieben werden müssen", sagte Axel Botte, Chefstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management. Damit geht allgemein auch die Angst vor Jobverlusten einher. Bei dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht sehen Experten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft im Januar von 70.000, nach 50.000 im Dezember. Die US-Notenbank Fed, die stabile Preise und Vollbeschäftigung fördern soll, hat den Leitzins zuletzt nach drei Senkungen in Folge nicht angetastet.

Neues KI-Tool schreckt Europas Börsen auf
13:06 Uhr

Silber und Platin ziehen kräftig an

An den Rohstoffbörsen ziehen die Preise für Edelmetalle weiter an. Gold verteuert sich um bis zu 0,9 Prozent auf 5069 Dollar je Feinunze. Silber haussiert noch deutlicher und klettert um 4,4 Prozent auf 84,26 Dollar. Der Preis für Platin steigt um vier Prozent, Palladium zieht um 2,8 Prozent an. Geholfen habe der zuletzt etwas schwächere US-Dollar, sagt Julius-Bär-Analyst Carsten Menke. Der US-Dollar notiert nahe eines Zwei-Wochen-Tiefs, wodurch die in der amerikanischen Devise notierten Metalle für ausländische Käufer erschwinglicher werden. Niedrigere US-Anleiherenditen halfen zusätzlich. Da Gold & Co keine Zinsen abwerfen, ist der Besitz bei steigenden Anleihezinsen teurer, da der Renditeverzicht höher ausfällt.

Silber und Platin ziehen kräftig an
12:44 Uhr

Verdrängt KI Finanzdienstleister? Aktien fallen deutlich

Aktien von Vermögensverwaltern und Brokern geraten unter Druck, da der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz (KI) Sorgen vor einer Verdrängung klassischer Dienstleistungen im Finanzsektor schürt. An der Londoner Börse geht es bei Papieren von St. James's Place um mehr als zehn Prozent nach unten, die Titel der italienischen FinecoBank fallen um 6,8 Prozent. Die Aktien der Online-Handelsplattformen Flatex und Swissquote sacken um 8,3 und 3,9 Prozent ab. Der europäische Finanzsektor steht 1,7 Prozent tiefer. Börsianer begründen die Kursverluste mit der Ankündigung von Altruist, ein neues Steuerplanungstool in seiner KI-Plattform Hazel einzuführen.

Verdrängt KI Finanzdienstleister? Aktien fallen deutlich
12:27 Uhr

Kurssturz bei Softwareschmiede Dassault zieht gesamten Tech-Sektor runter

Der Softwarehersteller Dassault vergrault die Anleger mit enttäuschenden Wachstumszahlen und trübt damit die Stimmung im gesamten europäischen Technologiesektor. Die Aktien von Dassault stürzen in Paris um bis zu 21,8 Prozent ab. Der Technologieindex fällt um zwei Prozent und führt damit die branchenweiten Verluste an. Bei den Franzosen wuchs der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt nur um ein Prozent. Die Ergebnisse seien schlimmer ausgefallen, als selbst die größten Pessimisten befürchtet hätten, sagen die Analysten von JP Morgan. Das Umfeld für Softwarefirmen verzeihe momentan keine Fehler. Grund dafür sind anhaltende Sorgen über die Auswirkungen neuerer Modelle Künstlicher Intelligenz auf traditionelle Unternehmen.

Kurssturz bei Softwareschmiede Dassault zieht gesamten Tech-Sektor runter
11:42 Uhr

Diesel- und Benzinpreis entwickeln sich in entgegengesetzte Richtung

Während Tanken für die Fahrer von Benziner-Pkw im Vergleich zur vergangenen Woche erneut etwas teurer geworden ist, profitieren Dieselfahrer derzeit von geringfügig niedrigeren Preisen an der Tankstelle. Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt derzeit 1,754 Euro und damit 0,6 Cent mehr als in der Vorwoche. Die entgegengesetzte Richtung hat der Dieselpreis eingeschlagen, der um 0,5 Cent auf 1,716 Euro gesunken ist.

