Der Dax steigt deutlich
Die Waffenruhe im Iran-Krieg hat den Börsen ein Kursfeuerwerk beschert. In Frankfurt steigt der Dax 5 Prozent auf 24.080 Punkte.
Experte hält Ölpreis von 80 Dollar für möglich
Die Ölpreise dürften das Jahr bei rund 80 US-Dollar je Barrel beenden, falls eine Vereinbarung zwischen den USA, Israel und dem Iran zustande kommt, meint Neil Shearing von Capital Economics.
"Es gibt erhebliche Hürden zu überwinden, bevor das Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA, Israel und dem Iran in ein dauerhaftes Ende des Krieges münden kann", sagt der Chefökonom. "Wenn diese Probleme gelöst werden können und eine Einigung erzielt wird, würde dies die Entwicklungen näher an unser Basisszenario heranführen, das davon ausgeht, dass der Konflikt bis Ende dieses Monats deeskaliert und die Energieflüsse durch die Straße von Hormus im selben Zeitraum wieder aufgenommen werden."
In diesem Basisszenario prognostiziert Capital Economics für Brent-Rohöl einen Durchschnittspreis von rund 95 US-Dollar je Barrel im zweiten Quartal, bevor dieser bis zum vierten Quartal in Richtung 80 US-Dollar nachgibt.
Warum sich Geduld beim Anlegen immer noch lohnt
Kräftige Gewinne in New York
Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg sorgt an der Wall Street für eine Erleichterungsrally. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach dem Start 2,9 Prozent auf 47.948 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 2,5 Prozent nach oben, und der Nasdaq-Composite verbessert sich um 3,3 Prozent.
Gleichzeitig sorgt die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Wiedereröffnung der Straße von Hormus für einen Einbruch der Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 16 Prozent auf 91 Dollar, für WTI geht es um 17 Prozent nach unten auf 93 Dollar.
MTU steigt ins Geschäft mit Drohnenantrieben ein
Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines steigt mit der Übernahme eines Kölner Startups in das Geschäft mit Drohnenantrieben ein. MTU übernimmt die AeroDesignWorks GmbH, die Turbojet-Antriebe für kleinere unbemannte Luftfahrzeuge und Lenkflugkörper herstellt. "Das hilft uns, unser Militärgeschäft schneller wachsen zu lassen", sagte Vorstandschef Johannes Bussmann.
Bei MTU entfallen derzeit weniger als zehn Prozent des Umsatzes auf militärische Triebwerke und deren Instandhaltung. AeroDesignWorks kommt zurzeit mit knapp 40 Mitarbeitern auf rund zehn Millionen Euro Umsatz. "Das kann auf ein Vielfaches wachsen", sagte Bussmann.
MTU liefert in der Rüstungssparte bisher Triebwerke für die Kampfflugzeuge Tornado und Eurofighter, die Hubschrauber Tiger und CH-53K sowie das Transportflugzeug Airbus A400M.
TikTok setzt auf Finnland
Die Kurzvideo-Plattform TikTok plant für ihre europäischen Nutzer ein zweites Rechenzentrum in Finnland. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf eine Milliarde Euro, teilte die Tochter des chinesischen Konzerns ByteDance mit. Die Anlage habe eine Leistung von zunächst 50 Megawatt und könne auf bis zu 128 Megawatt erweitert werden. Der angekündigte Bau sei "Teil der zwölf Milliarden Euro schweren Initiative zur Datensouveränität und zum Datenschutz der 200 Millionen europäischen Nutzer".
TikTok und ByteDance stehen wegen ihrer Nähe zur chinesischen Regierung unter verschärfter Beobachtung. Sicherheitsbehörden befürchten, dass die Regierung in Peking Kontrolle über die Daten ausländischer Nutzer erlangt. Zudem könne sie die Empfehlungs-Algorithmen der Software manipulieren, um Einfluss auszuüben. TikTok und die chinesische Regierung haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Rüstungswerte kräftig im Plus
Die Erholungswelle an den Aktienmärkten treibt auch die Rüstungswerte an. Der europäische Sektorindex steigt um knapp 7 Prozent und damit so stark wie seit rund einem Jahr nicht mehr. Im vergangenen Monat hatte er rund 8,5 Prozent eingebüßt, da europäische Staaten eine Teilnahme an dem Krieg der USA und Israels gegen Iran verweigert hatten. Grundsätzlich sei aber mit steigenden Verteidigungsausgaben zu rechnen, was der Branche zugute komme, sagte ein Händler.
