Der Börsen-Tag
13. Juli 2026
imageHeute mit Jan Gänger und Wolfram Neidhard
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09:42 Uhr

Rheinmetall sichert sich Großauftrag in Großbritannien

 Rheinmetall übernimmt mit Partnern die Digitalisierung der Gefechtsausbildung britischer Truppen. Die Düsseldorfer seien neben dem US-Konglomerat Raytheon an dem Projekt beteiligt, das eine Laufzeit von 15 Jahren habe, teilte der Rüstungskonzern mit. Auf Rheinmetall entfalle dabei ein Auftragswert von knapp einer Milliarde Euro. Das Projekt ermögliche es Rheinmetall, seine Standorte und die Belegschaft in Großbritannien auszubauen. Das Land ist einer der strategischen Kernmärkte von Rheinmetall in Europa. 

Rheinmetall sichert sich Großauftrag in Großbritannien
09:21 Uhr

Südkoreas Aktienmarkt bricht ein

Südkoreas Aktienmarkt ist mit einem deutlichen Minus in die Handelswoche gestartet. Der Leitindex Kospi verliert knapp 8 Prozent.

Am drastischsten fällt der Kurs des Chip-Produzent SK Hynix. Nachdem der Marktführer bei sogenannten HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory) noch am Freitag in einer Erstnotiz an der US-Börse Nasdaq 26,5 Milliarden Dollar einsammeln konnte, liegt der Kurs heute um über 13 Prozent im Minus.

Samsung Electronics, das nach Marktkapitalisierung größte börsennotierte Unternehmen des Landes, gibt um 10 Prozent nach.

Der Kospi ist mit einer fulminanten Rekordjagd bis Mitte Juni zum Sinnbild der KI-Rally geworden. Seither verlor er aber wieder etwas mehr als ein Viertel. Trotz des Einbruchs seit dem Rekordhoch liegt der Kospi im laufenden Jahr aber noch über 60 Prozent im Plus.

Insgesamt ist der Kospi äußerst volatil. Sowohl Kursanstiege als auch -einbrüche sind beim südkoreanischen Index extrem ausgeprägt. Das hat zum einen mit der Fokussierung auf wenige Großunternehmen zu tun, vor allem die Chip-Produzenten Samsung Electronics und SK Hynix. Zum anderen ist der südkoreanische Aktienmarkt stark von internationalen Investoren geprägt, die in Phasen erhöhter Unsicherheit vergleichsweise rasch Kapital aus dem von MSCI als Schwellenmarkt eingestuften Markt abziehen.

Südkoreas Aktienmarkt bricht ein
09:10 Uhr

Dax startet schwach

Der Dax geht mit leichten Verlusten in den Tag. Der Leitindex verliert 0,2 Prozent auf 25.067 Zähler.

Dax startet schwach
08:47 Uhr

Wohnungsbau-Firmen werden immer pessimistischer

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(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Die deutschen Wohnungsbau-Unternehmen bewerten ihre Geschäftsaussichten so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank deshalb im Juni auf minus 31,0 Punkte, von minus 29,5 Zählern im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter Unternehmen mitteilte.

Diese beurteilten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Aussichten für die nächsten Monate schlechter. Ihre Erwartungen fielen dabei sogar auf den niedrigsten Stand seit März 2025. "Die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung hat erneut einen Dämpfer erhalten", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Viele Unternehmen sehen derzeit keine Anzeichen für eine nachhaltige Belebung des Wohnungsbaus."

Im operativen Geschäft bleibt der Druck hoch: Der Anteil der Unternehmen, die einen Auftragsmangel beklagen, stieg von 42,2 auf 43,7 Prozent. Die Stornierungsquote von Projekten verharrt mit 11,4 Prozent auf erhöhtem Niveau. Die Sorgen um die Materialversorgung bleiben bestehen: Fast jedes zehnte Unternehmen berichtete erneut von Engpässen bei wichtigen Vorprodukten.

"Die Unternehmen kämpfen trotz steigender Baugenehmigungen weiterhin mit einer schwachen Nachfrage", sagte Wohlrabe. "Ein Rückgang der Stornierungen würde die fehlenden Neuaufträge nicht ausgleichen und deshalb keine Trendwende einleiten."

Eine solche Trendwende wäre aber notwendig, da in Deutschland deutlich weniger Wohnungen gebaut werden, als vor allem in Großstädten gebraucht werden. Die in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Baukosten sind dabei als eines der Haupthemmnisse. 

