Der Börsen-Tag
27. Mai 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Juliane Kipper
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13:23 Uhr

Tech- und Chemiewerte gefragt

Die Rally im Halbleitersektor in den USA, Südkorea und Japan hievte in Frankfurt die Aktien von Infineon und Aixtron um rund 1,5 beziehungsweise drei Prozent ins Plus. Der Index für den europäischen Technologiesektor rückte um rund ein halbes Prozent vor.

Um rund 1,5 Prozent nach unten ging es hingegen für Wacker Chemie. Der bayerische Spezialchemiekonzern hat sich von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic getrennt. "Immerhin ist Wacker weiter mit rund

Tech- und Chemiewerte gefragt
12:33 Uhr

Grünes Licht für US-Geschäft beflügelt Volvo Car

Eine Genehmigung, Autos in den USA zu verkaufen, gibt den Aktien von Volvo Car Auftrieb. Die Papiere des schwedischen Autobauers springen in Stockholm um mehr als sieben Prozent nach oben. Der mehrheitlich zum chinesischen Automobilhersteller Geely gehörende Konzern hat nach eigenen Angaben von der US-Regierung die Genehmigung erhalten, weiterhin Fahrzeuge in die USA zu importieren und zu vertreiben.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte im Januar 2025 Regeln erlassen, die den Verkauf von Autos mit chinesischer Technologie oder von Herstellern mit maßgeblichem chinesischem Einfluss faktisch verbieten. Die Experten des Finanzdienstleisters Citi werten die Erlaubnis als positiv für Volvos Geschäftsmodell. Sie erwarten jedoch keine Änderung der Konsensschätzungen, da Volvo weiterhin in den USA verkauft hatte, als die Entscheidung noch nicht gefallen war.

Grünes Licht für US-Geschäft beflügelt Volvo Car
11:53 Uhr

Bitcoin gibt nach

Bitcoin gibt nach, da die Unsicherheit über den Iran-Krieg hoch bleibt. Die USA haben am Montag Ziele im Süden des Iran angegriffen. Amerikanische Militärvertreter bezeichneten dies als Verteidigungsschläge. Die Verhandlungen gehen weiter, was die Anleger optimistisch stimmt, dass noch ein Friedensabkommen erzielt werden könnte. Bitcoin hat jedoch weiterhin zu kämpfen und bleibt deutlich unter der wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar.

"Bitcoin habe sich schwergetan, wieder an Fahrt zu gewinnen, nachdem es nicht gelungen sei, die Gewinne von über 82.000 US-Dollar von Anfang dieses Monats zu halten", schreibt David Morrison von Trade Nation in einem Kommentar. Allerdings scheine es auf dem aktuellen Niveau ein gewisses Kaufinteresse zu geben, meint er. Der nächste große Test sei, ob Bitcoin nachhaltig wieder über 80.000 US-Dollar steigen könne, sagt er. Bitcoin fällt um 0,3 Prozent auf 75.993 US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Bitcoin gibt nach
11:17 Uhr

Rheinmetall sichert sich den nächsten Großauftrag

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen weiteren Großauftrag für Laser-Licht-Module im Wert von mehreren hundert Millionen Euro erhalten. Wie der Düsseldorfer Konzern mitteilte, soll eine sechsstellige Stückzahl der Module vom Typ "LLM-VarioRay" zwischen 2026 und 2032 an die Truppe geliefert werden.

Die für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr bestimmten Geräte werden von der Rheinmetall-Tochter Soldier Electronics in Stockach am Bodensee hergestellt. Es handelt sich um den zweiten Festabruf aus einem im Juni 2021 geschlossenen und im Dezember 2025 erweiterten Rahmenvertrag. Der Auftragseingang wird den Angaben zufolge im zweiten Quartal 2026 gebucht. 