Waffenruhe sorgt für Kursgewinne
Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Krieg zwischen den USA und dem Iran sorgt an den europäischen Aktienmärkten für eine Erleichterungsrally. Der Dax macht einen Satz von fast 5 Prozent auf 24.050 Punkte nach oben. Für den Euro-Stoxx-50 geht es ebenfalls um fast 5 Prozent auf 5911 Punkte aufwärts.
Gleichzeitig sorgt die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Wiedereröffnung der Straße von Hormus für einen Einbruch bei den Ölpreisen. Eine vorübergehende Belebung der Schifffahrt sei jedoch nicht dasselbe wie eine vorhersehbare Normalisierung der Energieflüsse in den kommenden Monaten, so Chefstratege Elliot Hentov von State Street Investment Management. "Daher sollten die Risikoprämien nicht zu stark sinken, solange wir keine Anzeichen für gegenseitige Zugeständnisse an der geopolitischen Front sehen, die das Vertrauen in einen dauerhaften Waffenstillstand stärken würden", meint er. Die Zutaten für einen kräftigen globalen Makro-Schock seien nach wie vor vorhanden und nur geringfügig schwächer als vor 24 Stunden.
Die Anleiherenditen fallen deutlich, denn die mit dem Ölpreisanstieg verbundenen Inflationssorgen lassen nun wieder nach und damit auch die Befürchtungen steigender Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation.
Rally an der Wall Street erwartet
Die Verständigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg dürfte an der Wall Street zur Eröffnung für stark steigende Kurse sorgen. Der Future auf den S&P 500 klettert aktuell um 2,7 Prozent nach oben. Gleichzeitig sorgt die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Wiedereröffnung der Straße von Hormus für einen Einbruch bei den Ölpreisen.
"Es gibt genügend Anzeichen dafür, dass der Wille zu einer Einigung vorhanden ist, und dieser Optimismus trägt dazu bei, diese Börsenkorrektur zu beenden", sagt Robert Edwards, Chief Investment Officer bei Edwards Asset Management. "Auch wenn noch Unsicherheit darüber besteht, wie dauerhaft dieser Waffenstillstand ist, können die Aktienkurse weiter steigen, auch wenn noch nicht alle Details geklärt sind", fügt er hinzu.
Anleger decken sich mit Aktien von Triebwerkherstellern ein
Auch die Aktien europäischer Triebwerkshersteller legen kräftig zu, da die Ölpreise nach der Ankündigung der Waffenruhe fallen. Die Aktie der französischen Safran klettert um 11 Prozent, die der britischen Rolls-Royce springt um 10 Prozent, und die der deutschen MTU Aero Engines gewinnt 6 Prozent.
Aktien aus dem Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtsektor steigen ebenfalls deutlich - darunter Airbus, Rheinmetall, Renk, Indra Sistemas und Babcock International.
Öl immer noch deutlich teurer als vor Kriegsbeginn
Nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA sind die Ölpreise kräftig gesunken. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni fiel kurz nach der Ankündigung um bis zu 16 Prozent auf 91,70 US-Dollar.
Am Morgen stieg der Kurs der Referenzsorte des weltweiten Ölmarkts wieder etwas, lag aber mit 95,12 Dollar immer noch rund 13 Prozent unter dem Niveau vom Vortag. Der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai fiel noch etwas stärker.
Beide Ölsorten kosten trotz des Rückgangs aber immer noch rund ein Drittel mehr als vor Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran.
Ölpreis fällt - "Entspannung kommt nicht sofort"
Es gibt Aktien, die heute abstürzen
Die Aktien europäischer Düngemittelhersteller brechen ein, da die in Aussicht gestellte Wiedereröffnung der Straße von Hormus eine Entspannung der weltweiten Düngemittelknappheit erwarten lässt.
Die in Norwegen ansässige Yara International und der deutsche Konzern K+S geben beide um mehr als 10 Prozent nach. Die beiden Titel waren im vergangenen Monat um 21 Prozent beziehungsweise 14 Prozent gestiegen, nachdem die faktische Schließung der Straße von Hormus den Export von Harnstoff und anderen aus Erdgas hergestellten Düngemitteln stark eingeschränkt hatte.
Yaras relativ hohe Produktion von Ammoniak aus erneuerbaren Quellen - ein entscheidender Baustein bei der Düngemittelherstellung - führte dazu, dass das Unternehmen von höheren Düngemittelpreisen profitierte, während die Auswirkungen höherer Lieferkosten begrenzt waren.
