Der Börsen-Tag
15. April 2026
imageHeute mit Diana Dittmer und Juliane Kipper
Zum Archiv
10:34 Uhr

Trade Republic reagiert mit 24/7-Service auf Kritik

Der Online-Broker Trade Republic reagiert mit einer Service-Offensive auf andauernde Kritik. Das Unternehmen bietet nach Unternehmensangaben ab sofort allen Nutzern eine persönliche Betreuung rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und kostenlos über die App an. Kunden könnten die Bank per Telefon und Live-Chat erreichen oder einen Rückruf anfordern. Mehr als 1000 geschulte und echte Serviceagenten stünden bereit, um Nutzern in acht Sprachen zu helfen.  Dem Unternehmen zufolge wird der neue Kundenservice in den nächsten Wochen vollständig in Deutschland und weiteren Kernmärkten ausgerollt.

Trade Republic hat ein rasantes Wachstum hinter sich: Die Firma zählt mehr als 10 Millionen Kunden in Europa, davon über fünf Millionen in Deutschland, und verwaltet mehr als 150 Milliarden Euro Kundenvermögen. Allerdings steht Trade Republic immer wieder in der Kritik wegen Mängeln beim Service. Viele Negativschlagzeilen, etwa zu Problemen beim Depotübertrag, brachten der Firma einen Imageschaden ein. Laut "Handelsblatts" gab es bei den Verbraucherzentralen in Deutschland von Januar bis September 2025 über 300 Beschwerden zu Trade Republic und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. 

Trade Republic reagiert mit 24/7-Service auf Kritik
16:32 Uhr

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt

ETF_Börsentag

ETFs gewinnen als Baustein der privaten Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig fällt vielen der Einstieg schwer: Begriffe, Auswahlmöglichkeiten und unterschiedliche Strategien sorgen schnell für Unsicherheit. Die ETF Masterclass von ntv zeigt Schritt für Schritt, wie sich das Thema strukturiert und verständlich angehen lässt – von den Grundlagen bis zur eigenen Anlagestrategie.

Jetzt Einführungsangebot sichern - hier finden Sie es!

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt
09:52 Uhr

Zweistelliges Absatzplus: Stellantis fasst wieder Fuß

Der französisch-italienische Autobauer Stellantis hat den Absatz im ersten Quartal um zwölf Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge gesteigert. Das Unternehmen profitierte dabei von einer deutlich höheren Nachfrage in Nordamerika, wo mit 379.000 Fahrzeugen 17 Prozent mehr verkauft wurden als im Vorjahr. In Europa ging es um zwölf Prozent auf 637.000 Fahrzeuge aufwärts. Aber auch in den meisten anderen Regionen wurden mehr Autos ausgeliefert als vor Jahresfrist.

Stellantis-Chef Antonio Filosa will sich am 21. Mai zu seinen Plänen äußern, wie er den Mehrmarkenkonzern wieder auf Kurs bringen will. Wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf die Elektromobilität war das Unternehmen, zu dem neben Opel auch Marken wie Fiat, Chrysler, Jeep, RAM, Peugeot und Citroen gehören, tief in die roten Zahlen gerutscht.

Zweistelliges Absatzplus: Stellantis fasst wieder Fuß
09:19 Uhr

Aus der Elektro-Pläne in USA brockt VW Millionenabschreibung ein

Das Aus für die Produktion des Elektroautos ID.4 in den USA beschert Volkswagen nach Berechnungen von Analysten eine Abschreibung von mehreren Hundert Millionen Euro ein. Volkswagen werde die Belastung voraussichtlich im ersten Quartal verbuchen, schreiben die Analysten von Bernstein nach einem Gespräch mit Volkswagen.

Es gehe um eine Summe, die zwischen 60 und 75 Prozent der 800 Millionen Dollar liege, die Volkswagen ursprünglich ausgegeben hatte, um das Fahrzeug im Werk in Chattanooga einzurüsten. Ein VW-Sprecher bezeichnete die Berechnungen als korrekt. Die Experten von Jefferies beziffern die Abschreibung demnach auf ungefähr 550 Millionen Euro. Ohne die Abschreibung sei der Gewinn von Januar bis März wohl höher ausgefallen als vor Jahresfrist, schreiben die Bernstein-Analysten weiter. Zudem profitiere Volkswagen davon, "dieses unprofitable Fahrzeug nicht länger zu verkaufen".