Im Vergleich zur Vorwoche ist der Preis für Brent-Öl um zwei US-Dollar gestiegen und rangiert derzeit knapp über 69 US-Dollar je Barrel. Der Euro hat im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zugelegt und kostet jetzt rund 1,19 US-Dollar. Dadurch können die negativen Folgen des teureren Rohöls etwas abgefedert werden. Positiv zu bewerten ist, dass sich die Differenz zwischen Benzin- und Dieselpreis wieder geringfügig vergrößert hat, wenngleich sie immer noch weit von angemessenen Verhältnissen entfernt ist. Denn auf einen Liter Diesel sind rund 20 Cent weniger Energiesteuer zu bezahlen als auf Benzin, tatsächlich kostet Diesel aktuell aber nur 3,8 Cent weniger als Super E10. Somit besteht bei Dieselkraftstoff weiteres Abwärtspotenzial.

Diesel- und Benzinpreis entwickeln sich in entgegengesetzte Richtung
10:57 Uhr

TKMS rüstet beim Wachstum auf

TKMS hat nach den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 seine Umsatzprognose angehoben. Die Erlöse sollten gegenüber dem Vorjahr um zwei bis fünf Prozent steigen, teilte der Rüstungskonzern und Thyssenkrupp-Tochter mit. Bislang hatte TKMS im laufenden Geschäftsjahr ein Wachstum von ein bis zwei Prozent erwartet.

Im ersten Quartal lag der Umsatz bei 545 Millionen Euro nach 550 Millionen vor Jahresfrist. Mit 26 Millionen Euro fuhr der Konzern ein stabiles bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf 4,8 Prozent von 4,7 Prozent. Sie soll im laufenden Jahr auf über sechs Prozent zulegen.

Der Auftragsbestand habe mit 18,7 Milliarden Euro eine neue Höchstmarke erreicht. Der U-Bootbauer profitiert von der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Waffen und Munition. Thyssenkrupp hatte das Unternehmen im Oktober an die Börse gebracht, hält aber weiterhin die Mehrheit. Inzwischen sind beide Unternehmen im MDax.

TKMS rüstet beim Wachstum auf
10:13 Uhr

Brauerei-Riese baut 6000 Stellen ab

Die schwache Nachfrage nach Bier veranlasst den Brauerei-Riesen Heineken zu einem drastischen Stellenabbau. Weltweit sollen bis zu 6000 Arbeitsplätze wegfallen, wie der niederländische Konzern mitteilte. Zudem schraubte die Nummer zwei der Branche ihre Gewinnerwartungen für das Jahr 2026 herunter.

Der Stellenabbau solle in den kommenden zwei Jahren stattfinden und sei Teil einer neuen Strategie bis zum Jahr 2030. Ziel sei es, mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum zu erzielen. Davon erhofft sich der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Tiger, Amstel und Desperados gehören, deutliche Einsparungen.

Im abgelaufenen Jahr 2025 übertraf Heineken die Erwartungen noch. Der Betriebsgewinn legte organisch um 4,4 Prozent zu, Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. Für 2026 zeigte sich das Management jedoch zurückhaltender: Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent zulegen, zuvor hatte Heineken eine Spanne von vier bis acht Prozent in Aussicht gestellt.

Brauerei-Riese baut 6000 Stellen ab
09:51 Uhr

Schott Pharma verpackt sehr gute Zahlen

Schott Pharma ist dank einer starken Nachfrage nach Spezialfläschchen und Karpulen mit einem Umsatz- und Gewinnplus ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2025/26 um 3,8 Prozent auf 240,2 Millionen Euro, wie der Pharmaverpackungs-Hersteller mitteilte. Währungsbereinigt stand ein Plus von 4,8 Prozent zu Buche. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um elf Prozent auf 65,2 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Schott Pharma verpackt sehr gute Zahlen
09:41 Uhr

Ölpreise ziehen an

Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise zunächst zu. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 69,34 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,8 Prozent fester bei 64,49 Dollar. Der Goldpreis zieht ebenfalls an.