Auto-Aktien satt im Plus
Die Aktien europäischer Automobilhersteller steigen kräftig. Der Automobilsektor war von den Feindseligkeiten im Nahen Osten stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Grund waren Sorgen über höhere Preise für Benzin und Strom, Aluminium und Harze, die die Kosten für die Herstellung von Autos erhöhen. Zudem gab es Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Lieferketten und der potenziellen Nachfrageauswirkungen einer schwächeren Wirtschaft - insbesondere bei den Verkäufen in der Nahost-Region, was die Hersteller von Luxusfahrzeugen im oberen Preissegment stärker trifft.
Die Aktien von Volvo sind mit einem Anstieg von 8,5 Prozent die größten Gewinner des Sektors, während die Papiere von Ferrari und Stellantis jeweils um über 7 Prozent zulegen. Die Volkswagen-Aktien notieren 6 Prozent höher, die Papiere von BMW und Mercedes-Benz legen jeweils um über 5 Prozent zu und die Porsche-Aktien steigen um 4 Prozent.
Luftfahrt-Aktien heben ab
Europäische Flug- und Reiseaktien legen zu. Wizz Air, Air France und Tui führen die Gewinner an - mit einem Plus von 15 Prozent, 14 Prozent beziehungsweise 12 Prozent. Auch die Aktien der British-Airways-Mutter IAG und die Papiere von Lufthansa, Easyjet und Ryanair steigen kräftig. Die Aktien des Reiseunternehmens Jet2 gewinnen knapp 8 Prozent.
Bitcoin legt zu
Bitcoin legt im asiatischen Vormittagshandel zu. Hintergrund ist, dass sich Risikoanlagen nach der Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran erholen. Die Märkte hoffen auf ein Ende der Feindseligkeiten.
Die Kryptomärkte haben während der Turbulenzen, die die Märkte seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran erfasst haben, eine volatile Entwicklung durchgemacht. Bitcoin hat dabei die Wendungen der geopolitischen Entwicklungen weitgehend widergespiegelt. In den vergangenen Handelstagen hatte bereits ein vorsichtiger Optimismus die Kryptowährung gestützt. Obwohl sie einen Teil der über Nacht erzielten Gewinne wieder abgab, hält sie sich über der viel beachteten Marke von 70.000 US-Dollar. Bitcoin legte zuletzt um 3,1 Prozent auf 71.465 US-Dollar zu.
Das sind die Dax-Überflieger am Morgen
An den Finanzmärkten ist Aufatmen angesagt. Durch den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran bleibt eine weitere Eskalation vorerst aus. Von der Erleichterungsrally profitieren Siemens Energy (plus 10,0 %), Heidelberg Materials (plus 9,5 %) und Siemens (plus 9,1 %).
Satte fünf Prozent Plus: Dax-Anleger feiern Waffenruhe
Nachdem sich die USA und Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt haben, gehen Anleger wie erwartet beschwingt in den neuen Handelstag.
Der Dax gewinnt zum Auftakt knapp fünf Prozent auf 24.064 Punkte.
Am Vortag hatte der deutsche Leitindex gut ein Prozent tiefer bei 22.921,59 Punkten geschlossen. Für fallende Kurse in Europa hatte das von US-Präsident Donald Trump gestellte Ultimatum an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus gesorgt.
US-Investor Ackman bietet 56 Milliarden Euro für Universal
Der US-Investor Bill Ackman will den weltgrößten Musikkonzern Universal Music Group (UMG) für rund 55,75 Milliarden Euro übernehmen. Ein entsprechendes unverbindliches Angebot wurde von seiner Investmentfirma Pershing Square am Dienstag unterbreitet.
Die Offerte aus Barmitteln und Aktien bewertet UMG mit 30,40 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs von 17,10 Euro. An der Amsterdamer Börse legte der Kurs am Dienstag nach der Ankündigung in der Spitze um mehr als 24 Prozent auf 21,25 Euro zu. Die Titel des UMG-Hauptaktionärs Bolloré stiegen um sechs Prozent und die des Anteilseigners Vivendi um rund zehn Prozent.
Deutsche Industrie verbucht vor dem Iran-Krieg mehr Aufträge
Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Februar wie erwartet gestiegen. Laut Statistische Bundesamt (Destatis) erhöhten sich die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 3,5 (Januar: 0,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg um 1,0 Prozent prognostiziert. Der für Januar vorläufig gemeldete monatliche Rückgang von 11,1 Prozent wurde bestätigt.