Wohnungsbau-Firmen werden immer pessimistischer
08:14 Uhr

Es sieht nicht gut aus für den Dax

Mit einem schwachen Start in die neue Handelswoche rechnen Händler für den Dax. Der Broker Lang & Schwarz sieht den Leitindex 1,2 Prozent im Minus bei 24.778 Punkten.

Für maue Stimmung an den europäischen Börsen sorgen die Spannungen im Nahen Osten. Die Lage "bleibt unbeständig und ist das primäre Extremrisiko für die Energiemärkte und die allgemeine Stimmung", so UOB Global Economics and Markets Research. "Die jüngste Ölpreisrally, angetrieben durch Tankerangriffe und erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran, zeigt, wie kritisch die Ströme durch Hormus kurzfristig für die Preise bleiben", hieß es von Goldman Sachs Research.

Anleger bereiten sich außerdem auf die Berichtssaison vor, die morgen mit den Zahlen der großen US-Banken beginnt. Zudem hält Volkswagen am Abend einen sogenannten Pre-Close-Call mit Analysten. Dabei handelt es sich um eine Telefonkonferenz, bei der das Unternehmen kurz vor Ende des Berichtsquartals einen allgemeinen Überblick über die Geschäftsentwicklung gibt, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Es sieht nicht gut aus für den Dax
07:40 Uhr

BASF bereitet "Megadeal" vor

Der Chemiekonzern BASF treibt den für kommendes Jahr geplanten Teilbörsengang seines weltweit führenden Agrargeschäfts voran. Nach der Ausgliederung der Sparte aus dem BASF-Verbund werden jetzt aus Insiderkreisen Zahlen zum möglichen Wert des Segments und zur Zeitplanung des Initial Public Offering (IPO) bekannt. Für die gesamte BASF-Sparte werde eine Bewertung zwischen 20 und 30 Milliarden Euro angestrebt, erfuhr das "Handelsblatt" aus Finanz- und Unternehmenskreisen. "Wir erwarten einen Megadeal", wird ein Insider zitiert. Der Chemiekonzern will aber nicht das gesamte Geschäft an die Börse in Frankfurt bringen, sondern nur einen Minderheitsanteil. Dessen Höhe steht bisher nicht fest.

BASF bereitet "Megadeal" vor
07:01 Uhr

Öl wird deutlich teurer

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(Foto: via REUTERS)

Nach einer neuen Welle von US-Militärschlägen gegen den Iran bauen die Ölpreise ihre Gewinne aus. Zuvor hatte der Iran bereits behauptet, die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus geschlossen zu haben, was die globalen Inflationsrisiken erneut befeuert.

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent steigt um 4 Prozent auf rund 79 Dollar, US-Leichtöl WTI verteuert sich ebenfalls um 4 Prozent auf 74,30 Dollar.

Öl wird deutlich teurer
06:36 Uhr

Asiens Börsen starten schwach in die Woche

Angesichts der Kämpfe um die Straße von Hormus geht es an den Aktienmärkten abwärts. Der japanische Nikkei fällt um 1,6 Prozent, der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans um 0,9 Prozent.

Für Gesprächsstoff sorgt auch die Sorge vor einer Überbewertung von Tech-Aktien. "Technologiewerte schneiden in unseren Modellen weiterhin sehr gut ab, unterstützt durch herausragendes Gewinnwachstum, eine hohe Dynamik und attraktive Bewertungen", erklärten die Analysten der Citi. Sie ergänzten: "Auch wenn die KI-Volatilität im kommenden Quartal hoch bleiben könnte, halten wir an unserer Übergewichtung von globalen IT-Werten und den USA fest." Zudem betonten sie: "Wir kombinieren diese Wachstumspositionen mit einer Übergewichtung in zyklischen Regionen/Sektoren, einschließlich Japan, Finanzwerten und Rohstoffen."

Die Analysten der Bank of America (BofA) warnen jedoch: "Der KI-Investitionsboom untergräbt den Cashflow, da die hyperskaligen Investitionen in KI in diesem Jahr bereits 234 Milliarden Dollar erreicht haben, und der erwartete Free Cash Flow wird im laufenden Jahr erstmals seit 2007 negativ."

Der südkoreanische Markt, der zuletzt stark war, fällt um 5,4 Prozent. Er gilt als bedeutendes Barometer für die Stimmung im Chip-Sektor. "Der Markt hat sich zuletzt enorm aufgeheizt, und weitere Verluste könnten weite Kreise ziehen", erklärten Marktbeobachter.

Asiens Börsen starten schwach in die Woche