Rheinmetall sichert sich den nächsten Großauftrag
10:41 Uhr

Aroundtown meldet Gewinneinbruch

Aroundtown hat im ersten Quartal wegen höherer Finanzierungskosten und einer ausbleibenden Neubewertung von Immobilien einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte auf 118,9 Millionen Euro eingebrochen, teilte eines der größten börsennotierten Immobilienunternehmen Deutschlands mit. Das operative Ergebnis (FFO I), eine für die Branche wichtige Kennziffer, sank um acht Prozent auf 70 Millionen Euro. Das Unternehmen begründete den Gewinneinbruch mit einer positiven Immobilien-Neubewertung im Vorjahresquartal, die in diesem Jahr ausblieb.

Die schwächeren Zahlen stehen im Kontrast zur jüngsten Erholung am deutschen Immobilienmarkt. Die Preise für Gewerbeimmobilien waren Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) und der Bundesbank zufolge im ersten Quartal um 2,1 Prozent gestiegen. Der VDP warnte jedoch, die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf den Immobilienmarkt seien in den Zahlen noch kaum sichtbar. Aroundtown bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr.

Aroundtown meldet Gewinneinbruch
10:03 Uhr

Samsung plant Milliardeninvestition

Samsung Electronics plant, umgerechnet 1,5 Milliarden Dollar in ein neues Werk zum Testen von Halbleitern in Vietnam zu investieren. Zudem erwäge der südkoreanische Konzern, weitere 2,5 Milliarden Dollar für das Projekt bereitzustellen. Dies geht aus einem Antrag auf umweltrechtliche Genehmigungen hervor, der im April bei den örtlichen Behörden eingereicht wurde. Der Bau der Anlage in einem Industriepark 60 Kilometer nördlich von Hanoi hat demnach begonnen. Sie entsteht neben einem großen Komplex, in dem Samsung Smartphones und Tablets produziert, und soll im November 2027 in Betrieb gehen.

Das neue Werk soll über eine jährliche Testkapazität von 153,3 Milliarden Gigabit (Gb) für DRAM-Speicherchips und 255,6 Milliarden Gb für NAND-Speicherchips verfügen. In Samsungs erster Anlage dieser Art in Vietnam sollen vor allem herkömmliche Speicherchips getestet werden. Solche Speicherchips sind derzeit besonders knapp, weil die großen Hersteller ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf fortschrittliche Chips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) verlagern.

Samsung plant Milliardeninvestition
09:46 Uhr

Ölinvestoren warten auf Signale

Die Ölpreise verharren auf hohem Niveau, da die Anleger auf Signale für eine Verlängerung der brüchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran warten. Die Stimmung bleibt jedoch anfällig für Schwankungen. Die Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand in dem dreimonatigen Konflikt, der die Energiemärkte erschüttert hat, dauern an. 

Ölinvestoren warten auf Signale
09:31 Uhr

Nvidia plant Monsterinvestitionen

Nvidia hat jährliche Investitionen von rund 150 Milliarden Dollar in Taiwan angekündigt. "Vor vier, fünf Jahren gab Nvidia etwa zehn bis 15 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus. Jetzt geben wir 100, bald 150 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus", sagte der Chef des fünf Billionen Dollar schweren Chipkonzerns, Jensen Huang. Einen Zeitrahmen, über wie viele Jahre das Unternehmen den Betrag investieren will, nannte er nicht. Huang äußerte sich bei einer Feier in Taipeh zum Start der geplanten Taiwan-Zentrale des Unternehmens, die bis 2030 betriebsbereit sein soll.

Taiwan sei das "Epizentrum" der KI-Revolution, sagte Huang. "Hier kommen die Chips her, die Verpackung, hier werden die Systeme hergestellt, hier wurden KI-Supercomputer entwickelt." Mit der neuen Zentrale rückt Nvidia näher an TSMC. Der taiwanesische Konzern ist der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips und ein wichtiger Zulieferer für das US-Technologieunternehmen. Zudem wird der Standort dem wertvollsten Unternehmen der Welt dabei helfen, seine Allianzen mit weiteren Fertigungspartnern – darunter Foxconn, Wistron und Quanta Computer – zu stärken. Diese Partner nehmen allesamt eine wichtige Position beim Aufbau von KI-Servern und der entsprechenden Infrastruktur ein.