"Das ist ein schöner Zuwachs, der wegen des Iran-Kriegs aber kaum Wert hat. Der Auftragsanstieg bezieht sich auf Februar, als im Iran noch nicht Krieg geführt wurde", kommentiert Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe. Die Unsicherheit durch den Iran-Krieg dürfte Unternehmen im März bei der Auftragsvergabe bereits gehemmt haben. Wegen des Energiepreisschocks bedürfe es neuer Preiskalkulationen. "Ob sich die geopolitische Lage gestern wirklich beruhigt hat und die Straße von Hormus freikommt, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass die Industrie in diesem Jahr einen deutlich höheren Rohölpreis zu verarbeiten hat. Das schmälert die positiven Impulse, die vom Fiskalpaket eigentlich ausgehen sollten. "
Spritpreise auf Rekordjagd: Neue 12-Uhr-Regel verpufft
Vor einer Woche ist die neue 12-Uhr-Regel an Tankstellen in Kraft getreten. Billiger geworden ist Kraftstoff seither nicht. Im Gegenteil: Superbenzin war zuletzt fast 9, Diesel fast 13 Cent teurer als vor der Einführung der neuen Spritpreisregel, wie Zahlen des ADAC zeigen.
Der Iran-Krieg und hohe Ölpreise machen das Tanken in Deutschland immer teurer. Die Bundesregierung gerät zunehmend unter Druck. "Die neue Tankregel hat sich als Enttäuschung erwiesen", sagte Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV).
Dax-Futures explodieren - Kursfeuerwerk voraus?
Europas Börsen werden mit einer kräftigen Rally erwartet. Die Dax-Futures sprangen in der Nacht über 1000 Punkte oder rund 4,7 Prozent an. Nachdem US-Präsident Trump den Iran zunächst mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur und "Auslöschung einer ganzen Zivilisation" bedroht hatte, rief er in der Nacht einen zweiwöchigen Waffenstillstand aus. Für Händler erklärt das die Schwäche der Rüstungsaktien vom Vortag. Es werfe die Frage auf, ob es hier Insider-Geschäfte aus den USA gegeben habe.
"Der Last-Minute-Deal gibt den TACO-Tradern wieder einmal recht. Der Waffenstillstand kauft Zeit, um ein Abkommen für einen dauerhaften Frieden zu finden", kommentierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Eine dauerhafte Beilegung des Iran-Kriegs sei noch fern, "den Börsen reicht es vorerst, wenn die Lage in diplomatisches Fahrwasser zurückkehrt und sich nicht weiter zu jener Eskalationsspirale verdichtet, die zuletzt immer schneller Fahrt aufgenommen hatte". Charu Chanana von Saxo Markets betont allerdings: "Der größere Test wird sein, ob daraus eine dauerhafte Vereinbarung wird und nicht nur eine fragile Pause."
An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index am Dienstag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 46.584,46 Punkten geschlossen. Der breit gefasste S&P 500 notierte kaum verändert, während der technologielastige Nasdaq stagnierte. Die Futures auf den S&P 500 deuten zur Eröffnung am Mittwoch jedoch auf ein Plus von über zwei Prozent hin.
Booster für E-Automarkt: Hohe Spritpreise lassen Rabatte purzeln
Elektroautos haben sich zuletzt blendend verkauft. Das macht sich inzwischen auch in sinkenden Rabatten bemerkbar, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sagt. In seiner aktuellen Rabattstudie stellt er leicht rückläufige Nachlässe auf Stromer fest, während sie bei Verbrennern minimal gestiegen sind.
"Die hohen Spritpreise lassen Autokäufer über das Elektroauto nachdenken und die Autobauer spüren das, sonst hätte man die Rabatte nicht leicht zurückgefahren", schreibt Dudenhöffer. Das bringt positive Aussichten mit sich: "Nach unserer Einschätzung gewinnt das Elektroauto in den nächsten Monaten Marktanteile."
Dagegen erwartet er bei Verbrennern eine rückläufige Nachfrage, auch weil Verbraucher angesichts der aktuellen Lage verunsichert seien: "Die Kunden warten ab oder wechseln zum Stromauto", so der Experte. Ein Marktanteil von 25 Prozent zum Jahresende sei nicht unrealistisch. Im März lag er nach einem massiven Plus bei den Elektroautozahlen bei 24 Prozent.