Ölpreise ziehen an
09:27 Uhr

Lyft-Kurs kommt unter die Räder

Lyft hat die Anleger mit einem schwachen Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht und die Aktie damit auf Talfahrt geschickt. Als Grund nannte der Uber-Konkurrent schwere Winterstürme in den USA, die auf die Nachfrage drückten. Der bereinigte Kerngewinn werde im ersten Quartal zwischen 120 und 140 Millionen Dollar liegen. Analysten hatten im Schnitt mit 139,4 Millionen gerechnet. Die Lyft-Aktie gab im nachbörslichen Handel um 14 Prozent nach.

Der schwache Ausblick ist ein Rückschlag für Lyft und überschattete die Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Volumen von einer Milliarde Dollar. Zudem wies das Unternehmen für das Gesamtjahr 2025 überraschend einen operativen Verlust von 188,4 Millionen Dollar aus. Analysten hatten hier einen Gewinn von 33,3 Millionen Dollar erwartet. Der neue Aktienrückkauf ergänzt ein früheres Programm über 750 Millionen Dollar, das Anfang vergangenen Jahres angekündigt worden war.

Lyft-Kurs kommt unter die Räder
09:10 Uhr

"Da steckt Power drin"

Der Dax treibt sich zum Start in das heutige Geschäft um die 25.000er-Marke herum. Gestern hatte er mit leichten Verlusten darunter geschlossen – mit 24.988 Zählern. "Die Anleger warten einerseits auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Auf der anderen Seite gibt es auch jede Menge frische Geschäftszahlen", erläutert sie und verweist etwa auf die von Siemens Energy: "Den Gewinn mehr als verdoppelt, dazu volle Auftragsbücher: Da steckt Power drin", so Marggraf. "Die Aktie gehörte bereits 2025 zu den am besten performenden Dax-Werten. Das papier hat aber auch schon im laufenden Jahr mehr als ein Viertel zugelegt."

"Da steckt Power drin"
08:57 Uhr

Trotz Mehrjahrestiefs: Gerresheimer-Kurs vor weiterem Rutsch

Mit Druck auf die Aktien von Gerresheimer rechnen Händler. Der Verpackungshersteller hatte am Vorabend die Verschiebung der Bilanzvorlage angekündigt. Ein zweiter Wirtschaftsprüfer benötigt mehr Zeit zur Prüfung. "So etwas verunsichert den Markt, vor allem wenn kein neuer Bilanztermin genannt wird", kommentiert ein Händler. Trotz des Mehrjahrestiefs in der Aktie dürfte es weiter nach unten gehen.

Trotz Mehrjahrestiefs: Gerresheimer-Kurs vor weiterem Rutsch
08:38 Uhr

Samsung-Aktie reagiert auf Gewinnmitnahmen

Weiter gute Stimmung herrscht an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien, wobei leichtere Vorgaben der Wall Street abgeschüttelt werden. In den USA sorgten Gewinnmitnahmen für eine etwas leichtere Tendenz. Während in Sydney, wo der Handel bereits beendet ist, gute Unternehmenszahlen für Kauflaune sorgten, liefern an den chinesischen Börsen eher mau ausgefallene Inflationsdaten kein Störfeuer oder werden vom Markt sogar leicht positiv aufgenommen, weil sie der Notenbank weiter Spielraum für eine lockere Geldpolitik bieten.

Die Inflation in China hat sich zum Jahresbeginn etwas abgeschwächt, was auf eine eher schwächliche Konjunktur deutet. Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 0,2 Prozent zum Vorjahr, nachdem er im Dezember noch um 0,8 Prozent gestiegen war. Die Erzeugerpreise waren erneut sogar deflationär, was anhaltenden Druck auf die Binnennachfrage unterstreicht.

Der HSI in Hongkong legt um 0,4 Prozent zu, der Shanghai Composite um 0,2 Prozent. In Seoul steigt der Kospi um 1,3 Prozent - gestützt vom Indexschwergewicht Samsung Electronics. Sie hatten im gestrigen Geschäft mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen. Der S&P ASX-200 gewann 1,7 Prozent und erreichte ein 15-Wochenhoch. In Tokio ruht nach der politischen Rally am Montag und Dienstag der Handel wegen eines Feiertags.