Nvidia plant Monsterinvestitionen
09:13 Uhr

Technologie – sonst nichts

Der Dax startet positiv in das heutige Wochenmittegeschäft. An den bisherigen zwei Handelstagen in dieser Woche hatte der deutsche Börsenleitindex zunächst 2,0 Prozent zugelegt, dann 0,8 Prozent verloren. Gestern hatte er mit 25.185 Punkten geschlossen. Aktuell notiert er im Bereich von … Zählern. "Technologiewerte sind gefragt, vor allem aus dem Chipsektor", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Sie verweist auf Rekordstände von Halbleiterwerten etwa in Südkorea.

Technologie – sonst nichts
08:56 Uhr

Der 250-Prozent-Highflyer 

SK Hynix hat dank des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) als drittes Unternehmen der Branche die Marke von einer Billion Dollar beim Börsenwert geknackt. Die Aktien des südkoreanische Chipherstellers springen um bis zu 14,9 Prozent und treiben den Börsenwert auf ein Rekordhoch von 1,12 Billionen Dollar. Zuvor hatten bereits der heimische Konkurrent Samsung Electronics und der US-Rivale Micron die Schwelle überschritten. Die starke Nachfrage nach Hochleistungs-Speicherchips, die in KI-Chipsätzen wie denen von Nvidia verwendet werden, hat das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben. Im bisherigen Jahresverlauf ist die Hynix-Aktie bereits um mehr als 250 Prozent in die Höhe geschossen.

Der 250-Prozent-Highflyer 
08:41 Uhr

Wieder Hausse-Tag in Seoul

Die Börse im südkoreanischen Seoul ist weiter nicht zu bremsen und steigt von einem Allzeithoch zum nächsten. Auch heute kommt es wieder zu einem Hausseschub, wie üblich angeführt von Aktien aus dem Chipsektor, namentlich SK Hynix und Samsung Electronics. Der Kospi schnellt um 3,2 Prozent nach oben und liegt damit nun seit Jahresbeginn 97 Prozent im Plus, hat sich also praktisch verdoppelt. Phasenweise betrug das Tagesplus auch schon 5 Prozent.

An den anderen Plätzen der Region überwiegen moderate Abgaben vor dem Hintergrund der zuletzt wieder etwas gedämpften Hoffnungen auf eine unmittelbar bevorstehende Friedensvereinbarung im Nahost-Konflikt. In Tokio büßt der breite Topix von seinem jüngsten Rekordhoch 0,4 Prozent ein, während der enger gefasste und technologielastigere Nikkei-Index leicht im Plus liegt, zwischenzeitlich auch schon deutlicher. In Hongkong und in Shanghai verlieren die Leitindizes je rund 1 Prozent. In Sydney ist die Tendenz gut behauptet, nachdem die Kernverbraucherpreise im April im Jahresvergleich um 3,4 Prozent gestiegen sind, was zumindest für erhöht bleibende Zinsen spricht.

Wieder Hausse-Tag in Seoul
08:19 Uhr

Rüstungsaktien fliegen aus den Depots

Mit einer Fortsetzung der uneinheitlichen Börsentendenzen rechnen Händler auch zur Wochenmitte an Europas Börsen. Während hinter den Kulissen eine starke Rotation in wenigen Sektoren läuft, spiegelt sich das in den großen Länder-Indizes eher wenig. Die Terminkontrakte auf den Dax notieren rund 0,1 Prozent höher als am Vorabend. Belastbare Neuigkeiten rund um die Irankrise gibt es weiter nicht. Positiv wirkt aber der fallende Ölpreis.