Samsung Electronics profitiert von KI-Turbo
Samsung Electronics hat im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Wie die Nomura-Analysten CW Chung und Eon Hwang in einer Research Note schreiben, profitierte das Unternehmen dabei von dem anhaltenden Superzyklus bei Speicherchips. Starke Preise für DRAM- und NAND-Speicherchips sorgten demnach für erhebliche Einnahmen. Zusätzlich habe ein schwächerer koreanischer Won die Halbleitersparte angekurbelt.
Gleichzeitig sanken jedoch die Betriebsgewinne in den Sparten Mobilfunk und Haushaltsgeräte im Jahresvergleich, da die Speicherpreise stiegen und der Wettbewerb sich verschärfte. Nomura belässt die Einstufung für die Aktie auf "Buy" mit einem Kursziel von 320.000 koreanischen Won. Die Aktie legte um 7,0 Prozent auf 210.000 koreanische Won zu.
Palmöl folgt Ölpreis nach unten
Die Palmölpreise geben im frühen Handel nach und folgen damit den Rückgängen bei den Rohölpreisen. Niedrigere Rohölpreise belasten tendenziell die Nachfrage nach Palmöl als Biokraftstoff.
Die Stimmung der Anleger dürfte angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten vorsichtig bleiben. Die Marktteilnehmer auf wichtige Daten des Malaysia Palm Oil Board warten, so die AmInvestment Bank in einer Research Note. Der Kontrakt an der Bursa Malaysia Derivatives zur Lieferung im Juni fällt um 145 Ringgit auf 4620 Ringgit je Tonne.
Ölpreise brechen ein - Gold teurer
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 12,9 Prozent auf 95,22 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 14,7 Prozent schwächer bei 96,39 Dollar.
Der Goldpreis steigt dagegen um mehr als zwei Prozent auf 4812 Dollar je Feinunze.
Waffenruhe im Nahen Osten gibt Rückenwind: Nikkei plus fünf Prozent
Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten hat eine Erleichterungsrally an den Finanzmärkten ausgelöst. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus ließ die Ölpreise einbrechen und beflügelte die Aktienmärkte. In Tokio schoss der Nikkei-Index um fünf Prozent in die Höhe. Der südkoreanische Kospi legte um sechs Prozent zu, was zu einer Handelsunterbrechung führte.
Analysten zeigten sich jedoch zurückhaltend, ob die Waffenruhe zu einer dauerhaften Lösung führen wird. Die entscheidende Frage sei, ob die Verhandlungen in den nächsten zwei Wochen vorankommen, sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo. "Das wird darüber entscheiden, ob dies nur eine Erleichterungsrally bleibt oder sich zu einer dauerhaften Deeskalation entwickelt." Der Einigung waren wochenlange Spannungen vorausgegangen, nachdem Angriffe der USA und Israels auf den Iran die Region an den Rand eines Krieges gebracht hatten. Teheran hatte daraufhin die strategisch wichtige Wasserstraße blockiert.
Dax steht im geopolitischen Sturm
Mit leichten Abgaben hat sich der deutsche Aktienmarkt nach dem langen Osterwochenende präsentiert. Vor allem am Dienstagnachmittag ging es mit dem Dax kräftiger bergab. Unsicherheit herrschte weiter mit Blick auf den Iran-Krieg. Damit einher gingen die nach wie vor exorbitant hohen Ölpreise.
Was liegt nun heute an? Die deutsche Industrie dürfte in der Zeit vor dem Ausbruch des Nahost-Krieges mehr Aufträge eingesammelt haben. Ökonomen stellen sich für den Monat Februar auf einen Zuwachs von 2,0 Prozent ein. Im Januar hatte es einen Einbruch um 11,1 Prozent gegeben. Klammert man Großbestellungen aus, lagen die Aufträge zum Jahresstart allerdings nur leicht mit 0,4 Prozent im Minus.
Anleger schauen zudem wegen des andauernden Nahost-Krieges mit großem Interesse auf die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Die am Abend (20.00 Uhr MESZ) zur Veröffentlichung anstehenden Mitschriften geben Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter. Sie hatten Mitte März und damit wenige Wochen nach Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten den Leitzins nicht angetastet. US-Zentralbankchef Jerome Powell hat unlängst eine weiter abwartende Haltung in der Geldpolitik signalisiert. Die längerfristigen Inflationserwartungen seien trotz des aktuellen Energieschocks offenbar stabil. Die Zentralbank sei daher mit Blick auf die Zinspolitik nicht unter Zugzwang.