Dax bleibt auf Rekordkurs
Börsenrekord trotz Wirtschaftskrise: Der deutsche Aktienindex Dax hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten geknackt. Gegen Mittag notierte der Leitindex bei rund 25.045 Zählern, ein Plus von 0,6 Prozent. Doch er stieg noch weiter und ging schließlich mit einem Plus von 0,92 Prozent auf 25.122 Punkte aus dem Handel. Aktienexperten erwarten im neuen Börsenjahr weitere Rekorde, warnen aber auch vor Risiken wie Kriegen und einer Blase rund um Künstliche Intelligenz (KI).
Es sei paradox, dass die Aktienmärkte aufblühen, "während die Weltpolitik anscheinend in Trümmer geht", sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Aber man darf nicht vergessen, dass der gegenwärtige Umbau der Weltwirtschaft enorme Investitionen in Gang setzt."
Euro etwas billiger
Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1684 (Dienstag: 1,1707) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8558 (0,8541) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86640 (0,86630) britische Pfund, 182,91 (183,14) japanische Yen und 0,9304 (0,9287) Schweizer Franken fest.
Dow Jones erreicht Rekordhoch
Die Rekordjagd an der Wall Street findet auch zur Wochenmitte zunächst ihre Fortsetzung. Der Dow-Jones-Index markiert nach der Startglocke bei 49.621 Punkten ein neues Rekordhoch. Aktuell gewinnt der Index 0,1 Prozent auf 49.497 Punkte. Dagegen zeigt sich der S&P 500 unverändert, der Nasdaq Composite steigt um 0,1 Prozent. Die zuletzt gestiegenen Zinssenkungshoffnungen stützen den Markt dabei weiter, heißt es.
Warner Bros weist Paramount-Offerte zurück
Der US-Unterhaltungskonzern Warner Bros Discovery zeigt dem Kaufinteressenten Paramount Skydance erneut die kalte Schulter. Die rund 108 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte sei eine riskante Transaktion, teilte Warner Bros mit. Das Management riet den Aktionären einstimmig davon ab, ihre Anteile Paramount anzudienen. Es bezeichnete das Übernahmeangebot des Streaminganbieters Netflix im Volumen von knapp 83 Milliarden Dollar als die bevorzugte Alternative.
US-Unternehmen schaffen weniger Jobs als erwartet
Die US-Unternehmen haben im Dezember weniger Arbeitsplätze als erwartet geschaffen. In der Privatwirtschaft kamen insgesamt 41.000 Jobs hinzu, wie aus der Firmenbefragung des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Stellenzuwachs von 47.000 gerechnet.
Im November waren noch 29.000 Arbeitsplätze weggefallen.
Deutsche Autobranche will bei Software enger zusammenarbeiten
Die Autobranche bündelt ihre Kräfte bei der Software-Entwicklung. Mehr als 30 Unternehmen hätten sich darauf geeinigt, bei Open-Source-Software zusammenzuarbeiten, teilte der Branchenverband VDA am Mittwoch mit. Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Absichtserklärung zählten Fahrzeugbauer wie Volkswagen, BMW oder Traton und Zulieferer wie Schaeffler, Infineon oder Qualcomm.
"Die zunehmende Beteiligung an dieser Kooperation spiegelt einen klaren globalen Trend hin zu offener Innovation in der Automobilindustrie wider", sagte Mike Milinkovich, Executive Director der Open-Source-Stiftung Eclipse Foundation, die am Aufbau des Netzwerks beteiligt war.
Die Branche verspricht sich nach Angaben des VDA von der Zusammenarbeit deutliche Einsparungen von bis zu 40 Prozent bei Entwicklung, Integration und Wartung. Es geht um die Software, die nicht herstellerspezifisch ist. Sie könnte bei Fahrzeugen eingesetzt werden, die ab 2030 auf den Markt kommen.
Lufthansa will Buchungen vereinfachen
Die Lufthansa will das Buchen von Flügen und Zusatzleistungen durch die Partnerschaft mit dem Reise-Technologie-Dienstleister Amadeus vereinfachen. Dazu soll eine neue "Order ID" eingeführt werden, die alle Reiseinformationen wie Flug, Sitzplatz und Gepäck bündelt und die bisherigen Buchungs- und Ticketnummern ablöst, wie der Konzern mitteilte.