Aus der Elektro-Pläne in USA brockt VW Millionenabschreibung ein
09:08 Uhr

Dax wagt ein Mini-Plus

Der deutsche Aktienmarkt streckt sich etwas zum Handelsauftakt und landet mit 24.054 Punkten knapp im Plus.

Die größten Gewinner im Dax sind aktuell Deutsche Börse (+1,4%), Bayer (+1,0%) und Brenntag (+1,0%).

Dax wagt ein Mini-Plus
08:41 Uhr

Heckler & Koch nimmt neue Märkte ins Visier

Deutschlands größter Hersteller von Handfeuerwaffen streckt die Fühler nach Rumänien und Südkorea aus, um bei erwarteten Ausschreibungen für ein neues Sturmgewehr der Streitkräfte der beiden Länder mitmischen zu können. In Südkorea unterzeichnete Heckler & Koch kürzlich mit dem dortigen Handwaffenhersteller SNT Motiv eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit.

Vorstandschef Jens Bodo Koch sagte nun bei einer Videokonferenz anlässlich der Bilanzvorlage, man hoffe, das beste Angebot machen zu können, um den Auftrag zu gewinnen. In Rumänien gründete das deutsche Unternehmen schon vor längerer Zeit eine Tochtergesellschaft. "Hier geht es dann um lokale Produktion, wenn die Ausschreibung kommt", so Koch. 

Heckler & Koch nimmt neue Märkte ins Visier
08:32 Uhr

Kann ASML von der Aufholjagd der KI-Werte profitieren?

Der Chipmaschinen-Hersteller ASML hat am Morgen starke Zahlen vorgelegt - wie üblich dürfte es jedoch nicht reichen, um die Börsen zufriedenzustellen. Obwohl die Zahlen für das abgelaufene Quartal am oberen Rand der Erwartungen lagen, liegen die Markterwartungen für das kommende zweite Quartal mit 9,08 Milliarden Umsatz bereits oberhalb der von ASML genannten Spanne von 8,4 bis 9,0 Milliarden Euro, sagt ein Händler.

Auch sei für das Gesamtjahr die Umsatzerwartung am oberen Rand nur um ein Milliarde Euro erhöht worden. Ein weiterer Marktteilnehmer zeigt sich dagegen entspannt: "Der Markt ist immer gierig vor den Zahlen". Nach kurzen Gewinnmitnahmen dürfte es wieder nach oben gehen: "An der Wall Street holen die KI-Werte gerade wieder massiv auf, davon wird auch ASML profitieren."

Kann ASML von der Aufholjagd der KI-Werte profitieren?
08:12 Uhr

Hier greifen Anleger schnell wieder zu

Eine angehobene Prognose für 2026 schiebt die Aktien von Aixtron an. Die Titel des Chipanlagenbauers steigen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 1,4 Prozent, nachdem der Konzern am Vorabend wegen einer unerwartet hohen Nachfrage nach Anlagen für die Optoelektronik seine Umsatzprognose für 2026 auf rund 560 Millionen Euro angehoben hat. Die positive Nachricht sei erwartet worden, sagte ein Händler. Die vorläufigen Umsatz- und Rentabilitätszahlen für das erste Quartal seien dagegen schwächer als erwartet ausgefallen.

Im nachbörslichen Handel hatte Aixtron Federn gelassen. Die Aktien gingen nach einer Berg- und Talfahrt mit rund vier Prozent Minus aus dem Geschäft. Anleger hätten sich offenbar angesichts des KI-Booms mehr von Aixtron erwartet, kommentierte ein Händler: "Die Aktien haben sich seit Januar fast verdoppelt, da braucht es einen Tick mehr, um Gewinnmitnahmen zu verhindern". Die Umsatzerwartung wird auf 560 nach 520 Millionen Euro erhöht, die Ebit-Marge nur um 1 Prozentpunkt.

Hier greifen Anleger schnell wieder zu
07:54 Uhr

Ist beim Dax die Luft raus?

Der deutsche Leitindex wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Vortag hatte der Dax noch 1,3 Prozent höher bei 24.044,22 Punkten geschlossen. Für steigende Kurse an den europäischen Börsen und an der Wall Street sorgte die Aussicht auf weitere Friedensverhandlungen der USA mit dem Iran. Unterdessen sind die ersten offiziellen bilateralen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon am Vortag ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will sich im Tagesverlauf in Washington am Rande der IWF-Frühjahrestagung vor der Presse äußern. Dabei dürfte es auch um die eingetrübten Perspektiven für die Wirtschaft gehen. Der Internationale Währungsfonds hat seine Schätzungen für Deutschland deutlicher gekürzt als für andere Euro-Staaten.