Von den Rekordvorlagen von Börsen wie in Korea dürften wieder nur einzelne Branchen wie Europas Chip-Aktien profitieren. Wegen der RAM-Knappheit sind dort vor allem Speicherhersteller wie SK Hynix gesucht, die um 13 Prozent springen und Koreas Index nach oben katapultieren. Umgekehrt stehen Rüstungshersteller in Asien unter Druck angesichts der Hoffnung auf eine Einigung zwischen dem Iran und den USA. Titel wie Hanwha Systems und Kawasaki Heavy fallen bis über 4 Prozent, Koreas Rüstungs-Basket fällt 2,3 Prozent. Dies könnte auch deutsche Titel wie Rheinmetall und MTU weiter belasten.

Gute Nachrichten für die globale Konjunktur kommen derweil aus China. Dort sind die Industriegewinne im April auf ein 52-Monats-Hoch gestiegen und beenden damit einen rund dreijährigen Abwärtstrend. Höhere Gewinne der chinesischen Unternehmen dürften deren Investitionstätigkeit steigern und damit auch für Nachfrage bei Europas Exportfirmen sorgen.

Rüstungsaktien fliegen aus den Depots
08:01 Uhr

Wacker Chemie verkauft Siltronic-Anteile

Wacker hat sich von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic getrennt. Über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren seien 2,1 Millionen Siltronic-Aktien verkauft worden, wie der Spezialchemiekonzern mitteilte. Der Bruttoerlös für Wacker betrage rund 188 Millionen Euro. Die Papiere wurden demnach zum Stückpreis von 89,35 Euro veräußert. Wacker-Aktien hatten am Dienstag auf Xetra mit 97,05 Euro geschlossen. Nach Bekanntwerden des Verkaufsvorhabens bröckelten sie im späten Handel aber ab bis auf 90,35 Euro.

Die Platzierung entspreche sieben Prozent des Grundkapitals von Siltronic, teilte Wacker weiter mit. Der Anteil von Wacker reduziere sich damit auf rund 24 Prozent. "Wir sind mit der Entwicklung von Siltronic sehr zufrieden und unterstützen weiterhin die Strategie des Unternehmens", erklärte Wacker-Chef Christian Hartel. "Mit dem Erlös aus der Transaktion stärken wir unsere Finanzlage und schaffen zusätzlichen Spielraum, um in künftiges Wachstum zu investieren." Gleichzeitig bleibe Wacker der größte Anteilseigner von Siltronic. Wacker leidet unter der Branchenkrise und ist deswegen auf Sparkurs.

Wacker Chemie verkauft Siltronic-Anteile
07:46 Uhr

"Erholung der Lieferketten kommt nicht über Nacht" 

Die Weltwirtschaft muss sich nach einer Öffnung der für Öl- und Gastransporte wichtigen Straße von Hormus aus Sicht des deutschen Chemiemanagers Rainer Seele noch längere Zeit auf Einschränkungen einstellen. "Die Erholung der Lieferketten kommt nicht über Nacht, sondern wird Monate dauern", sagte der ehemalige Wintershall-Chef dem "Handelsblatt".

Die USA und der Iran verhandeln derzeit über eine Freigabe der Straße von Hormus, über die vor dem Krieg rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen liefen. Weil die Meerenge weitgehend blockiert ist, sind die Preise hoch. Das wirkt sich auf Verbraucher, Industrie und Unternehmen in aller Welt aus.

Nach einer Öffnung dieses wichtigen Seewegs vor der Küste Irans werden Öltanker nach Seeles Angaben einige Zeit brauchen, bis der Rohstoff in Asien ankomme. "Es werden zunächst auch die strategischen Reserven in vielen Ländern wieder aufgefüllt. Der Nachholbedarf ist riesig", sagte Seele, der als Top-Manager beim Ölkonzern Adnoc der Vereinigten Arabischen Emirate arbeitet und zuvor mehrere Jahre Vorstandschef des österreichischen Energiekonzerns OMV war.