Samsung-Aktie reagiert auf Gewinnmitnahmen
08:20 Uhr

Commerzbank spielt "in einer anderen Liga"

Die Commerzbank hat nach einem operativen Rekordergebnis im vergangenen Jahr ihre Gewinnprognose für 2026 angehoben. Für 2026 erwartet das von der italienischen UniCredit umworbene Institut nun ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel von 3,2 Milliarden Euro. Im abgelaufenen Jahr stieg das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, wie das Geldhaus mitteilte. Analysten hatten 4,46 Milliarden erwartet. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 2,6 Milliarden Euro.

"Wir haben unsere ehrgeizigen Wachstumsziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Und unser Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt: Die Commerzbank spielt heute in einer anderen Liga", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp.

Commerzbank spielt "in einer anderen Liga"
08:01 Uhr

Bilanzprobleme bei Gerresheimer verschärft

In den Bilanzen des Verpackungskonzerns Gerresheimer sind weitere Fehler aufgetaucht, die auch das abgelaufene Jahr betreffen. Das Unternehmen spricht von Verstößen eigener Mitarbeiter gegen interne Richtlinien und gegen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS). Dabei gehe es um die Erfassung von Umsätzen und die Bewertung von Vorräten, teilte Gerresheimer mit. Es seien bereits erste personelle Konsequenzen gezogen worden. Die "Bilanzpolizei" der Finanzaufsicht BaFin hatte im September gerügt, dass Gerresheimer Umsätze 2024 vorzeitig verbucht hatte, obwohl die Waren noch gar nicht ausgeliefert worden waren.

Um sich finanziell Luft zu verschaffen, will das Unternehmen nun ein Werk in den USA schließen und seine US-Tochter Centor verkaufen, die Verpackungssysteme für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA herstellt. Centor stand Ende 2024 mit einem Wert von 292 Millionen Euro in der Bilanz. Für die Tochter gebe es großes Interesse möglicher Käufer. Die Investmentbank Morgan Stanley soll noch in diesem Jahr einen neuen Eigentümer finden.

Bilanzprobleme bei Gerresheimer verschärft
07:42 Uhr

Siemens Energy liefert volle Gewinnpower

Siemens Energy hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres seinen Gewinn gesteigert und die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis habe sich auf 1,16 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, teilte der Energietechnikkonzern mit. Dabei habe der Konzern auch von einem besseren Ergebnis der Problemtochter Gamesa profitiert. Diese schrieb zwar vor Sondereffekten einen Verlust von 46 Millionen Euro. Vor Jahresfrist hatte Gamesa aber noch einen Fehlbetrag von 374 Millionen Euro verbucht.

Für das Geschäftsjahr erwartet das Management im Gesamtkonzern weiterhin unter anderem ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse in der Bandbreite von elf bis 13 Prozent und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen neun und elf Prozent. Gamesa soll die Gewinnschwelle erreichen.

Siemens Energy liefert volle Gewinnpower
07:26 Uhr

Anleger lauern

Mit einem abwartenden Handel rechnen Händler. Bis zur Vorlage des verschobenen US-Arbeitsmarktberichtes am Nachmittag dürften sich Anleger bedeckt halten. Die Dax-Futures handeln weiter kaum bewegt über der 25.000er-Marke. Der US-Bericht zum Januar wird mit Spannung erwartet, am Abend äußern sich zudem noch drei Fed-Mitglieder. Gestern hatte bereits Dallas-Fed-Chefin Lorie Logan unterstrichen, sie sehe das aktuelle US-Zinsniveau als passend für die Wirtschaftslage. Dies wird als Zeichen interpretiert, sie sei gegen weitere Zinssenkungen.

Die US-Börsen dürften mit einem starken Arbeitsmarktbericht die Aussicht auf Zinssenkungen weiter auspreisen. Technologiewerte kämen damit noch weiter unter Druck. An der Wall Street waren Aktien aus dem KI-Bereich erneut abverkauft worden. Nur die Chip-Hersteller werden als Gewinner der Milliarden-Investitionen der Großunternehmen gesehen.