Die bisher getrennten Buchungssysteme werden dafür zusammengeführt. Dadurch soll etwa das Umbuchen bei Flugausfällen vereinfacht werden. Die neue "Order ID" ergänzt die Kundennummer "Travel ID" und soll schrittweise bei mehreren Airlines der Gruppe eingeführt werden.
BMW baut mehr als eine Million Autos in Deutschland
BMW hat 2025 mehr als eine Million Autos in Deutschland gebaut. Damit ist der Münchner Konzern für etwa ein Viertel der heimischen Autoproduktion verantwortlich, wie er mitteilt. Diese lag vergangenes Jahr nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) bei 4,15 Millionen Pkw.
Bei BMW dürften damit erneut rund 40 Prozent der konzernweit gebauten Autos aus Deutschland kommen. In Deutschland baut BMW in München, Regensburg, Dingolfing und Leipzig Autos.
Inflation im Euroraum fällt
Die Inflation in der Eurozone ist Ende 2025 wie erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte.
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die Eurozone einen Wert von 2,0 Prozent an, den sie als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum ansieht.
Dax-Rekordjagd - "Anleger haben Sorge, was zu verpassen"
Ölpreise fallen, Goldpreis auch
Die Ölpreise geben zunächst weiter nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um ein Prozent auf 60,06 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 1,5 Prozent schwächer bei 56,29 Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, bis zu 50 Millionen Barrel Rohöl aus Venezuela verkaufen zu wollen. Der Goldpreis fällt 0,6 Prozent auf 4469,04 Dollar je Feinunze.
Einzelhändler schaffen ein Umsatzplus
Der deutsche Einzelhandel hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz Konjunkturflaute spürbar gesteigert. Die Einnahmen wuchsen um 3,6 Prozent im Vergleich zu 2024, wie das Statistische Bundesamt zu einer ersten Schätzung mitteilte. Inflationsbereinigt (real) bleibt davon ein Plus von 2,4 Prozent übrig. Dazu trug ein starkes erstes Halbjahr bei, das durch einen Sondereffekt begünstigt wurde: Durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens im Internet- und Versandhandel kamen bisher in Deutschland nicht erfasste Umsätze hinzu. Dadurch legten die Einnahmen in den ersten sechs Monaten real um 3,8 Prozent zu, im zweiten Halbjahr dann nur noch um 1,1 Prozent.
IT-Leasinganbieter mit mehr Neugeschäft
Grenke hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Plus beim Neugeschäft abgeschlossen. Es legte 2025 um 7,8 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro zu, wie der IT-Leasinganbieter mitteilte. "Wir haben die selbst gesteckten Ziele im Neugeschäft erreicht und unsere internationale Marktposition weiter ausgebaut – und damit den Grundstein für Gewinnwachstum in den kommenden Jahren gelegt", sagte Firmenchef Sebastian Hirsch.
Der als Gradmesser für die Profitabilität geltende Deckungsbeitrag (DB2) stieg um 6,1 Prozent auf 550,2 Millionen Euro. Die Marge lag im Jahresdurchschnitt mit 16,7 Prozent zwar über der Prognose von 16,5 Prozent, aber unter dem Vorjahreswert von 17,0 Prozent.
Tesla düpiert Mercedes
Die mit dem Strukturwandel und hausgemachten Problemen kämpfende deutsche Automobilindustrie ist im Börsenwert-Ranking der Beratungsfirma EY abgerutscht: Noch Ende 2023 waren laut Studie alle deutschen Autokonzerne unter den 300 teuersten Unternehmen der Welt, nun ist dort keiner mehr vertreten.
Der wertvollste Autohersteller der Welt war zu Jahresende Tesla auf Rang neun mit einem Börsenwert von 1,5 Billionen Dollar. Mercedes-Benz, BMW und VW kommen zusammen auf 197 Milliarden Dollar und belegen Platz 327, 329 und 364.