Auf der Unternehmensseite geht es mit den Quartalsbilanzen aus der US-Finanzbranche weiter. Nach uneinheitlichen Zahlen von Schwergewichten wie Goldman Sachs, Wells Fargo und JP Morgan legen zur Wochenmitte Morgan Stanley, Bank of America und Charles Schwab ihre Ergebnisse vor.

So lief es am Vorabend an der Wall Street:

Ist beim Dax die Luft raus?
07:43 Uhr

US-Haushalte unter Druck: Jobflaute trifft Geldbeutel der Amerikaner

Steigende Energiekosten und eine hartnäckige Inflation treffen die US-Haushalte zu einer Zeit, in der das Realeinkommenswachstum bereits nachlässt. Infolgedessen verliert der Konsum an Dynamik, schreibt Paolo Zanghieri von Generali Investments in einer Research Note. Generali Investments erwartet für 2026 nur noch ein Konsumwachstum von 1,7 Prozent, rund einen Prozentpunkt weniger als 2025, so der Senior Economist.

"Der wesentlichste Faktor für das langsamere Konsumwachstum ist die Verschlechterung des Arbeitsmarktes", sagt er. Die Schaffung von Arbeitsplätzen im Privatsektor sei praktisch zum Erliegen gekommen, die Zahl der Neueinstellungen befinde sich auf dem niedrigsten Stand seit April 2020 und der Rückgang der Kündigungsrate deute auf ein künftig langsameres Lohnwachstum hin, sagt er. Generali Investments senkt seine Prognose für das BIP-Wachstum auf 2,3 Prozent.

US-Haushalte unter Druck: Jobflaute trifft Geldbeutel der Amerikaner
07:34 Uhr

Flughafen Frankfurt zählt mehr Passagiere

Der Flughafen Frankfurt hat im März sowie im ersten Quartal insgesamt einen leichten Zuwachs beim Passagieraufkommen verzeichnet. Wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte, nutzten im März rund 4,7 Millionen Passagiere den Flughafen. Dies war ein Anstieg von 2,1 Prozent zum Vorjahr - trotz der Sondereffekte durch zwei Streiktage und die aktuelle geopolitische Situation.

Von den Lufthansa-Streiks Mitte März seien in Frankfurt etwa 100.000 Fluggäste betroffen gewesen. Die Folgen des Iran-Kriegs haben im März zu einem Rückgang von 68,6 Prozent des Passagieraufkommens in die Region Nahost geführt.

Im Zeitraum Januar bis März stieg das Passagieraufkommen in Frankfurt um 2,3 Prozent auf 12,7 Millionen.

Flughafen Frankfurt zählt mehr Passagiere
07:25 Uhr

IWF-Chefin: Weltwirtschaft kann sich bei raschem Kriegsende immer noch schnell erholen

Die Weltwirtschaft kann sich nach den Worten von IWF-Chefin Kristalina Georgieva noch immer rasch von dem Schock des Nahost-Kriegs erholen, sofern der Konflikt in den nächsten Wochen endet. Die Situation werde sich jedoch verschlechtern, sollte er sich bis in den Sommer hinziehen, sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF führe derzeit Gespräche mit Ländern, die von höheren Energiepreisen und gestörten Lieferketten stark betroffen seien, um deren Finanzbedarf zu erörtern, erklärte Georgieva auf einer Veranstaltung.

IWF-Chefin: Weltwirtschaft kann sich bei raschem Kriegsende immer noch schnell erholen
07:03 Uhr

Abhängigkeit von China: "Es wird komplizierter"

Die Europäische Handelskammer in China warnt vor einer massiven Ausweitung der chinesischen Exportkontrollen. "Wir sind besorgt, dass es in den nächsten Monaten viel komplizierter wird", sagte Kammer-Präsident Jens Eskelund in Peking bei der Vorstellung eines Berichts über Chinas Exportkontrollen dem „Handelsblatt“.