Gute Nachrichten kommen derweil aus China: Dort fielen die Erzeugerpreise (PPI) langsamer als im Vormonat. Dies macht Hoffnung, dass die schon seit 40 Monaten anhaltende Deflation der Fabrikpreise sich dem Ende nähert. In Europa im Fokus stehen zahlreiche Geschäftszahlen: Unter anderem von Heineken, Essilorluxottica, Siemens Energy, Ahold und Börsenneuling TKMS. Wichtig für Deutsche Telekom sind die Geschäftszahlen von T-Mobile US am Mittag.

Anleger lauern
07:10 Uhr

Kurssturz bei Barbie-Konzern Mattel

Die Aktie des Barbie-Herstellers Mattel ist nachbörslich um fast 30 Prozent eingebrochen, nachdem der Konzern mit seinem Gewinnausblick für das Gesamtjahr die Anleger enttäuschte. Dies unterstreicht, dass sich die Nachfrage nach Spielzeug nur langsam erholt, da die Verbraucher ihre Ausgaben für nicht lebensnotwendige Güter einschränken. Zudem verfehlte das Unternehmen im vierten Quartal die Gewinnerwartungen deutlich. Firmenchef Ynon Kreiz erklärte, dass hohe Rabattaktionen im Dezember die Margen belastet hätten.

Mattel erwartet erst für das Jahr 2027 eine Rückkehr zum Wachstum bei der Marke. Besser lief es hingegen für die auch in Deutschland sehr populären Spielzeugautos der Marken Hot Wheels und Matchbox, die ein zweistelliges Wachstum verzeichneten.

Um gegenzusteuern, will Mattel nun stärker ins Digitalgeschäft investieren und kündigte die vollständige Übernahme eines Joint Ventures mit dem chinesischen Konzern NetEase an. Damit folgt Mattel dem Konkurrenten Hasbro, der dank seines starken Digitalgeschäfts mit Spielen wie "Magic: The Gathering" besser dasteht. Zudem hofft der Konzern, an den weltweiten Kinoerfolg des "Barbie"-Films aus dem Jahr 2023 anknüpfen zu können. Geplant sind unter anderem Filme zu den Marken "Masters of the Universe" und "Matchbox".

Kurssturz bei Barbie-Konzern Mattel
06:53 Uhr

US-Daten wirken an Asien-Börsen nach

Schwächer als erwartet ausgefallene US-Einzelhandelsumsätze haben die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA geschürt und den Anleihemärkten Auftrieb gegeben. Die Daten zeigten für Dezember einen Rückgang der Kernumsätze um 0,1 Prozent, zudem wurden die Zahlen für November und Oktober nach unten korrigiert. An den asiatischen Börsen sorgt dies für eine überwiegend freundliche Stimmung, auch wenn der Handel wegen eines Feiertags in Japan und Hongkong ausgedünnt ist.

Der australische Leitindex legt um ein Prozent zu. Angetrieben wird er von einem Kurssprung von sieben Prozent bei der Commonwealth Bank of Australia nach Vorlage von Rekordergebnissen. Dagegen brechen die Aktien des Biotech-Unternehmens CSL um zwölf Prozent ein, nachdem ein Gewinnrückgang und der Abgang des Vorstandschefs bekanntgegeben wurden. Die Börse in Shanghai tendiert fester. Schwache Inflationsdaten untermauerten dort die Erwartung weiterer Konjunkturhilfen.

US-Daten wirken an Asien-Börsen nach
06:38 Uhr

Ford fährt zweistelligen Milliardenverlust ein

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Fords E-Sparte steckt tief in der Verlustzone. (Foto: Ford)

Hohe Abschreibungen auf das Geschäft mit E-Autos und gestiegene Kosten haben Ford zum Jahresende tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand im vierten Quartal ein Verlust von 11,1 Milliarden Dollar, wie der US-Autobauer mitteilte. Grund seien vor allem die bereits angekündigten Wertberichtigungen auf E-Auto-Programme. Aber auch im operativen Geschäft lief es nicht rund: Der bereinigte Gewinn brach um rund die Hälfte auf eine Milliarde Dollar ein. Ford verwies auf höher als erwartete Kosten durch einen Brand bei einem Aluminium-Zulieferer sowie Belastungen durch die Zölle von US-Präsident Donald Trump. Diese dürften im laufenden Jahr mit rund zwei Milliarden Dollar zu Buche schlagen. Für 2026 stellte das Management insgesamt einen operativen Gewinn (Ebit) von acht bis zehn Milliarden Dollar in Aussicht, was den Erwartungen der Experten entspricht.