Dax knackt die 25.000
Der Dax überwindet erstmals in seiner Geschichte die 25.000-Punkte-Marke. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.015 Zählern, nachdem er das gestrige Geschäft mit 24.892 Stellen beendet hatte, zwischenzeitlich aber bis auf das neue Allzeithoch von 24.969 geklettert war. Sollte der Dax den heutigen Handel mit einem Aufschlag beenden, wäre es bereits der vierte Handelstag in Folge. 2025 hatte er etwa 23 Prozent zugelegt.
Hier greifen Anleger vorbörslich zu
Bayer-Aktien klettern Frankfurter Frühhandel um 1,4 Prozent und sind damit stärkster Dax-Wert. Hintergrund ist einem Händler zufolge die Hochstufung der Titel durch die Analysten von Barclays auf "Overweight" von zuvor "Equal-weight". Bayer hatte zudem die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer, Biontech und Moderna wegen des Vorwurfs der Verletzung von Patenten bei ihren mRNA-Vakzinen verklagt.
Bayer verklagt Biontech
Bayer hat die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer, Biontech und Moderna wegen des Vorwurfs der Verletzung von Patenten bei ihren mRNA-Vakzinen verklagt. Ein Bayer-Sprecher bestätigte entsprechende Klagen bei einem Bundesgericht in Delaware. Dem Vorwurf zufolge sollen die Hersteller eine Technologie kopiert haben, die die Bayer-Tochter Monsanto bereits in den 1980er-Jahren zum Patent angemeldet hatte. Dabei geht es um ein Verfahren zur Stabilisierung des genetischen Materials mRNA, das Monsanto ursprünglich für die Entwicklung widerstandsfähigerer Nutzpflanzen einsetzte.
Der deutsche Agrar- und Pharmakonzern reichte zudem eine ähnliche Klage gegen den US-Konzern Johnson & Johnson bei einem Bundesgericht in New Jersey ein. Bayer fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe. Ein Verkaufsverbot für die Impfstoffe werde jedoch nicht angestrebt, teilte Bayer mit. Das Unternehmen war nicht an der Entwicklung von Covid-Impfstoffen beteiligt und stellt auch keine her.
Vorsicht am "Tag der Arbeit" - das sind die Gründe
Mit einem vorsichtigeren Handel an Europas Börsen rechnen Händler. Die Rally der Rüstungswerte ist in Asien durch kräftige Gewinnmitnahmen gebremst worden. Dies dürfte auch den Dax bei seinen Versuchen behindern, über der 25.000er-Marke zu schließen. Die geopolitische Situation vor allem in Europa durch die USA ist nicht ganz klar. US-Präsident Donald Trump ließ am Vorabend wissen, auch über einen Militäreinsatz zur Erlangung der Kontrolle über Grönland nachzudenken.
Außenminister Marco Rubio spielte dies später herunter und betonte, dass Hauptziel sei natürlich ein Kauf Grönlands. Nachdem die US-Intervention in Venezuela ohne die notwendige Zustimmung des US-Kongresses erfolgt ist, sind die Börsen hier aber auf alles gefasst. Russland hat derweil einen Tanker aus Venezuela per U-Boot eskortieren lassen, was Erinnerungen an die Kuba-Krise weckt.
Ansonsten steht den Börsen ein echter "Tag der Arbeit" bevor: In den USA werden die Jolts-Daten, der ADP-Index und vor allem der ISM-Service-Index mit seiner wichtigen Job-Komponente veröffentlicht. Vor dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dürften gleich drei solcher Vorläuferberichte den Trend an der Wall Street bestimmen.
Gewinnmitnahmen und neue Sorgen an Asien-Börsen
Trotz positiver Vorgaben der Wall Street geht es an den ostasiatischen Börsen nur uneinheitlich zu. Nach den teils sehr starken Aufschlägen zu Beginn der Woche dürften dabei Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen. Insbesondere in Tokio, wo der Nikkei-Index nach seinem Rekordhoch auf Schlusskursbasis vom Vortag um 1,3 Prozent zurückkommt auf 51.853 Punkte. Auch in Hongkong geht es mit 1,3 Prozent etwas deutlicher zurück, während sich Shanghai gut behaupten kann.