Bereits heute ist ein Drittel der EU-Unternehmen in China von den Ausfuhrkontrollen bei seltenen Erden und Dauermagneten betroffen. Das zeigt eine Umfrage der Interessenvertretung von mehr als 1600 europäischen Mitgliedsfirmen in China Anfang des Jahres. "Die Abhängigkeit der EU von China ist groß genug, dass das Land - durch sein Exportkontrollsystem - der europäischen Wirtschaft nun beispiellosen Schaden zufügen könnte, sollte es sich dazu entschließen", warnt die Kammer.

Abhängigkeit von China: "Es wird komplizierter"
06:58 Uhr

Hoffnung auf Kriegsende drückt Ölpreis

Die Ölpreise geben am Morgen deutlich nach. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich zwar im asiatischen Handel um 0,4 Prozent auf 95,12 Dollar je Barrel, lag damit aber deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 91,08 Dollar.

Der weltweite Energieschock durch Störungen im Schiffsverkehr in der Straße von Hormus treibt die Preise an den Zapfsäulen nach oben. Durch die enge Wasserstraße wird normalerweise rund ein Fünftel des global gehandelten Öls transportiert. Höhere Energiekosten drohen die Inflation in vielen Ländern weiter anzuheizen und das Wachstum zu bremsen.

Hoffnung auf Kriegsende drückt Ölpreis
06:51 Uhr

Optimismus in Asien hält an – Nikkei nähert sich Rekordhoch

Sinkende Ölpreise und die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs treiben die Aktienmärkte in Ostasien weiter an. US-Präsident Donald Trump hat zuvor erklärt, Gespräche mit dem Iran könnten in den kommenden zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden. Dies beruhigte die Märkte, nachdem die gescheiterten Wochenendverhandlungen zu einer US-Blockade iranischer Häfen geführt hatten. "Die beeindruckende Kursentwicklung bei Risikoanlagen deutet darauf hin, dass die Märkte bereit sind, über die unmittelbaren Auswirkungen des Nahostkonflikts hinwegzusehen", sagte Tony Sycamore, Analyst bei IG.

In Tokio legte der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 58.162,84 Punkte zu und näherte sich seinem Rekordhoch von Ende Februar. Die chinesischen Börsen zeigten sich ebenfalls fester: Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,2 Prozent. Der breite Asien-Pazifik-Index MSCI gewann 1,5 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit sechs Wochen.

Optimismus in Asien hält an – Nikkei nähert sich Rekordhoch
06:30 Uhr

Setzt der Dax seine Klettertour fort?

Fester zeigen haben sich die europäischen Börsen am Dienstag präsentiert. Auch an der Frankfurter Börse setzten die Anleger weiterhin auf eine diplomatische Lösung des Iran-Krieges. So konnte der Dax deutlich zulegen. Positiv wurde am Markt zur Kenntnis genommen, dass der Waffenstillstand weiter hielt und von der US-Blockade der Straße von Hormus nur iranische Schiffe und Häfen betroffen sein sollen.

Bleibt der Dax bei seinem Aufwärtstrend? Heute gibt es einige Termine zu beachten. Derzeit hat die Lufthansa zwar nicht viel zu feiern, aber sie macht es trotzdem. Der MDax-Konzern begeht in Frankfurt am Main mit Bundeskanzler Friedrich Merz als Gast die Firmengründung der Airline vor 100 Jahren. Der Festakt wird allerdings von Streiks und Protesten der Crews aufgrund festgefahrener Tarifverhandlungen überschattet.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will sich in Washington am Rande der IWF-Frühjahrestagung vor der Presse äußern. Dabei dürfte es auch um die eingetrübten Perspektiven für die Wirtschaft gehen. Der Internationale Währungsfonds hat seine Schätzungen für Deutschland deutlicher gekürzt als für andere Euro-Staaten.

Dann gibt es noch Zahlen. So legt die US-Investmentbank Morgan Stanley ihre Ergebnisse für das erste Quartal vor. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 3,00 Dollar pro Aktie, was einem Anstieg von gut zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Geschäftszahlen des Chipindustrie-Zulieferers ASML stehen unter gemischten Vorzeichen. Auf der einen Seite reißen Halbleiterkonzerne dem niederländischen Konzern Lithographie-Anlagen aus den Händen. Auf der anderen Seite erwägen die USA, den Export dieser Maschinen nach China einzuschränken. Davon wäre auch ASML betroffen.

Setzt der Dax seine Klettertour fort?