Konzernchef Jim Farley setzt angesichts der Probleme auf einen strikten Sparkurs sowie die Entwicklung wettbewerbsfähigerer Modelle. Die Elektroauto-Sparte verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 4,8 Milliarden Dollar. Für das laufende Jahr rechnet Ford in diesem Bereich mit einem weiteren Minus von 4,0 bis 4,5 Milliarden Dollar.

Ford fährt zweistelligen Milliardenverlust ein
06:14 Uhr

Für den Yen geht es weiter aufwärts

Am Devisenmarkt setzt der Yen seinen Erholungskurs fort. Nach dem Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi überdenken einige Investoren ihre Annahmen. Der Dollar verlor 0,5 Prozent auf 153,59 Yen und legt leicht auf 6,9113 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,7662 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1909 Dollar und zieht leicht auf 0,9126 Franken an.

Für den Yen geht es weiter aufwärts
06:00 Uhr

Voller Energie, mobil und gut gerüstet

Der Dax richtet sich im Bereich der 25.000er-Marke ein. Nachdem er diese zum Wochenstart übersprungen und mit 25.015 Punkten geschlossen hatte, verabschiedete er sich aus dem gestrigen Handel mit 24.988 Zählern. Damit scheint die KI-induzierte Korrektur bei Technologieaktien zunächst beendet, wie es am Markt hieß.

Heute könnte es einige Impulse geben. Konjunkturseitig werden etwa in den USA Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Dabei dürfte sich der zuletzt maue Jobaufbau im Januar etwas verstärkt haben. Experten erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft von 70.000, nach 50.000 im Dezember. Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,4 Prozent verharren. Die US-Notenbank Federal Reserve, die stabile Preise und Vollbeschäftigung fördern soll, hat den Leitzins zuletzt nach drei Senkungen in Folge nicht angerührt. Die Fed konstatierte, der Beschäftigungszuwachs sei weiterhin gering. Doch zeige die Arbeitslosenquote Anzeichen einer Stabilisierung.

Unternehmensseitig geht die Berichtssaison weiter. Dabei legt beispielsweise der Energietechnikkonzern Siemens Energy seine Zahlen für das erste Quartal vor. Dabei wird sich der Blick insbesondere auf die Problemtochter Gamesa richten. Nach hohen Verlusten soll der spanische Windturbinenhersteller im laufenden Geschäftsjahr wieder die Gewinnschwelle erreichen. Siemens Energy setzt darauf, dass die erneuerbaren Energien die Zukunft sind. Einen Treueschwur auf einen Verbleib von Gamesa im Konzern gibt Vorstandschef Christian Bruch aber nicht. Im klassischen Geschäft mit Gasturbinen, den Stromnetzen und dem Service ist die Nachfrage hingegen so hoch wie noch nie.

TKMS, Rüstungstochter von Thyssenkrupp, stellt die Ergebnisse der ersten drei Monate vor. Der U-Bootbauer profitiert von der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Waffen und Munition. Konzernchef Oliver Burkhard hat bislang für das Geschäftsjahr ein bereinigtes Ebit im oberen Bereich der Bandbreite von 100 bis 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Neben den Zahlen dürften auch Aussagen zum Verlauf der Bewerbungen für milliardenschwere U-Boot-Aufträge in Kanada und Indien für große Aufmerksamkeit sorgen. Zukäufe gehören auch für TKMS zur Strategie. So bemüht sich das Unternehmen um eine Übernahme der benachbarten Werft German Naval Yards Kiel (GNYK).

Zahlen kommen dann auch noch aus den USA – von T-Mobile US. Die US-Tochter der Deutschen Telekom wird voraussichtlich erneut starke Zahlen vorlegen. In den vorangegangenen Quartalen hatte T-Mobile teilweise mehr Kunden hinzugewonnen als die Rivalen AT&T und Verizon zusammengerechnet und die Ziele mehrfach angehoben.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Voller Energie, mobil und gut gerüstet