Gut hält sich der technologielastige Kospi in Seoul. Er zeigt sich wenig verändert, hatte allerdings im frühen Verlauf auch schon deutlicher zugelegt und das Rekordhoch vom Vortag noch ausgebaut. Stützend wirkt dort weiter Optimismus bezüglich des Potenzials künstlicher Intelligenz für die Unternehmensgewinne. Samsung Electronics gewinnen 0,4 Prozent, SK Hynix 1,8 Prozent.
Etwas bremsend wirkt in der Region laut Marktteilnehmern eine neue Entwicklung im angespannten Verhältnis zwischen Japan und China, die vor einigen Wochen von Warnungen Japans an China ausgelöst wurden im Hinblick auf Chinas Taiwan-Politik. Nun hat Peking sofortige Kontrollen für Exporte von Gütern nach Japan verhängt, die auch für militärische Zwecke verwendet werden könnten.
20 Milliarden für Musks KI-Firma XAI
xAI des Tesla-Chefs Elon Musk hat in einer Finanzierungsrunde 20 Milliarden Dollar eingenommen und damit sein Ziel von 15 Milliarden Dollar übertroffen. Wie das KI-Start-up mitteilte, gehörten zu den Geldgebern Valor Equity Partners, StepStone Group, Fidelity Management & Research Company und die Qatar Investment Authority. Nvidia und Cisco Investments beteiligten sich als strategische Investoren.
Mit den neuen Mitteln will xAI nach eigenen Angaben die Infrastruktur ausbauen, die Entwicklung und den Einsatz von Produkten der Künstlichen Intelligenz (KI) beschleunigen und die Forschung finanzieren. Das Unternehmen arbeitet an seinem KI-Modell Grok 5 und versucht, den Abstand zu Konkurrenten wie OpenAI und der Google-Mutter Alphabet zu verringern.
Wird Thyssenkrupp Steel schrittweise verkauft?
Thyssenkrupp könnte seine Stahlsparte Insidern zufolge in mehreren Schritten an Jindal Steel International verkaufen. Beide Seiten ringen eine praktikable Lösung für das komplexe Geschäft, wie drei mit den Gesprächen vertraute Personen Reuters sagten. In einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen. Abhängig vom Fortschritt der Sanierung könnten später zwei weitere Tranchen von je 20 Prozent folgen. Eine andere Person sprach von zwei Stufen - 60 und 40 Prozent.
Eine solche Transaktion könnte es Thyssenkrupp ermöglichen, die Absicherung von Pensionslasten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zu strecken, sagte eine der Personen. Diese seien bei früheren Verkaufsversuchen ein großes Hindernis gewesen. Die Prüfung der Bücher laufe jedoch noch, die Details einer möglichen Vereinbarung könnten sich noch ändern.
Drei deutsche Firmen im Top-100-Börsenwert-Ranking
Vor allem US-Unternehmen dominieren weiter die Börsen. Von den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt sitzen laut der Beratungsgesellschaft EY 60 in den Vereinigten Staaten. Unter den Top-10 finden sich acht amerikanische Firmen: Nur der Ölkonzern Saudi Aramco auf Platz 8 und der taiwanesische Chiphersteller TSMC auf Rang 10 durchbrechen die Dominanz.
Deutsche Unternehmen spielen kaum eine Rolle. Nur drei Unternehmen schaffen es in die Top 100: Der Softwarekonzern SAP liegt mit einem Börsenwert von 285 Milliarden Dollar auf Rang 45, fällt aber gemessen am Vorjahr (Rang 32) zurück. Siemens belegt mit 218 Milliarden Dollar Börsenwert Rang 73 und die Allianz mit 174 Milliarden Dollar Platz 98.
Auch die Schweiz stellt - wie Frankreich - drei Unternehmen in den Top 100: Roche, Novartis und Nestlé. Mit dem französisch-deutschen Flugzeugbauer Airbus ist ein weiterer Dax-Konzern auf Platz 89 vertreten.