"Erholung der Lieferketten kommt nicht über Nacht" 
07:29 Uhr

"Anleger konzentrieren sich auf boomende Chip-Werte"

Die asiatischen Börsen legen zu. Der japanische Nikkei klettert auf ein Rekordhoch. Dabei wiegen in Tokio Kursgewinne bei indexschweren Chip-Werten die Verluste bei Finanz- und anderen Substanzwerten auf. So legen die Aktien des Halbleiterausrüsters Tokyo Electron und des Herstellers von Chip-Testanlagen Advantest jeweils um mehr als fünf Prozent zu.

"Das Geld der Anleger konzentriert sich auf die boomenden Chip-Werte", erklärt Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. "Substanzwerte werden gemieden, da es keinen Grund gibt, sie zu kaufen, wenn Technologieaktien solide Renditen abwerfen." Der japanische Markt spiegele damit die Entwicklung an der Wall Street wider, sagt der Experte weiter. Dort hatten Halbleiteraktien nach der feiertagsbedingten Pause, getrieben von KI-Optimismus, den Anstieg angeführt, während der Dow-Jones-Index gefallen war.

In Südkorea springen die Papiere von Samsung Electronics um sechs Prozent nach oben. Neben der anhaltenden KI-Begeisterung beflügelte die Beilegung eines 18-tägigen Streiks durch eine Einigung über Bonuszahlungen den weltgrößten Hersteller von Speicherchips. Gegen den Trend geben jedoch die Aktien von Xiaomi in Hongkong um fast drei Prozent nach. Der chinesische Smartphone-Hersteller meldete für das erste Quartal einen Gewinnrückgang von 43 Prozent, da höhere Bauteilkosten und der heimische Wettbewerb das Geschäft belasteten.

"Anleger konzentrieren sich auf boomende Chip-Werte"
07:10 Uhr

Energieschocks sind ein Problem für die Inflation

Japans Notenbankchef Kazuo Ueda hat vor anhaltender Inflation infolge vorübergehender Energieschocks gewarnt. "Ein vorübergehender Schock kann dauerhafte Folgen haben, wenn er Löhne, Erwartungen und das Preissetzungsverhalten verändert", sagte Ueda auf einer Konferenz der Bank of Japan (BOJ). Zentralbanken dürften die Ölpreise daher nicht isoliert betrachten. Wenn die Inflationserwartungen bereits hoch seien und die Löhne stiegen, sei das Risiko von Zweitrundeneffekten groß, erklärte er weiter.

Ueda äußert sich in einer Phase, in der steigende Ölpreise infolge des Nahostkonflikts den Inflationsdruck in Japan verstärken. An den Finanzmärkten wird spekuliert, dass die Notenbank im kommenden Monat die Leitzinsen anheben könnte.

Energieschocks sind ein Problem für die Inflation
06:53 Uhr

Mondmission-Aufträge: Das sind die Gewinner

Die Nasa hat für die künftige Erforschung des Mondes Aufträge in dreistelliger Millionenhöhe an private Raumfahrtunternehmen vergeben. Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte, erhält Lunar Outpost 220 Millionen Dollar und Astrolab 219 Millionen Dollar für den Bau und die Lieferung von Mondfahrzeugen. An Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, ging ein Auftrag über 188 Millionen Dollar. Das Unternehmen soll die Rover mit seinem Mark-1-Frachtlander auf die Mondoberfläche bringen. Zudem wurde Firefly Aerospace ausgewählt, ein Raumfahrzeug zu bauen, das Drohnen von der Erdumlaufbahn zum Mond bringt. Die MoonFall-Mission ist für 2028 geplant.

Mondmission-Aufträge: Das sind die Gewinner
06:36 Uhr

Das ist los im Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,25 Yen und legt leicht auf 6,7831 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7852 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1632 Dollar und zieht leicht auf 0,9137 Franken an.