Tokioter Börse beendet Rally
Die politischen Unruhen in Venezuela und die Aussicht auf zusätzliche Öllieferungen bewegen die asiatischen Börsen. Die Ölpreise geben nach, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, bis zu 50 Millionen Barrel Öl aus Venezuela zu verkaufen. Dies belastet die Aktienmärkte in der Region. Zudem drückt in Tokio die Ankündigung Chinas, den Export von militärisch nutzbaren Gütern nach Japan zu verbieten, auf die Stimmung. "Das wahrscheinlichste Ergebnis ist ein Schub für die Weltwirtschaft aufgrund des zusätzlichen Öls", sagt Michael McCarthy, Chef der Investmentplattform Moomoo. "Die Kehrseite ist, dass die zunehmende geopolitische Unsicherheit die positiven wirtschaftlichen Effekte zunichtemachen könnte."
In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 52.244,21 Punkte nach. Der Shanghai Composite gewinnt hingegen 0,3 Prozent.
Nvidia krallt sich Apple
Der Boom um Künstliche Intelligenz beflügelt US-Techkonzerne und sorgt für eine Ablösung bei den wertvollsten Börsenunternehmen der Welt. Zum Ende des vergangenen Jahres lag der Chiphersteller Nvidia mit einem Börsenwert von gut 4,5 Billionen Dollar vor dem iPhone-Konzern und langjährigen Spitzenreiter Apple, der auf rund vier Billionen Dollar kam. Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY.
Nvidia war demnach zum Stichtag 31.12.2025 alleine fast doppelt so viel wert wie alle 40 Unternehmen im deutschen Leitindex Dax zusammen, die auf 2,5 Billionen Dollar kamen. Chipsysteme von Nvidia sind zu einer Schlüsseltechnologie für Software mit KI geworden, der gehypte Konzern gilt als Gradmesser für den Zustand der KI-Branche.
Auch auf den folgenden Plätzen im Ranking stehen US-Techriesen: Platz drei belegt der Google-Mutterkonzern Alphabet mit knapp 3,8 Billionen Dollar Börsenwert, vor Microsoft und Amazon.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Am Devisenmarkt gewinnt der Dollar geringfügig auf 156,53 Yen und legt leicht auf 6,9861 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7946 Franken vor. Der Euro wiederum liegt fast unverändert bei 1,1698 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9296 Franken an.
Dax im Angriffsmodus
Er hat es versucht: Der Dax ist im gestrigen Geschäft Richtung 25.000er-Marke gezogen. Angekommen ist er aber noch nicht. Bei 24.969 Punkten war erst einmal Schluss. Damit markierte der deutsche Börsenleitindex aber erneut ein Allzeithoch, nachdem er bereits zum Wochenstart den vorherigen Rekord aus dem vergangenen Jahr übertroffen hatte. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Dax die 25.000 noch in dieser Woche angreift, vielleicht ja bereits zur heutigen Wochenmitte.
Heute könnten für Anleger vor allem zwei Termine interessant sein: Zum einen geht es konjunkturseitig um die Euroraum-Verbraucherpreise. Dabei hat die Inflation in der Eurozone zum Jahresende wohl etwas nachgelassen. Die Jahresteuerung dürfte im Dezember auf 2,0 Prozent gesunken sein, nach 2,1 Prozent im November, wie Ökonomen erwarten. Die Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht die Daten am Vormittag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält eine Inflation von rund zwei Prozent mittelfristig für ideal für die Konjunktur.
Zum anderen öffnet unternehmensseitig Samsung Electronics die Bücher. Dabei dürfte der südkoreanische Elektronikkonzern Analysten zufolge eine Gewinnsteigerung von 160 Prozent auf umgerechnet knapp zehn Milliarden Euro bekanntgeben. Es wäre das zweitbeste operative Quartalsergebnis der Firmengeschichte. Samsung profitiert von den kräftigen Preissteigerungen bei Speicherchips. Durch den Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) übersteigt die Nachfrage nach diesen Halbleitern das Angebot bei Weitem.