Das ist los im Devisenhandel
06:19 Uhr

Bis zu 340.000 Euro: Rekordboni bei Samsung

Mitglieder der Samsung-Gewerkschaft haben den Kompromissvorschlag des Managements für Jahresprämien in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro pro Kopf akzeptiert. Nach Gewerkschaftsangaben sprachen sich mehr als 70 Prozent der Mitglieder dafür aus, das Angebot der Geschäftsführung anzunehmen, mit dem jüngst ein Generalstreik bei Südkoreas größtem Konzern abgewendet worden war.

Die firmenweit gültige Einigung beinhaltet eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 6,2 Prozent und die Ausschüttung von 10,5 Prozent des Unternehmensgewinns an die Belegschaft. Laut Prognosen könnten damit allein die diesjährigen Boni für die Mitarbeiter der besonders profitablen Halbleiterabteilung bis zu 600 Millionen Won betragen (rund 340.000 Euro). Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter von Samsung Electronics arbeiten bei der Halbleiter-Sparte.

Zuvor hatten beim weltweit größten Produzenten von Speicherchips rund 48.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter einen 18-tägigen Generalstreik angedroht. Hintergrund war ein Konflikt um die Höhe von Bonuszahlungen an die Belegschaft, nachdem der Elektronikriese im Zuge des Booms rund um Künstliche Intelligenz Rekordgewinne erzielt hatte. Allein der Betriebsgewinn für das erste Jahresquartal betrug 57,2 Billionen Won (knapp 33 Milliarden Euro) - in etwa das Achtfache des Vorjahreszeitraums.

Bis zu 340.000 Euro: Rekordboni bei Samsung
06:01 Uhr

U-Boote, KI und vielleicht ein Rekord

Dem starken Wochenstart hat der Dax im gestrigen Geschäft Tribut gezollt. Der deutsche Börsenleitindex, der im Montagshandel 2,0 Prozent auf 25.389 Punkte zugelegt hatte und damit nur noch knapp 120 Zähler von seinem Allzeithoch entfernt lag, schloss gestern 0,8 Prozent schwächer mit einem Stand von 25.185 Stellen. Die wieder angespanntere Lage im Iran-Konflikt hatte die Hoffnung auf eine baldige Lösung der Auseinandersetzung und eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus gedämpft.

Heute veröffentlichen die sogenannten Wirtschaftsweisen ihr Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung und dürften wie zuletzt andere Ökonomen und Organisationen ihre Konjunkturprognose 2026 für Deutschland senken. Als Grund gilt der Iran-Krieg mit seinen Folgen, der die Energiepreise erhöht und die gesamte Inflation nach oben treibt. Das Gremium der fünf Wissenschaftler unter dem Vorsitz von Monika Schnitzer wird auch wirtschaftspolitische Empfehlungen an die Koalition aus Union und SPD vorlegen. Hier dürfte es erneut einen Appell zu mehr Strukturreformen geben.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius spricht bei seiner Kanada-Reise auf der Rüstungsmesse Cansec, der größten ihrer Art beim Nato-Partner. Im Zentrum dürfte der geplante milliardenschwere Kauf von bis zu 12 U-Booten stehen. Pistorius wirbt für den deutschen Anbieter TKMS und eine strategische Marine-Allianz mit der kanadischen Regierung, die weitere Industrie-Partnerschaften umfassen könnte. Deutschland konkurriert allerdings mit Südkorea um das Projekt, eine Entscheidung wird im Rahmen der Reise von Pistorius nicht erwartet.

Unternehmensseitig steht Salesforce im Fokus. Bei den Geschäftszahlen des SAP-Rivalen dreht sich alles um Künstliche Intelligenz (KI). Börsianer hoffen auf ein anhaltend kräftiges Wachstum der KI-Plattform Agentforce. Salesforce hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 11,03 bis 11,08 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

U-Boote, KI und vielleicht ein Rekord